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Licht und Schatten: Der Offline-Modus in der Praxis

03.02.2009 | 10:05 Uhr | Panagiotis Kolokythas

Auffällig: Im Offline-Modus erfolgt das Arbeiten mit Google Mail deutlich flotter, als im Online-Modus. Will man eine Mail markieren, dann geschieht dies sofort nach dem Mausklick und es gibt keinerlei Verzögerung zwischen dem Mausklick und der Anzeige der Markierung, wie es sonst im Online-Modus üblich ist, weil die Browser-Applikation mit dem Google-Mail-Server kommunizieren muss.

Ein Nachteil gegenüber dem Online-Modus ist natürlich, dass man nur Zugriff auf die Mails der vergangenen zwei Jahre hat und es je nachdem, wie rege Sie ihren Google-Mail-Zugang nutzen, einige Zeit dauern kann, bis alle Mails auch offline verfügbar sind. Interessant: Laut Angaben von Google verfügt die Cache-Automatik auch über eine Art Intelligenz, die in der Lage ist zu erkennen, welche Mails dem Anwender wichtig sind und welche nicht. Das hat zur Folge, dass die als "Wichtig" eingestuften Mails eher offline verfügbar sind, als die restlichen Mails.

Zu bemängeln wäre derzeit, dass es keinerlei Möglichkeiten gibt detaillierter festzulegen, welche Mails Google Mail offline herunterladen soll. Es werden grundsätzlich alle Mails der letzten zwei Jahre nach und nach heruntergeladen. Oder die Mails, die Google Mail als wichtig erachtet. Nur wenn einer Mail mindestens vier Label vergeben werden, werden diese Mails unabhängig von ihrem Alter mit-synchronisiert. Anzunehmen ist, dass Google hier mit der Zeit noch nachbessern wird und dem Anwender mehr Möglichkeiten bieten wird festzulegen, welche Mails offline verfügbar sein sollen.

Ansonsten verhält sich Google Mail im Offline-Modus wie man es von einem Web-Client erwartet: Schreibt man eine neue Mail und drückt dann auf "Senden", dann wird die Mail erst dann versendet, wenn wieder eine Online-Verbindung besteht. Auch das automatische Ausfüllen des Empfängerfeldes anhand der Kontakte funktioniert im Offline-Modus problemlos.

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