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Medion Akoya P8610: 3D- und Systemleistung

30.06.2013 | 19:20 Uhr |

Neben dem großen Display fällt am Aldi-Notebook vor allem die Grafiklösung auf: Medion setzt auf die Hybrid-SLI-Technik von Nvidia. Das Akoya P8610 besitzt zwei Grafikeinheiten – beide kommen von Nvidia und unterstützen DirectX 10: Eine sitzt im Chipsatz Geforce 9100M G. Sie holt sich 256 MB vom Arbeitsspeicher. Die andere ist die Mitteklasse-Grafikkarte Geforce 9600M GS. Ihr hat Medion 512 MB lokalen Speicher spendiert.

Zwischen den beiden Grafiklösungen schaltet man mit einer Sensortaste um, die links neben der Tastatur platziert ist. Rund drei Sekunden benötigt das System für den Wechsel – ein Neustart ist nicht notwendig. Auch über das Windows-Energieschema lässt sich der Grafikkartenwechsel beeinflussen: Im standardmäßig aktiven Schema „Ausbalanciert" ist beim Betrieb am Netzteil die Grafikkarte aktiv. Wechselt man in den Akkubetrieb, übernimmt der Chipsatz die Grafikausgabe.

Bei unserem Modell gelang das Umschalten nicht immer völlig unproblematisch: Häufig öffnete sich nach dem Druck auf den Hybrid-SLI-Schalter ein Menüfenster für die Dual-Monitor-Konfiguration. Nach einem Neustart ist immer die 3D-Karte eingeschaltet - das Notebook merkt sich die zuletzt gewählte Einstellung nicht. Welche Grafikkarte aktiv ist, zeigt ein Icon im Systray: „Boost Performance" ist bei der Geforce 9600M GS aktiv. Wenn die Chipsatzgrafik im Einsatz ist, steht im Icon „Save power".

Die 3D-Leistung der Grafikkarte ist für die hohe Displayauflösung des P8610 etwas zu schwach. In der maximalen Auflösung von 1680 x 945 kann sie nur ältere DirectX9-Spiele ruckelfrei wiedergeben. Dafür kann man dann meist auch Kantenglättung optimieren.

In aktuellen Spielen schafft sie nur bis 1280 x 754 Bildpunkte noch flüssige Bildraten – zum Beispiel 30 Bilder pro Sekunde bei World in Conflict. Erhöht man die Auflösung, läuft’s nicht mehr ganz ruckelfrei – World in Conflict lieferte beispielsweise nur noch 24 Bilder pro Sekunde.

Die Chipsatzgrafik Geforce 9100M G liegt auf dem Temponiveau älterer Einstiegsgrafikkarten wie der Geforce 8400M GS: Sie schaffte im 3D Mark 06 1388 Punkte.

Im Leistungstest Sysmark 2007 schaffte das Medion-Notebook 94 Punkte. Das ist okay für diese Preisklasse und entspricht dem, was auch andere Notebooks mit dem Core 2 Duo T5800 leisten. Aktuelle Centrino-2-Laptops sind rund 20 Prozent schneller als das Medion Akoya P8610. Auch das Aldi-Notebook vom Oktober schnitt mit 114 Punkten im Sysmark 2007 besser ab.

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