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Die beliebtesten & meistverkauften In-Ear-Kopfhörer im ausführlichen Praxis-Test

12.12.2016 | 14:00 Uhr |

In-Ear-Kopfhörer mit Bluetooth und ohne: Wir haben die Bestseller bis 30 Euro im Test und zeigen Ihnen ihre Vorzüge und Nachteile - inklusive Kaufberatung.

Bei In-Ear-Kopfhörern in der Preisklasse bis 100 Euro schieben Sie sich einen Silikon-Aufsatz ins Ohr. Daran muss man sich erst einmal gewöhnen, beziehungsweise muss es tolerieren können. Der Aufsatz dichtet dann den Gehörgang ab - so sperrt der In-Ear-Kopfhörer Geräusche per Isolation aus. Wie stark dieses passive Noise Cancelling ist, hängt vom jeweiligen Modell ab. Die in diesem Test vorgestellten Modelle haben eine mittlere Abschirmung - Fahrgeräusche im Auto sowie Lärm von U-Bahn und Straße treten deutlich in den Hintergrund.

Es gibt keinen Silikon-Aufsatz, der bei jedem Menschen optimal passt. Deswegen liefern die Hersteller zu jedem Ohrhörer weitere Aufsätze unterschiedlicher Größe mit. Nur wenn Sie den für Sie richtigen Aufsatz gefunden haben, können Sie den optimalen Tragekomfort genießen. Haben Sie die richtige Größe gefunden, drückt der Aufsatz kaum noch im Ohr und fällt üblicherweise auch nicht mehr von alleine heraus. Die Zeit, die Sie für die Anpassung benötigen lohnt auch hinsichtlich der Klangqualität - erst wenn der In-Ear-Kopfhörer richtig sitzt entfaltet er seinen Klang optimal.

Bluetooth oder Kabel?

Zuerst sollten Sie sich überlegen, ob Sie einen In-Ear-Kopfhörer mit Bluetooth möchten oder ein kabelgebundenes Modell bevorzugen. Der Hauptnachteil der aktiven In-Ear-Kopfhörer: Die Akkulaufzeit beträgt nur zwei bis acht Stunden - dannach muss der Funk-Ohrhörer wieder an die Steckdose oder das Akkupack. In-Ear-Kopfhörer mit Bluetooth-Empfänger haben allerdings auch einige Vorteile und bieten Funktionen, mit der ein passives Modell nicht aufwarten kann. Praktisch ist der immer in Reichweite befindliche Lautstärke-Regler - so können Sie Ihr Smartphone sicher im Rucksack verstauen.

Bluetooth-Modelle wie der In-Ear-Kopfhörer von bieten Zusatzfunktionen wie Lautstärkeregler und Mikrofon.
Vergrößern Bluetooth-Modelle wie der In-Ear-Kopfhörer von bieten Zusatzfunktionen wie Lautstärkeregler und Mikrofon.
© VicTsing

Auch telefonieren ist mit Bluetooth-Modellen möglich, da sie in der Regel ein Mikrofon eingebaut haben sowie eine Multifunktionstaste, mit der Sie Anrufe durchschalten, aber auch ablehnen können. Die Sprachqualität der Telefonfunktion ist bei In-Ear-Modellen jedoch nicht besonders hoch. Auf diese Funktion spezialisierte Bluetooth-Freisprech-Headsets können das viel besser. So ist diese Funktion bei Ohrhörern nur als praktische Dreingabe und nicht als ernstgemeinte Hauptfunktion zu verstehen.

Ärger vermeiden: Kabelbruch

Egal ob billig oder teuer - die häufigste Fehlerquelle bei In-Ear-Ohrhörern ist der Kabelbruch. Die fragilen Leitungen müssen einerseits leicht, dünn und flexibel sein, andererseits auch stabil genug, um den Alltag als zusammengerolltes Knäuel in der Jackentasche zu überstehen. Hersteller entgegnen dem Problem unter anderem durch Zugentlastungen aus Gummi an den Ohrhörern sowie am Stecker. Im Lieferumfang aller Modelle fanden wir auch ein kleines Täschchen. Kleiner Tipp: Dort sollten Sie die In-Ear-Kopfhörer verstauen, wenn Sie sie gerade nicht benötigen.

In-Ear-Ohrhörer für Sport und Fitness

Hier sind Bluetooth-Kopfhörer besser geeignet als kabelgebundene Modelle, da sie einem mehr Bewegungsfreiheit zulassen - die Bluetooth-Funkstrecke aktueller Modelle liegt laut Hersteller je nach Modell bei bis zu 20 Meter. In der Praxis ist das natürlich weniger, aber einige Meter gehen immer. So können Sie den Player oder Ihr Smartphone in der Sporttasche lassen und dennoch Musik hören beziehungsweise ein Gespräch entgegennehmen.

Den Aukey Sport Bluetooth Kopfhörer befestigen Sie für einen besseren Halt beim Sport zusätzlich mit dem "Ohrenhaken" (ear hock).
Vergrößern Den Aukey Sport Bluetooth Kopfhörer befestigen Sie für einen besseren Halt beim Sport zusätzlich mit dem "Ohrenhaken" (ear hock).
© Aukey

Gut ist es bei einem Ohrhörer für Sport & Co., wenn er spritzwassergeschützt ist und der salzhaltige Schweiß nicht für ein Burnout der Bluetooth-Technik sorgt. Ebenso wichtig ist der stabile Halt am beziehungsweise im Ohr. Hier ist die - bereits angesprochene - richtige Auswahl der Silikon-Aufsätze entscheidend. Zudem bieten spezielle Sportmodelle allerlei Gummiaufsätze, die von den Herstellern, Gummibügel, Flügel oder Fin-Sharks genannt werden. Am sichersten ist natürlich ein Bügel, den Sie sich um das Ohr legen - aber auch die getesteten Modelle mit flexiblen Gummiaufsätzen, die den Ohrhörer in der Ohrmuschel stabilisieren, haben sich in der Praxis bewährt.

Auf den folgenden fünf Seiten stellen wir Ihnen jedes In-Ear-Ohrhörerset im Detail vor. Wir legen unser Augenmerk dabei vor allem auf den Tragekomfort, auf die Bedienung bei Bluetooth-Modellen und natürlich auf den Klang. Bei der Einschätzung und Beurteilung der Klangqualität handelt es sich um subjektive Empfindungen der Tester. So kann es geschehen, dass wir ein In-Ear-Ohrhörer aufgrund seines Klangbildes besonders hervorheben, wohingegen Sie das komplette Gegenteil empfinden. Deshalb unser Tipp: Probieren Sie das anvisierte Modell vor dem Kauf aus, um sich selbst ein Bild zu machen, ob Ihnen der Klang zusagt oder eben nicht.
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