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Browser-Benchmark: Mit diesen Browsern surfen Sie am schnellsten

30.01.2018 | 09:30 Uhr |

Lange Zeit war Googles Chrome-Browser der alleinige Platzhirsch, wenn es um Geschwindigkeit ging. Doch mit Firefox Quantum hat Mozilla seinen Browser deutlich beschleunigt. Kann sich Chrome noch gegen die Konkurrenz durchsetzen? Wir haben sieben Browser verschiedenen Benchmarks unterzogen um die besten zu ermitteln.

Google und Mozilla haben jeweils große Updates herausgegeben und den Konkurrenzkampf angeheizt. Der Chrome-Browser erhält das Update auf die Version 64, Mozilla erhöht die Versionsnummer des Firefox-Quantum-Browser auf 58. Grund genug für uns die Geschwindigkeiten der verschiedenen Browser noch einmal näher anzusehen und zu prüfen, wie diese sich im Vergleich mit anderen beliebten Internet-Browsern schlagen.

Folgende Browser traten gegeneinander an: Google Chrome 64, Mozilla Firefox 58, Opera 50, Vivaldi 1.13, Microsoft Edge 41 sowie der veraltete Internet Explorer 11.0.

Die Benchmarks wurden alle auf dem gleichen Test-Rechner (Intel Core i7-4790K, 12 GB DDR3-Arbeitsspeicher, Nvidia GTX 1080 Ti) durchgeführt. Als Betriebssystem verwenden wir Windows 10 Pro in der 64-Bit-Version.

Basemark Web 3.0: Sieg für Chrome

Der Basemark Web 3.0 Browser-Perfomance-Benchmark testet, wie gut der Browser mit verschiedenen modernen Web-Anwendungen umgehen kann. Dieser Benchmark umfasst verschiedene System- und Grafik-Tests, die auf den neuesten Web-Standards und -Features basieren. Somit ist dieser Test unter allen hier verwendeten Benchmarks am aussagekräftigsten. Je höher die Punktzahl, umso besser. Microsofts Internet Explorer verweigerte bei diesem Benchmark leider den Dienst. Das schlechte Abschneiden des Edge-Browser liegt unter anderem am nicht möglichem WebGL-2.0-Test.

1.    Chrome (1193.45 Punkte)
2.    Opera (1170.95 Punkte)
3.    Vivaldi (1061.44 Punkte)
4.    Firefox (791.45 Punkte)
5.    Edge (547.54 Punkte)
6.    Internet Explorer (-)

Peacekeeper: Firefox punktet

Der Peacekeeper-Test der Benchmark-Schmiede Futuremark wird nicht mehr weiterentwickelt, somit ist eine Messung nach modernen Standards nicht mehr zu 100 Prozent gegeben. Beim Peacekeeper-Benchmark handelt es sich um einen Benchmark beliebter JavaScript-Funktionen von oft genutzten Webseiten wie Youtube, Facebook, Gmail oder Meebo. Je größer die Punktzahl, desto besser. Und hier gibt es eine Überraschung: Der Firefox-Browser flitzt hier der gesamten Konkurrenz davon. Das schlechte Abschneiden der Microsoft-Browser liegt unter anderem an zwei nicht unterstützten Video-Codecs.

1.    Firefox (8273 Punkte)
2.    Chrome (6343 Punkte)
3.    Opera (6109 Punkte)
4.    Vivaldi (5766 Punkte)
5.    Edge (4037 Punkte)
6.    Internet Explorer (3683 Punkte)

JetStream: Edge gewinnt diesen Test

JetStream ist ein JavaScript-Benchmark , der sich auf die fortschrittlichsten Web-Applikationen konzentriert. Je mehr Punkte umso besser. Hier kann sich Microsofts neuer Edge-Browser durchsetzen, Platz zwei geht an Opera, Platz drei geht an den Mozilla-Browser.

1.    Edge (277.44 Punkte)
2.    Opera (234.88 Punkte)
3.    Firefox (231.51 Punkte)
4.    Chrome (221.15 Punkte)
5.    Vivaldi (210.03 Punkte)
6.    Internet Explorer (164.08 Punkte)

Kraken: In Mozillas Benchmark setzt sich die Eigenmarke durch

Mozillas Kraken-Benchmark (wird wohl nicht mehr weiterentwickelt) soll sich auf realistische Anwendungsfälle konzentrieren, ist allerdings schon etwas in die Jahre gekommen. Hier wird der Durchschnitt der Zugriffszeiten ermittelt, also gilt: Je niedriger der Wert, desto besser.

1.    Firefox (773.2 ms)
2.    Opera (881.0 ms)
3.    Edge (904.5 ms)
4.    Chrome (997.8 ms)
5.    Vivaldi (1045.3 ms)
6.    Internet Explorer (1605.6 ms)

Octane 2.0: Den Google-Benchmark gewinnt Opera

Auch Google hat seinen eigenen Benchmark: Octane 2.0 . Auch dieser wird nicht mehr weiterentwickelt. In diesem Benchmark gilt: Je höher die Punktezahl, desto besser. Hier gibt es wieder Überraschungen: Hatte in unseren Test zuvor hier immer der Edge-Browser die Nase vorne, macht nun der Opera-Browser das Rennen. Chrome belegt in Googles eigenem Benchmark lediglich Platz 2 und Edge fällt von der Pole-Postition auf Platz drei zurück.

1.    Opera (45159 Punkte)
2.    Chrome (43562 Punkte)
3.    Edge (42439 Punkte)
4.    Firefox (41099 Punkte)
5.    Vivaldi (40304 Punkte)
6.    Internet Explorer (20958 Punkte)

Chalkboard: In Microsofts Benchmark siegt Google

Auch der Chalkboard-Benchmark wird nicht mehr weiterentwickelt. Microsoft hat seinen Test in die Weiten der Azure-Archive verwiesen. Hat das Gründe? Microsofts Benchmark konzentriert sich auf HTML5-Skalierung, -Schwenks und -Zooms. Hier heimsen die Blink-Engine-Browser Chrome, Vivaldi und Opera, Platz eins, zwei und drei ein. Witzig: Der Edge-Browser hat in der neusten Version so seine Probleme, wird vom Test als Google-Chrome erkannt und platziert sich hinter (!) dem Internet-Explorer. Weit abgeschlagen ist auch der Firefox-Browser. In diesem Test gilt: Je niedriger der Wert, desto besser.

1.    Chrome (3.01 Sekunden)
2.    Vivaldi (3.08 Sekunden)
3.    Opera (7.57 Sekunden)
4.    Internet Explorer (8.50 Sekunden)
5.    Firefox (15.17 Sekunden)
6.    Edge (35.15 Sekunden)

RAM-Auslastung: Der Vivaldi-Browser ist ein Leichtgewicht

Wir haben uns die Arbeitsspeicher-Auslastung etwas genauer angesehen. Für den Test öffneten wir den Browser, besuchten die Webseiten: pcwelt.de, macwelt.de, computerwoche.de, cio.de, channelpartner.de und idg.de warteten eine Minute und verglichen die RAM-Auslastung. Hier gilt natürlich: Je weniger, desto besser. Mit nur 578 MB Auslastung gewinnt hier der Vivaldi-Browser. Zum Vergleich benötigte der Internet Explorer 1304 MB und bildet in diesem Test das Schlusslicht.

1.    Vivaldi (578,6 MB)
2.    Opera (735,5 MB)
3.    Chrome (841,0 MB)
4.    Firefox (1097,8 MB)
5.    Edge (1121,5 MB)
6.    Internet Explorer (1304,4 MB)

Fazit

Jeweils zwei Siege konnten je der neue Chrome- und Firefox-Browser einheimsen. Den wichtigsten Test, nämlich den Basemark Web 3.0-Benchmark, gewinnt Googles Chrome-Browser immer noch. Das macht Chrome zum besten Allrounder. Aber der Test zeigt auch: Googles Konkurrenz schläft nicht. Schon jetzt zeichnet sich ab: Mozilla setzt seine gute Arbeit an seinem Browser fort und somit hängt Firefox in einigen Bereichen Google ab. Und auch Opera hat eine durchweg gute Performance hingelegt. Den "schnellsten" Browser gibt es nicht mehr. Das Alleinstellungsmerkmal als absoluter Top-Browser hat Google verloren, die Konkurrenz ist größer geworden. Der Gewinner aus dem wieder entfachten Kopf-an-Kopf-Rennen ist in diesem Fall der User, der aus einer Vielzahl an guten Web-Browsern wählen kann. Das Sorgenkind unter den Browsern ist Edge; konnte in unserem letzten Testdurchlauf der Browser aus dem Hause Microsoft noch einige Siege für sich einfahren, bleibt nun nur noch ein einziger Test, in dem er sich von der Konkurrenz absetzt. Nur ein Browser aus unserem Test erhält das Prädikat: "nicht empfehlenswert": der veraltete Internet Explorer.

Downloads:
Google Chrome , Opera , Vivaldi , Mozilla Firefox

#

Basemark Web 3.0

Peacekeeper

JetStream

Kraken

Octane 2.0

Chalkboard

RAM-Auslastung

Platz 1

Chrome

Firefox

Edge

Firefox

Opera

Chrome

Vivaldi

Platz 2

Opera

Chrome

Opera

Opera

Chrome

Vivaldi

Opera

Platz 3

Vivaldi

Opera

Firefox

Edge

Edge

Opera

Chrome

Platz 4

Firefox

Vivaldi

Chrome

Chrome

Firefox

Internet Explorer

Firefox

Platz 5

Edge

Edge

Vivaldi

Vivaldi

Vivaldi

Firefox

Edge

Platz 6

Internet Explorer

Internet Explorer

Internet Explorer

Internet Explorer

Internet Explorer

Edge

Internet Explorer

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