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Mustek DVD R 100 B

01.03.2004 | 15:00 Uhr |

Mustek DVD R 100 B


Das Schwestermodell dieses Recorders, der DVD R 100 A, absolvierte schon in Ausgabe 1/04 den Test-Parcours von Digital.World. Unter dem Markennamen Yukai erreichte er im Testfeld von acht Geräten nur den letzten Platz. Einen Kritikpunkt räumt das inzwischen erhältliche B-Modell (ebenfalls etwa 400 Euro) spielend aus: Alle Anschlüsse am damals getesteten Geräte waren auf der Rückseite - da hat Mustek nachgebessert.

AUSSTATTUNG: Äußerlich ist nur ein einziger Unterschied zur A-Version auszumachen: die zusätzlichen Frontanschlüsse. Die Techniker platzierten sie links unterhalb der Schublade des Laufwerks. Dort sind eine DV-Buchse zum Anstöpseln einer DV-Kamera sowie analoge A/V-Buchsen für S-Video-, FBAS- und Stereo-Signale untergebracht. Aber der Clou kommt erst beim Blick auf die Rückseite des Recorders. Neben den üblichen Scart-, Hosiden- und Cinch-Anschlüssen brilliert der Mustek mit Komponentenausgängen (siehe Lexikon). Über diese Anschlüsse kann der Player theoretisch die maximal mögliche Bildqualität an einen Projektor oder Plasmafernseher übertragen.

Ein dickes Minus trägt dem Mustek sein hoher Stromverbrauch im Standby-Betrieb ein. Tatsächlich zieht der Recorder im Bereitschaftsmodus fast so viel Strom wie im Betrieb. Dafür hat er aber einen richtigen Netzschalter auf der Frontseite eingebaut, der dem Gerät gänzlich den Strom abdreht. Danach lässt er sich allerdings nicht mehr per Fernbedienung einschalten. Die Dreingaben von Mustek zum Recorder sind umfangreich: Ein Scart-, ein AV- und ein Antennenkabel liegen dem Gerät bei. Praxisgerecht: Die Strippen sind mit 1,8 Meter die längsten im Testfeld.

BEDIENUNG: Nach dem Einschalten offenbaren sich jedoch Schwächen in der Bedienung. So startet der Sendersuchlauf nicht automatisch, und die Sendernamen werden weder gefunden noch gespeichert. Statt des Namens blendet der Recorder nur "PRG" gefolgt von der Programmplatznummer ein. Hier ist Handarbeit gefragt. Ganz praktisch hingegen: Der Schriftzug "LIVE" im Bild verrät, dass sich der Zuschauer im Wiedergabemodus befindet. Sehr spartanisch sind Bedienungsanleitung und das Bildschimmenü gestaltet. Erfreulicherweise liegt aber noch eine übersichtliche Installationsanleitung bei.

TON- UND BILDQUALITÄT: Die Tonwiedergabe des Mustek überzeugt nicht - zumindest was die Aufnahmen angeht. Den Mitschnitten mischt der Mustek leichtes Wummern und deutliches Rauschen zu. Wesentlich besser arbeitet der DVD R 100 B als Player. Seine analogen Ausgänge spielen im Stereo-Betrieb wie ein handelsüblicher DVD-Spieler. Über die fünfkanaligen analogen Ausgänge gibt er Musik sehr räumlich und ausgewogen wieder. Auch den Digitalton via optischen Ausgang liefert er in passabler Qualität.

Ähnlich wie bei der Audioleistung stellte der Mustek DVD R 100 B auch mit seinen visuellen Fähigkeiten die Tester nicht zufrieden. Als einzigem Recorder im Test gab das Messlabor dem Mustek die Note "befriedigend" für seinen Videofrequenzgang, da die Messkurve zu hohen Frequenzen hin zu schnell absackt. Die Folge davon: Vor allem feine Details kann er nicht wiedergeben. Das Bild wirkt daher im Bildtest etwas flau und verwaschen.

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