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Mit diesen Browsern surfen Sie am schnellsten

11.10.2017 | 11:41 Uhr |

Lange Zeit war Googles Chrome-Browser der alleinige Platzhirsch wenn es um Geschwindigkeit ging. Kann sich Chrome auch heute noch gegen die Konkurrenz durchsetzen? Wir haben sieben Browser verschiedenen Benchmarks unterzogen um die besten unter ihnen zu ermitteln.

Folgende Browser traten gegeneinander an: Google Chrome 61.0 , Opera 48.0 , Vivaldi 1.93 , Mozilla Firefox 56.0 , der neue Firefox Quantum in der Beta-Version 57.0b6 , Microsoft Edge 15 sowie der veraltete Internet Explorer 11.0.

Die Benchmarks wurden alle auf dem gleichen Test-Rechner (Intel Core i7-4790K, 12 GB DDR3-Arbeitsspeicher, Nvidia GTX 1080 Ti) durchgeführt. Als Betriebssystem verwendeten wir Windows 10 Pro in der 64-Bit-Version.

Basemark Web 3.0: Sieg für Chrome

Der Basemark Web 3.0 Browser-Perfomance-Benchmark testet, wie gut der Browser mit verschiedenen modernen Web-Anwendungen umgehen kann. Dieser Benchmark umfasst verschiedene System- und Grafik-Tests die auf den neuesten Web-Standards und -Features basieren, somit ist dieser Test unter allen hier verwendeten Benchmarks der Aussagekräftigste. Je höher die Punktzahl, umso besser. Microsofts Internet Explorer verweigerte bei diesem Benchmark leider den Dienst. Das schlechte Abschneiden des Edge-Browser liegt unter anderem am nicht möglichem WebGL 2.0 Test.

1.    Chrome (945.74 Punkte)
2.    Vivaldi (938.75 Punkte)
3.    Opera (835.85 Punkte)
4.    Firefox (617.51 Punkte)
5.    Firefox Quantum (518.93 Punkte)
6.    Edge (416.28 Punkte)
7.    Internet Explorer (-)

Peacekeeper: Firefox punktet

Der Peacekeeper-Test der Benchmark-Schmiede Futuremark wird leider nicht mehr weiterentwickelt, somit ist eine Messung nach modernen Standards nicht mehr zu 100 Prozent gegeben. Beim Peacekeeper-Benchmark handelt es sich um einen Benchmark beliebter JavaScript-Funktionen der oft genutzten Webseiten wie YouTube, Facebook, Gmail oder Meebo. Je größer die Punktzahl, desto besser. Und Überraschung: Die Firefox-Browser flitzen hier der gesamten Konkurrenz davon, der neue Firefox-Quantum setzt sogar noch einen drauf und übertrifft die 56.0-Version mit über 300 Punkten. Das schlechte Abschneiden der Microsoft-Browser liegt unter anderem an zwei nicht unterstützten Video-Codecs.

1.    Firefox Quantum (7404 Punkte)
2.    Firefox (7078 Punkte)
3.    Chrome (5825 Punkte)
4.    Opera (5757 Punkte)
5.    Vivaldi (5622 Punkte)
6.    Edge (3856 Punkte)
7.    Internet Explorer (3683 Punkte)

JetStream: Edge gewinnt diesen Test

JetStream ist ein JavaScript-Benchmark der sich auf die fortschrittlichsten Web-Applikationen konzentriert. Je mehr Punkte umso besser. Hier kann sich Microsofts neuer Edge-Browser durchsetzen, Platz zwei und drei gehen an die Mozilla-Browser. Erstaunlich schlecht schneidet in diesem Test der Vivaldi-Browser ab.

1.    Edge (270.08 Punkte)
2.    Firefox Quantum (228.36 Punkte)
3.    Firefox (224.56 Punkte)
4.    Chrome (214.55 Punkte)
5.    Opera (212.90 Punkte)
6.    Vivaldi (184.13 Punkte)
7.    Internet Explorer (164.08 Punkte)

Kraken: In Mozillas Benchmark setzt sich die Eigenmarke durch

Mozillas Kraken-Benchmark (wird wohl nicht mehr weiterentwickelt) soll sich auf realistische Anwendungsfälle konzentrieren, ist allerdings schon etwas in die Jahre gekommen. Hier wird der Durschnitt der Zugriffszeiten ermittelt, also gilt: Je niedriger der Wert, desto besser.

1.    Firefox Quantum (711.5 ms)
2.    Firefox (789.4 ms)
3.    Opera (863.9 ms)
4.    Chrome (877.8 ms)
5.    Edge (913.7 ms)
6.    Vivaldi (1018.7 ms)
7.    Internet Explorer (1605.6 ms)

Octane 2.0: Den Google-Benchmark gewinnt Microsoft

Auch Google hat seinen eigenen Benchmark: Octane 2.0 . Auch dieser wird leider nicht mehr weiterentwickelt. In diesem Benchmark gilt: Je höher die Punkte, desto besser. Hier gibt wieder es Überraschungen: Die Jahre zuvor gewann hier meist der Chrome-Browser. Aber in unserem neusten Test macht hier der Edge-Browser das Rennen. Chrome belegt in Googles-Benchmark eigenem Benchmark lediglich Platz 5.

1.    Edge (41557 Punkte)
2.    Firefox Quantum (40079 Punkte)
3.    Opera (39797 Punkte)
4.    Firefox (39397 Punkte)
5.    Chrome (39012 Punkte)
6.    Vivaldi (37005 Punkte)
7.    Internet Explorer (20958 Punkte)

Chalkboard: In Microsofts Benchmark siegt Google

Auch der Chalkboard-Benchmark wird nicht mehr weiterentwickelt. Microsoft hat seinen Test in die Weiten der Azure-Archive verwiesen. Hat das Gründe? Microsofts Benchmark konzentriert sich auf HTML5-Skalierung, -Schwenks und -Zooms. Hier heimsen die die Blink-Engine-Browser Chrome, Vivaldi und Opera, Platz eins, zwei und drei ein. Witzig: Der Edge-Browser wird hier als Google-Chrome 52 erkannt und platziert sich hinter (!) dem Internet-Explorer. Sehr weit abgeschlagen sind die beiden Firefox-Browser. In diesem Test gilt: Je niedriger der Wert, desto besser.

1.    Chrome (5.74 Sekunden)
2.    Vivaldi (5.84 Sekunden)
3.    Opera (6.08 Sekunden)
4.    Internet Explorer (8.50 Sekunden)
5.    Edge (8.69 Sekunden)
6.    Firefox Quantum (16.55 Sekunden)
7.    Firefox (19.25 Sekunden)

RAM-Auslastung: Microsofts Edge-Browser ist ein Leichtgewicht

Wir haben uns die Arbeitsspeicher-Auslastung etwas genauer angesehen. Für den Test öffneten wir den Browser, besuchten die Webseiten: pcwelt.de, macwelt.de, computerwoche.de, cio.de, channelpartner.de und idg.de warteten eine Minute und verglichen die RAM-Auslastung. Hier gilt natürlich: Je weniger, desto besser. Mit nur 34 MB Auslastung gewinnt hier der Edge-Browser. Zum Vergleich benötigte der Internet Explorer 1015 MB und bildet in diesem Test das Schlusslicht.

1.    Edge (34 MB)
2.    Vivaldi (47 MB)
3.    Opera (77 MB)
4.    Chrome (135 MB)
5.    Firefox Quantum (177 MB)
6.    Firefox (206 MB)
7.    Internet Explorer (1015 MB)

Fazit

Die meisten Siege konnte Edge für sich einfahren. Das macht Edge allerdings noch nicht zum Browser Nummer 1. Den gewichtigsten Test, nämlich den Basemark Web 3.0-Benchmark gewinnt Googles Chrome-Browser immer noch, und das macht Chrome zum besten Allrounder. Aber der Test zeigt auch: Googles Konkurrenz schläft nicht. Schon jetzt zeichnet sich ab: Edge und Firefox könnten in manchen Bereichen Google davonlaufen. Bemerkenswert: Mozillas Firefox Quantum , der in der momentanen Beta-Version schon jetzt für die eine oder andere Überraschung sorgt, könnte eine große Zukunft bevorstehen. Mozilla zeigt eindrucksvoll, was sie aus ihrem Firefox-Browser noch alles herausholen können. Den "schnellsten" Browser gibt es nicht mehr. Das Alleinstellungsmerkmal als absoluter Top-Browser hat Google verloren, die Konkurrenz ist größer geworden. Der Gewinner aus dem wieder entfachten Kopf-an-Kopf-Rennen ist in diesem Fall der User, der aus einer Vielzahl an guten Web-Browsern wählen kann. Nur ein Browser aus unserem Test erhält das Prädikat: "nicht empfehlenswert", der veraltete Internet Explorer.

Downloads:
Google Chrome , Opera , Vivaldi , Mozilla Firefox 56.0 / 57.0b Quantum

#

Basemark Web 3.0

Peacekeeper

JetStream

Kraken

Octane 2.0

Chalkboard

RAM-Auslastung

Platz 1

Chrome

Firefox Quantum

Edge

Firefox Quantum

Edge

Chrome

Edge

Platz 2

Vivaldi

Firefox

Firefox Quantum

Firefox

Firefox Quantum

Vivaldi

Vivaldi

Platz 3

Opera

Chrome

Firefox

Opera

Opera  

Opera

Opera

Platz 4

Firefox

Opera

Chrome

Chrome

Firefox

Internet Explorer

Chrome

Platz 5

Firefox Quantum

Vivaldi

Opera

Edge

Chrome

Edge

Firefox Quantum

Platz 6

Edge  

Edge

Vivaldi

Vivaldi

Vivaldi

Firefox Quantum

Firefox

Platz 7

Internet Explorer

Internet Explorer

Internet Explorer

Internet Explorer

Internet Explorer

Firefox

Internet Explorer

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