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Oculus Quest: All-in-One VR-Headset im Hands-On

03.05.2019 | 10:15 Uhr | Dennis Steimels

Ohne Smartphone, ohne PC - die Oculus Quest kann VR (virtuelle Realität) komplett autark! Und das sehr gut und halbwegs preiswert. Wir haben das VR-Headset ausprobiert.

Was ist das nervige an VR-Headsets? Klar - die Kabel und die langwierige Einrichtung. Die neue Oculus Quest soll damit Schluss machen. Die gesamte Technik steckt in dem VR-Headset - damit braucht man keinen PC mehr und auch kein Smartphone, das vorne in der Brille steckt. Auch externe Sensoren gehören der Vergangenheit an. Stattdessen orientiert sich die Oculus Quest mit Hilfe von vier Kameras im Raum und weiß, wo der Spielbereich endet. Den kann man selbst definieren - er sollte mindestens 2 x 2 Meter groß sein. Wer den Platz nicht hat, kann mit der Oculus Quest auch im sitzen spielen. Dennis hat sich in die virtuelle Welt aufgemacht und die Oculus Quest in einigen coole VR-Games ausprobiert.

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Mit der Quest bringt Oculus sein neuestes VR-Headset auf den Markt, das ohne PC arbeitet. Die gesamte Hardware steckt nämlich direkt im Headset-Gehäuse. Die Vorteile: Die Oculus Quest ist schnell eingerichtet und funktioniert ohne Kabel. Man braucht keine externen Sensoren und VR-Inhalte wie Games liegen direkt im internen Speicher. Sie können deshalb an fast jedem Ort VR-Spiele zocken oder andere Inhalte wie Fotos und Videos in der virtuellen Realität erleben.

Oculus Quest im Detail

Leistung & Sensoren: In der Quest arbeitet der Mobil-Prozessor Snapdragon 835 von Qualcomm, der durch 4 GB RAM unterstützt wird. Mit der Power laufen die VR-Spiele sehr flüssig. Damit die Quest weiß, wo sich der Spielbereich befindet - den Sie selbst definieren können - und damit sie Ihre Kopf- und Controller-Bewegungen erkennt, verbaut Oculus vier Weitwinkel-Kamerasensoren. Die befinden sich jeweils in den Ecken des Headsets. Definieren Sie einen Spielbereich (Roomscale), in dem Sie sich bewegen, dann sollte dieser mindestens 2 x 2 Meter groß sein. Sie können aber auch stationär zum Beispiel am Schreibtisch sitzend spielen, wenn Sie nur wenig Platz zur Verfügung haben.

Die Auflösung der Oculus Quest ist recht gut mit 1440 x 1600 Pixel pro Auge
Vergrößern Die Auflösung der Oculus Quest ist recht gut mit 1440 x 1600 Pixel pro Auge
© Oculus

Display: Die VR-Inhalte sehen Sie auf einem OLED-Display, der pro Auge 1440 x 1600 Pixel anzeigt. Die Auflösung ist damit gut, der nervige Fliegengitter-Effekt tritt kaum auf. Man sieht ihn vor allem bei Details wie Schriften. Insgesamt ist das Bild scharf, wodurch man tatsächlich das Gefühl hat, sich in der virtuellen Realität zu befinden.

Akku: Der integrierte Akku bietet laut Oculus eine Laufzeit von 2 bis 3 Stunden. Zocken Sie überwiegend VR-Spiele, dann ist die Laufzeit näher an 2 Stunden. Schauen Sie vor allem Videos und Fotos, dann schafft die Quest auch 3 Stunden. Über USB-C laden Sie die Oculus Quest in rund 2 Stunden wieder komplett auf. Die Controller benötigen jeweils eine AA-Batterie. Den jeweiligen Akkustatus sehen Sie in VR via Oculus Home oder in der Oculus-App auf Ihrem iPhone oder Android-Handy.

Audio: Das Quest-Headset hat bereits ein Mikrofon und Lautsprecher integriert. Die Sound-Qualität ist sehr gut. Sie können aber auch einen Kopfhörer per Klinke anschließen.

Speicher: Die Oculus Quest gibt es wahlweise mit 64 oder 128 GB Speicher.

Oculus Quest in der Praxis

Laden Sie die Oculus-App ( Download für iOS / Download für Android ) für Ihr Smartphone herunter, verbinden Sie Handy und Oculus Quest per Bluetooth miteinander und Sie werden Schritt für Schritt durch die Einrichtung geleitet. Bereits nach wenigen Minuten ist die Quest einsatzbereit. Zum Start bietet Oculus "First Steps". Hier lernen Sie, wie Sie die Controller richtig nutzen in der VR. Zum Beispiel wie man Gegenstände greift oder auch, dass sich der Zeigefinger in der virtuellen Realität streckt, wenn Sie in tatsächlich strecken.

Der Bewegungsbereich ist schnell eingerichtet, da Sie mit Ihrem Controller den Bereich auf den Boden zeichnen können. Kommen Sie Hindernissen zu nahe, erscheint ein virtueller Zaun.

Oculus Home
Vergrößern Oculus Home
© Oculus

In Oculus Home - dem Startbildschirm - haben Sie unter anderem Zugriff auf die Einstellungen und den Oculus Store. Zum Launch können Sie über 50 Spiele downloaden und zocken. Dazu zählen Beat Saber, Angry Birds und SuperHot. Weitere Games folgen.

VR zocken: Weil die Auflösung recht gut ist, sieht die VR-Welt in Summ sehr scharf aus. Nur kleinere Details wie Schriften auf einem virtuellen Handy sind schwerer zu erkennen. Das Tracking von Headset und Controller funktioniert über die integrierten Sensoren erstaunlich gut und vor allem präzise. Dadurch macht Spielen in der virtuellen Realität richtig Spaß!

Oculus Quest: VR-Spiele machen richtig Spaß
Vergrößern Oculus Quest: VR-Spiele machen richtig Spaß
© Oculus

Cast: Über den Menüpunkt "Teilen" finden Sie das Feature "Cast". Hierüber können Sie das Livebild der Quest auf dem Smartphone mit der Oculus-App anzeigen. Oder auch auf einem Fernseher via Chromecast Ultra , Chromecast 3. Generation oder Nvidia Shield . Sie können aber auch direkt livestreamen oder Videos aufnehmen.

Einschätzung zur Oculus Quest

Das All-in-One VR-Headset hinterlässt einen überaus guten Eindruck, weil das System sehr einfach ist. Die Einrichtung dauert nur wenige Minuten, die Auflösung ist gut, das Tracking einwandfrei. Jeder Anfänger kann mit der Quest in die VR-Welt eintauchen. Die Quest ist wertig verarbeitet und trägt sich auch sehr angenehm.

Marktstart und Preis

Ab dem 30. April ist die Oculus Quest unter anderem bei Amazon vorbestellbar . Am 21. Mai erscheint sie dann offiziell auf dem Markt. Die 64 GB-Version kostet 449 Euro, mit 128 GB kostet die Quest 549 Euro.

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