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Im Test: Die besten Farblaser-Multifunktionsdrucker

07.08.2017 | 18:12 Uhr |

Ein Farblaser-Multifunktionsdrucker ist mehr als ein Drucker, denn er kann zusätzlich kopieren, scannen und faxen. Dem Test stellen sich Farblaser-Kombis der Einsteigerklasse ab 300 Euro.

Der Farblaserdrucker hat sich als Helfer am heimischen Arbeitsplatz etabliert. Reicht Ihnen das Drucken allein nicht aus, ist ein Farblaser-Multifunktionsdrucker die Alternative. Er kann auch scannen, kopieren und eventuell sogar faxen. Trotz der vielen Funktionen sind Farblaser-Multifunktionsgeräte inzwischen recht kompakt gebaut. Gerade die Modelle der Einstiegsklasse lassen sich auf dem Schreibtisch oder direkt daneben unterbringen.

Unter den Farblaser-Multifunktionsgeräten im Test nutzen derzeit die Modelle Brother DCP-9017CDW und Oki MC363dn Leuchtdioden (LED) zum Belichten, die restlichen Geräte Laserstrahl. Die Mehrheit der Testkandidaten setzt auf Single-Pass-Druckwerke. Selbst im Einsteiger-Segment finden Sie Multi-Pass-Druckwerke inzwischen selten – auf den ersten zehn Plätzen ist gar kein Gerät mit dieser Technik mehr platziert. Sie büßen im Farbdruck an Geschwindigkeit ein, denn die Farben werden nacheinander und nicht gleichzeitig übertragen.

Wichtig: Folgekosten bei Farblaser-Multifunktionsdruckern

Haben Sie ein Farblaser-Multifunktionsgerät einmal angeschafft, wollen Sie es mehrere Jahre nutzen. Während dieser Zeit fallen neben dem Papier Zusatzkosten für Toner und Strom an. Gerade wer viel druckt und kopiert, sollte auf die Seitenpreise achten. Günstige Schwarzweiß-Seiten erzeugt insbesondere der Multifunktionsdrucker Samsung ProXpress C3060FR mit 1,4 Cent, aber auch das Modell Brother MFC-L8690CDW mit 1,8 Cent. Letzteres erreicht die günstige Schwarzweiß-Seite dank des Drucker-Airbags, der für die ersten 200.000 Seiten weitere Verbrauchsmittel wie das Transportband abfedert. Ähnlich günstig ist auch der Xerox Versalink C405dn. Hier verspricht der Hersteller, das alle weiteren Komponenten wie Fixiereinheit und Bildtrommeln „bei durchschnittlicher Nutzung“ nicht getauscht werden müssen. Für den Resttonerbehälter gilt das aber nicht.

Bei den Kosten für das Farbblatt liegt momentan das Modell Samsung ProXpress C3060FR mit 7,6 Cent vorne. Mit 14,8 Cent erzeugen die Testkandidaten Oki MC363dn und Samsung Xpress C1860FW die teuerste Farbseite. Alle Geräte haben geringer befüllte Starter-Toner im Lieferumfang. Hier entsprechen Reichweiten von 500 bis 700 Seiten pro Farbe geringen Füllmengen wie bei den Farbtonern von HP Color Laserjet Pro MFP M277dw, Canon i-Sensys MF635Cx und Samsung Xpress C1860FW. Mittlere Erstausstattung liegt bei 1000 bis 1200 Seiten pro Farbe wie etwa beim Oki MC363dn oder Kyocera Ecosys M5521cdw. Eine üppige Erstbefüllung stellen wir beim Samsung ProXpress C3060FR fest: Hier reichen die Tonerkartuschen für 4000 schwarzweiße und 2500 farbige Seiten aus. Auch der Xerox Versalink C405dn kann sich mit Vorrat für 3000 schwarzweißen und 2000 farbigen Blättern sehen lassen.

Vergleichstest: Die besten Farblaserdrucker

Für einen geringen Stromverbrauch ist entscheidend, dass sich ein Gerät nach dem Betätigen des Ausschalters komplett vom Netz trennen lässt. Derzeit ist das genau bei der Hälfte der Testkandidaten der Fall. Die andere Hälfte zieht Strom, wenn auch meist wenig. Der größte Verschwender ist derzeit der Xerox Versalink C405dn mit 0,3 Watt. Immerhin noch 0,2 Watt messen wir bei den Geräten Oki MC363dn und Xerox Workcentre 6515DNI. Letzteres Modell ist für die Arbeitsgruppe gedacht und sollte eigentlich weniger verschwenderisch mit Energie umgehen. Das gilt ebenso für den Kyocera Ecosys M5521cdw und den Samsung ProXpress C3060FR allerdings nur 0,1 Watt ziehen. Beim Stromverbrauch im Energiesparmodus setzen derzeit die Geräte HP Color Laserjet Pro MFP M477fdn und Kyocera Ecosys M5521cdw mit 0,1 Watt den Bestwert. Richtige Energieverschwender in der Wartezeit zwischen den Druck-, Scan- und Kopierjobs sind inzwischen selten geworden. Im Schnitt liegt der Verbrauch zwischen 3 und 7 Watt.

Kaufberatung: Tinte oder Toner - den richtigen Drucker finden

Lärmentwicklung am Arbeitsplatz

Auch das Betriebsgeräusch ist ein wichtiges Auswahlkriterium bei Farblaser-Multifunktionsdruckern. Immerhin stehen die Gesellen dicht neben dem Schreibtisch oder sogar darauf. Unter den Testgeräten entpuppen sich HP-Geräte als wenig störend. Hier schalten die Lüfter sehr schnell ab, wenn der Druck- oder Kopiervorgang erledigt ist. Gut hörbar sind dagegen die größeren Maschinen für mehrere Anwender wie Brother DCP-9017CDW, Kyocera Ecosys M5521cdw, Oki MC363dn und Samsung Xpress C1860FW sowie ProXpress C3060FR. Hier dauert es, bis die Lüfter abschalten. Manche Geräte bieten deswegen eine extra Taste, die den Energiesparmodus aktiviert – etwa beim Oki MC363dn oder dem Canon i-Sensys MF635Cx. Grundsätzlich geht der Trend bei Farblaser-Multifunktionsgeräten zum schnellen Umschalten in den Energiesparmodus. Das mindert die Geräuschbelästigung und senkt gleichzeitig den Energiebedarf – zwei Fliegen mit einer Klappe.

Steht das Gerät eine Weile still, soll es wieder flott aufwachen, um die nächste Aufgabe zu erledigen. Wir testen das anhand einer Textseite aus dem Energiesparmodus. Mit 14 Sekunden erledigt am schnellsten die Modelle Canon i-Sensys MF635Cx und Samsung ProXpress C3016FR. Ihnen dicht auf den Fersen ist der HP Color Laserjet Pro MFP M277dw mit 15 Sekunden. Auch die Geräte HP Color Laserjet Pro MFP M477fdn und Samsung Xpress C1860FW lassen sich mit 18 Sekunden nur ein wenig mehr Zeit. Am längsten benötigt das Oki-Modell mit 39 Sekunden, um die Aufgabe zu erfüllen.

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Qualität im Drucken, Scannen und Kopieren

Neben den genannten Faktoren bleibt die Qualität der Drucke, Scans und Kopien ein zentrales Kaufkriterium. Hier ist Aufatmen angesagt, denn keiner der getesteten Farblaser-Multifunktionsdrucker liefert im Test wirklich schlechte Ergebnisse ab. Die Druck-Einheiten kommen oft aus dem Single-Funktion-Bereich und haben sich dort schon bewährt. Die Stärke der Kombidrucker liegt im Textdruck mit scharfen Buchstaben und guter Deckung. Bei Farbe liefern die Multifunktionsgeräte größere Qualitätsunterschiede. Das liegt nicht zuletzt an den eingesetzten Druckersprachen. PCL 6 ist hier die beliebteste Variante. Reine GDI-Drucker, die den Windows-Rechner zur Seitenaufbereitung nutzen, sind dagegen auf dem Rückzug. PS 3 (Postscript) wird in den meisten Fällen nur emuliert.

Neuerdings behandeln manche Hersteller den USB-Anschluss etwas stiefmütterlich. Ein Beispiel stammt aus der brandneuen Farblaser-Familie von Canon. Der i-Sensys MF635Cx bietet alle Emulationen nur über LAN oder WLAN. Per USB bekommen Sie ausschließlich den herstellereigenen Treiber UFRII. 

Auch im Scannen haben sich die Testteilnehmer verbessert. Für Büroaufgaben reicht ihre Qualität vollkommen aus. Für Aufgaben, bei denen es auf Tiefenschärfe ankommt, eignen sich Farblaser-Multifunktionsgeräte weniger. Die Qualität der Scan-Einheit beeinflusst auch die Güte der Kopien. Wiederum gilt: Bei Routinejobs im Arbeitsalltag können Sie sich auf Ihr Kombigerät verlassen. Trotzdem gibt es Auffälligkeiten: So kann das Samsung Xpress C1860FW randlose Fotos nur mit Rand einscannen. Das heißt für Sie: Der Scan muss nach dem Digitalisieren weiter bearbeitet werden, um ihn tatsächlich randlos zu bekommen – das ist umständlich.

Bessere Handhabung übers Mobilgerät

In letzter Zeit fällt auf, dass das Drucken und Scannen übers Smartphone und den Tablet-PC auch bei den Ausgabegeräten fürs Büroumfeld immer populärer wird. Die Multifunktionsdrucker bieten allesamt Apps als Treiberersatz für das Mobilgerät. Dazu beherrschen Sie nahezu durchgehend die Mobildruckstandards Apple Airprint, Google Cloud Print und Mopria – das Plug-in für Android.

Dazu liefern die Hersteller vermehrt flexible Management-Funktionen übers Netzwerk mit. So lassen sich beispielsweise Vorgänge automatisieren und als App am Gerät abrufen. Und auch fürs sichere Drucken ist vermehrt gesorgt. Dazu stehen in den Treibern gesonderte Funktionen bereit – wie etwa beim Canon i-Sensys MF635Cx oder dem HP Color Laserjet Pro MFP M477fdn.

Die detaillierten Testergebnisse finden Sie im Testbericht zu jedem Farblaser-Multifunktionsdrucker. Den Testsieger und Preis-Leistungs-Sieger stellen wir hier kurz vor. 

Aktueller Testsieger
Vergrößern Aktueller Testsieger

Testsieger: Samsung ProXpress C3060FR

Im Test zeigt der Samsung ProXpress C3060FR, dass er den Druck-, Kopier- und Scanbedarf in der Arbeitsgruppe mehrerer Anwender erledigen kann. Denn dafür arbeitet der Multifunktionsdrucker schnell genug, liefert hohe Qualität und verursacht geringe Folgekosten. Damit eignet sich das Kombigerät auch für Anwender, für die das Erstellen von individuellen Software-Lösungen kein ausschlaggebendes Argument ist. Für sie mag die Erweiterbarkeit durch optionale Papierkassetten eventuell wichtiger sein. Dann ist das Samsung-Modell einen Blick wert, auch wenn der Anschaffungspreis im ersten Moment relativ hoch erscheint.

Ausführlicher Testbericht: Samsung ProXpress C3060FR

Samsung ProXpress C3060FR im Preisvergleich

Aktueller Preis-Leistungs-Sieger
Vergrößern Aktueller Preis-Leistungs-Sieger

Preis-Leistungs-Sieger: Kyocera Ecosys M5521cdw

Das Farblaser-Multifunktionsgerät ist auf den Einsatz im Netzwerk ausgelegt. Die Einrichtung ist etwas kompliziert. Das hätte der Hersteller einfacher lösen können. Allerdings lassen sich viele Funktionen einstellen, die im Büroalltag nützlich sind wie Scan-Ordner oder Drucken per PIN. Die Verbrauchskosten konzentrieren sich rein auf den Toner und fallen daher günstig aus. Weitere Verbrauchsmaterialien sollen nicht anfallen. Sie können den Multifunktionsdrucker mit Fax-Funktion in zwei Garantievarianten erwerben – einmal mit zwei Jahren Herstellergarantie, die die Trommel- und Entwicklereinheit mit einbezieht, einmal mit Kyo Life. Im letzteren Fall zahlen Sie mehr für das Gerät, erhalten jedoch eine bis zu fünfjährige Garantie inklusive Vor-Ort-Service dazu. Das kann sich gerade bei einem Multifunktionsgerät im Büroeinsatz lohnen.

Ausführlicher Testbericht: Kyocera Ecosys M5521cdw

Kyocera Ecosys M5521cdw im Preisvergleich

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