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Externe 3,5-Zoll-Festplatten im Vergleich

02.09.2008 | 14:25 Uhr |

Externe Festplatten im 3,5-Zoll-Formfaktor sind ideal fürs Backup und sonstige Archivaufgaben. Dank E-SATA tut sich derzeit viel in Sachen Arbeitstempo. Die Marke von 100 MB/s ist jedenfalls geknackt.

Jeder benötigt ein Backup seiner Daten. Das zu vernachlässigen ist fahrlässig. Sie können natürlich Ihre Dokumente, Bilder und Filme stets auch etwa auf DVD brennen. Das setzt voraus, dass Sie sehr konsequent vorgehen – sowohl beim Brennen als auch in Sachen Archivierung. Denn Sie müssen nicht nur stets den aktuellen Stand Ihres Archivs im Blick behalten, sondern auch die bereits gebrannten Scheiben in bestimmten Abständen auf Lesbarkeit überprüfen. Ein erheblicher zeitlicher Aufwand.
Schneller funktionieren Backups mit externen Festplatten im 3,5-Zoll-Format. Denn die mobilen Laufwerke eignen sich für den stationären Einsatz im Büro sowie zu Hause. Sie bieten Platz für den gesamten Inhalt der internen Festplatte. Zudem lassen sie sich meist sowohl horizontal als auch vertikal aufstellen und finden so auf oder unter jedem Schreibtisch ein Plätzchen. Wir haben uns aktuelle Modelle ins Testcenter geholt und sagen Ihnen, wo genau die Unterschiede liegen.

Ausstattung an Schnittstellen
Gerade die Geräte im 3,5-Zoll-Bereich bieten für jeden Bedarf die passenden Anschlüsse. Stets finden Sie eine USB-Schnittstelle. Für Anwender, deren Rechner bereits über einen E-SATA-Port verfügt, wird die Auswahl auch immer größer – vier Modelle aus der Top 5 der externen Platten bieten bereits den schnellen Anschluss. E-SATA (External Serial ATA) ist die nach außen geführte SATA-Schnittstelle. Sie überträgt Daten ohne Umweg über Übersetzungsprotokolle und arbeitet daher verlustfrei.

Tempo - E-SATA macht den Unterschied
Bringt es das Transcend-Modell über USB aktuell auf beachtliche 34 MB/s im Lesen und 31,08 MB/s im Schreiben, schraubt sich das Laufwerk via E-SATA auf satte 110,27 MB/s im Lesen und 106,47 MB/s im Schreiben. Eine gewaltige Temposteigerung.

Mitgelieferte Programme
Bei internen Festplatten ist der Preis pro GB eines der wichtigsten Kaufkriterien. Je geringer der Preis desto besser. So ausschließlich funktioniert die Auswahl bei den mobilen Vertretern nicht. Hier kommt der Faktor Ausstattung hinzu: Da wäre zuerst einmal die mitgelieferte Software. In den meisten Fällen liegt den Speichermedien ein Backup-Programm bei. Vielfach ist es installationsbereit auf der Platte aufgespielt. Bevor Sie Ihr externes Laufwerk formatieren, kontrollieren Sie zuerst dessen Inhalt. Seltener liegen die Programme als extra CD mit im Paket.

Firewire-Anwender wiederum sollten darauf achten, welche Art des Anschlusses verbaut ist. Seltener finden sich beide Varianten (Firewire 400 und Firewire 800) an den Gehäusen. Verbreiteter ist die Ausstattung mit dem Firewire-400-Port wie etwa bei den Testkandidaten von Lacie und Seagate.

Achten Sie auf die Kabelausstattung: Unsere Erfahrung aus dem Test: Es ist nicht selbstverständlich, dass für alle gebotenen Schnittstellen auch die passenden Kabel mitgeliefert werden. Beispielsweise vermissten wir bei der Seagate-Platte das E-SATA-Kabel. Tanscend, Memup und Lacie setzen auf eine vollständige Kabelversorgung.

Ergonomie – ein wichtiger Faktor
Je nachdem, wo Sie die externe Festplatte aufstellen, ist Lautheit ein Kriterium. Ein zu starkes Betriebsgeräusch kann stören, wenn die Umgebung extrem lautarm ist und man selbst sehr sensibel auf Geräusche reagiert. Richtig auffallend laut war jedoch keine der Platten des Testfeldes. Selbst die Transcend Storejet 35 Ultra mit ihrem eingebauten Lüfter hatte kein unangenehmes Betriebsgeräusch. Alle anderen Testkandidaten sezten passive Kühlung. Anstelle eines Lüfters bieten sie Abluftsysteme mit Schlitzen an den Seiten, hinten oder nach unten. So bleiben die Platten relativ leise, entwickeln jedoch gleichzeitig im Gehäuse ganz schön hohe Temperaturen. Mit maximal 51,4 Grad Celsius bewegt sich das Laufwerk von Lacie schon hin zum kritischen Bereich.

Mehr zum Thema Kühlung externer Festplatten, Datensicherheit und Lebensdauer der Laufwerke finden Sie im Beitrag „ Sicherheitsrisiko externe Festplatten “ unserer Schwesterzeitschrift tecchannel .

Netzschalter – nicht immer selbstverständlich
Alle getesteten Festplatten hatten ein externes Netzteil, das sie mit Strom versorgte. Zudem gab’s an jeder Platte einen Ausschalter. Schade nur, dass dieser die Geräte nicht immer komplett vom Netz trennte. So zog beispielsweise das Seagate-Modell ausgeschaltet noch 3,0 Watt – das ist zu viel, immerhin haben Sie das Gerät ja nicht ständig im Betrieb. Als eine externe Platte mit echtem Netzschalter erwies sich die Memup Kwest Evolution. Sie ging nach Betätigen des Schalters tatsächlich auf 0 Watt.

Lesen Sie auf der nächsten Seite, welche externen Festplatten auf den ersten fünf Plätzen der Top 10 gelandet sind und warum.

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