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Jetico 1.0

05.05.2009 | 09:45 Uhr | Arne Arnold

Jetico ist eine sehr komplizierte Firewall, deren Einsatz wir allenfalls Profis raten können.
Nach der Installation startet ein Konfigurationsassistent, der wissen will, hinter welcher IP-Adresse sich ein sicheres Netzwerk verbirgt und welche IP-Adressen das Tool blocken soll. Eine sinnvolle Abfrage für PCs von fortgeschrittenen Anwendern in einem lokalen Netzwerk. Einsteiger erhalten keine Tipps, wie sie vorgehen sollen.

Nach der Installation offenbart sich die Komplexität der Firewall. Ihr Arbeitsprinzip läuft nicht wie üblich über eine Programmliste, in der jeder Online-Anwendung Rechte zu- oder abgesprochen werden. Stattdessen bietet Sie einen Satz Regeln mit Verboten und Berechtigungen zur Kommunikation über das Netzwerk. Will eine Anwendung online gehen, ordnen sie die Anwendung einer Regel zu.
Diese Art der Rechteverwaltung passt unserer Meinung nach eher zu einer Firewall auf einem Gateway. Für eine Desktop-Firewall ist das System überdimensioniert und in der Handhabung zu kompliziert. Damit provoziert sie schnell Bedienungsfehler.

Dennoch hat Jetico auch Stärken, die wir bei anderen Firewalls vermissen. Die Meldung zu Online-Programmen zeigt beispielsweise nicht nur die IP-Adresse an, die das Programm ansteuert, sondern gibt auch gleich den Domain-Namen mit an - vorausgesetzt, ein solcher existiert. Das kann sonst nur noch die Firewall von Sunbelt. Interessant finden wir auch die im Protokoll gespeicherte Größe übertragener Pakete pro Anwendung.

Fazit: Die Firewall Jetico bietet ein Regelwerk, dass für eine Desktop-Firewall viel zu mächtig ist. Die Handhabung ist nur von Profis zu meistern.

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