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Kopf ruhig halten

08.12.2003 | 12:27 Uhr |

Kopf ruhig halten

Leider - aus Sicht der Surround-Techniker - sitzt der Kopf eines Menschen nicht starr auf seinem Hals. Der Raumklang aus dem Kopfhörer bewegt sich also bei der geringsten Kopfdrehung mit, das Bild aber bleibt starr auf Leinwand oder Fernseher. Das kann ganz schön irritieren. Ein integrierter Bewegungssensor soll diesen Effekt in Zukunft einmal ausgleichen, doch derzeit gibt es ein solch flexibles Wunderwerk noch nicht.

Ein weiteres Problem von Kopfhörern: Menschen nehmen Schall mit dem ganzen Körper wahr, vor allem tiefe Frequenzen wie Dino-Getrampel oder die Explosion eines Tanklastzugs. Diese Geräusche spürt man mit einem guten Subwoofer auch im Magen, an den selbst der beste Kopfhörer nicht herankommt.

Einige kabellose Kopfhörer arbeiten mit Infrarot- Signalen ähnlich einer Fernbedienung. Nachteil: Der Empfänger im Kopfteil muss immer direkte Sichtverbindung mit dem Sender an der Basisstation haben. Kopfhörer mit Funk schaffen es auch durch Wände hindurch, allerdings nicht unbegrenzt: Stahlbeton in Böden und Decken bildet oft ein unüberwindliches Hindernis für die Signale.

Die von Herstellern häufig genannten Reichweiten von 100 Metern darf man also in der Praxis schlichtweg als Unsinn abtun. Beide Arten verbrauchen übrigens nicht besonders viel Strom, eine Akkufüllung reicht locker für den ganzen Film, meist sogar für zwei oder drei.

Im Test konkurrieren drei Surround-Kopfhörer mit unterschiedlichen Funktionsweisen und Preisen: Der AKG (279 Euro) und der Philips (149 Euro) übertragen die Tonsignale per Funk, der Sony (600 Euro) nutzt dazu eine optische Verbindung via Infrarot.

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