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LEXIKON

01.12.2004 | 15:23 Uhr |

LEXIKON

DEZIBEL Das menschliche Gehör kann sowohl sehr leise als auch extrem laute Geräusche wahrnehmen. Wissenschaftler stellten fest, dass der Schalldruck an der Schmerzgrenze des Gehörs um drei Millionen Mal höher ist als der des leisesten wahrzunehmenden Tons. Die großen Zahlen waren den Wissenschaftlern zu unhandlich. Sie führten ein logarithmisches Verhältnis ein und nannten es Dezibel (dB). Damit lässt sich das Verhältnis 1/3.000.000 einfacher als 130 dB ausdrücken. Praktisch dabei: Das menschliche Gehör reagiert auf Schalldruckerhöhung nicht linear, sondern ebenfalls logarithmisch. Eine Erhöhung um 10 dB nimmt man als Lautstärkeverdoppelung wahr, was etwa einer Verdreifachung des Schalldrucks entspricht. Zwei Spezialfälle bei Dezibel: dBSPL beschreibt direkt die akustische Lautstärke eines Tons oder Geräuschs. dBA berücksichtigt die Eigenart des menschlichen Gehörs, auf mittlere Frequenzen empfindlicher zu reagieren als auf Bässe und Höhen. Dementsprechend bevorzugt dBA mittlere Frequenzen um 4000 Hertz.

DOLBY DIGITAL/AC3 Dolby Digital ist der Nachfolger von Dolby Prologic. Es kann bis zu sieben Kanäle plus speziellen Tieftonkanal (7.1-Ton) digital codiert übertragen. Zur Entschlüsselung besitzt heutzutage jeder Heimkino-Receiver einen Dolby-Digital- Decoder. Bei weitem nicht alle Aufnahmen enthalten wirklich 7.1-Kanäle, also das Dolby-Digital-EX-Signal. Die meisten müssen mit 5.1 auskommen. Ebenso sind viele Decoder nur auf 5.1-Kanäle eingerichtet, können aber trotzdem Spuren mit mehr Kanälen wiedergeben. Sie ignorieren in diesem Fall einfach die überzähligen zwei Kanäle.

DOLBY PROLOGIC, PROLOGIC II, PROLOGIC IIX Dolby Prologic ist das älteste Raumklang-Verfahren für das Heimkino. Es arbeitet mit fünf Lautsprechern: zwei Stereo-Lautsprecher vorne links und rechts, ein zentraler Kanal in der Mitte dazwischen und zwei hinten platzierte Boxen für den Raumklang, die identische Signale erhalten. Die Signale für die fünf Lautsprecher werden bei der Aufnahme in zwei Kanäle zusammengepackt und erst bei der Wiedergabe vom Dolby-Prologic- Decoder wiederhergestellt. Prologic II ist in der Lage, hinten zwei getrennte Kanäle zu generieren. Prologic IIx fügt nochmals zwei Surround-Back-Kanäle hinzu.

DTS DTS ist ein Heimkino-Tonformat ähnlich Dolby Digital. Es kann bis zu acht Kanäle wiedergeben. DTS klingt aber etwas besser, weil es die digitalen Tondaten nicht so stark reduziert.

FREQUENZGANG Der Frequenzgang beschreibt, wie ein Hi-Fi- oder Heimkinogerät alle Töne im Hörbereich (zwischen 20 und 20.000 Hertz) wiedergibt. Der Idealfall: Alle Frequenzen werden mit gleichem Pegel wiedergegeben. Dann entsteht bei der grafischen Darstellung des Frequenzgangs eine gerade Linie.

PROGRESSIVE SCAN Das normale Videobild, wie es unser Fernsehsystem vorschreibt, zeigt nicht alle 576 Zeilen zur gleichen Zeit. Vielmehr stellt es nacheinander nur die ungeraden (Zeilen 1, 3, 5...) und dann die geraden Bildzeilen (2, 4, 6...) dar. Das nennt man Halbbild-Übertragung oder Interlaced- Darstellung. Progressive Scan wandelt dieses Bild derart um, dass alle Zeilen im gleichen Takt wie vorher die Halbbilder gleichzeitig dargestellt werden. Dadurch wird die Darstellung ruhiger, das Bild flackert weniger. Ein progressives Bild mit 576 Zeilen kürzt man mit 576p ab. Demnach bedeutet 720p ein progressives Bild mit 720 Zeilen, 1080i ein Interlaced-Bild mit 1080 Zeilen. 720p und 1080i sind in der Diskussion für einen neuen hochauflösenden Fernsehstandard der Zukunft.

RGB Das RGB-Signal überträgt Bildinformationen getrennt für die Farben Rot, Grün und Blau. Diese Übertragungsart (etwa zwischen DVD-Spieler und Fernsehgerät) liefert meist die beste Bildqualität ähnlich der von Komponentenvideo. Das RGB-Signal wird bei DVD-Spielern ausschließlich über ein Scart-Kabel übertragen.

SCART Der Scart-Anschluss ist eine 21-polige Steckverbindung, die alle notwendigen Bild-, Ton- und Steuersignale übertragen kann. So zum Beispiel zwischen Fernsehgerät und DVD-Spieler.

VIDEO-CD/SUPER-VIDEO-CD Verfahren zum Speichern von Videos auf CD. Um eine derartige CD zu erstellen, benötigen Sie einen CD-Brenner und ein spezielles Brennprogramm. Die CDs lassen sich am Computer und auf vielen DVD-Spielern wiedergeben.

Y/C Bei Y/C-Signalen (auch S-Video genannt) werden die Informationen für Helligkeit (Y) und Farbe (C) getrennt übertragen. Dies bietet eine bessere Qualität als ein normales Videosignal, bei dem beide Komponenten über ein einziges gemeinsames Kabel geleitet werden.

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