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Medion Akoya P6622: Rechen - und 3D-Leistung

23.03.2010 | 10:00 Uhr |

Dank des neuen Intel-Prozessors arbeitet das Medion Akoya P6622 sehr schnell. Im Leistungstest Sysmark 2007 erreichte das Aldi-Notebook hervorragende 132 Punkte. Vor rund einem halben Jahr mussten Sie für ein derart rechenstarkes Notebook noch über 1000 Euro ausgeben. Mit seinem Tempo ist das Medion Akoya P6622 für alle Aufgaben sehr gut gerüstet - auch für aufwändige Bild- und Videobearbeitung.

Spiele-Leistung
Etwas anders sieht es bei Spielen aus. Der Geforce 310M ist ein Einsteigermodell. Er entstammt zwar der Ende Dezember 2009 vorgestellten 300M-Serie von Nvidia. Aber technisch ähnelt er sehr dem Grafikchip Geforce G210M, den Medion beispielsweise im Aldi-Notebook Akoya P7612 vom September 2009 verbaute.

In den Tests erreichte er auch ungefähr dessen Leistungsniveau: Im 3D Mark 06 erzielte er beispielsweise 3611 Punkte. Das Medion Akoya P6620 , das Aldi im August 2009 ebenfalls für 599 Euro verkaufte, schnitt mit dem Geforce GT220M deutlich besser ab: Es erzielte im 3DMark 06 5885 Punkte.

Für aktuelle, anspruchsvolle 3D-Spiele ist das neue Aldi-Notebook zu langsam, wenn man die maximale Bildschirmauflösung von 1366 x 768 Bildpunkten wählt. Bei World in Conflict erzielte das Medion Akoya P6622 zum Beispiel 25 Bilder pro Sekunde in der Detailstufe "Mittel". Wenn man Effekte reduziert oder die Auflösung verringert, sollten aber die meisten Spiele mit Direct-X-9-Effekten ruckelfrei laufen.

Optimus ist nicht fehlerfrei
Ein älteres Spiel wie "F.E.A.R." bewältigte das Medion Akoya P6622 locker mit 52 Bildern pro Sekunde auch in der Detailstufe "Hoch" und maximaler Auflösung. Allerdings erst, nachdem wir im Nvidia-Treiber den G310M als zuständigen Grafikchip auswählten. Im Treiber-Profil für F.E.A.R. weist Nvidia diesem Spiel nämlich die Chipsatz-Grafik zu - eine Fehleinschätzung: Die Intel HD Graphics schaffte bei diesen Einstellungen nur 19 Bilder pro Sekunde.

Nvidia liefert für viele Spiele ein Optimus-Profil mit - nicht immer mit den besten Einstellungen
Vergrößern Nvidia liefert für viele Spiele ein Optimus-Profil mit - nicht immer mit den besten Einstellungen
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Auch bei "Far Cry" bevorzugt Optimus die Intel-Grafikeinheit: Die erreichte in der maximalen Auflösung in der höchsten Detailstufe spielbare 32 Bilder pro Sekunde. Mehr Leistungsreserven - etwa für Kantenglättung - haben Sie aber auch hier mit dem Nvidia-Grafikchip: Er schaffte 67 Bilder pro Sekunde.

Für Spiele mit DX10-Effekten ist das Medion Akoya P6622 aber definitiv zu schwach: Bei World in Conflict schaffte das Aldi-Notebook in der Detailstufe "Hoch" nur 13 Bilder pro Sekunde. Übrigens genauso viel wie die im Prozessor integrierte Grafik Intel HD Graphics - allerdings bei DX9. Der Nvidia-Grafikchip ist also deutlich schneller als die Intel-Grafik.

Für ernsthafte Spieler ist das Medion Akoya P6622 daher nicht geeignet: Auch im Hinblick auf die Zukunft. Denn statt eines aktuellen Grafikchips von ATI, der bereits DX11 unterstützt, setzt Medion auf einen DX10-Grafikchip von Nvidia.

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