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Im Test: Tuxedo Infinity Book

13.06.2016 | 13:41 Uhr |

Ein Macbook-Konkurrent mit dem Pinguin - ernsthaft? Doch der Test zeigt: Das Linux-Ultrabook Infinity Book von Tuxedo muss keine Angst vor großen Namen haben.

Das Paradebeispiel für ein ultra-mobiles Notebook mit hohem Statuswert ist das Macbook Air . Inzwischen gibt es aber auch eine Vielzahl von Alternativen mit Windows, die hohe Mobilität und starke Rechenleistung mit einem aufregenden Design verbinden – das Dell XPS 13 und das Asus Zenbook sind nur zwei Beispiele.

TEST-FAZIT: Tuxedo Infinity Book

Das Infinity Book ist eine empfehlenswerte Alternative zu einem Windows- oder MacOS-Ultrabook. Das von Tuxedo vorinstallierte Elementary OS kommt mit der neuen Skylake-Plattform bis auf wenige Ausnahmen sehr gut zurecht. Auch bei Ausstattung, Akkulaufzeit und Bedienung überzeugt das Linux-Notebook.

Pro:

helles, entspiegeltes Display

SSD und HDD

Typ-C-Anschluss

Contra:

lauter Lüfter

Elementary OS als Betriebssystem

Das InfinityBook von Tuxedo will die gleichen Vorteile auch unter Linux bieten. Beim Design mit einem matt-silbernem Alu-Gehäuse ist das Vorbild Macbook Air deutlich zu erkennen, ebenso bei Details wie dem Einschaltknopf in der rechten oberen Ecke der Tastatur.

Praxis-Test: Linux-Notebook mit Macbook-Optik - geht das?

Auch beim Betriebssystem setzen sich die Ähnlichkeiten fort: Tuxedo installiert Elementary OS 0.3.2, das auf Ubuntu 14.04. basiert. Vor allem die Docking-Leiste in der Mitte unten, die sich mit häufig genutzten Anwendungen bestücken lässt, erinnert sehr an MacOS. Die Installation bringt nur grundlegende Programme mit wie den Firefox-Browser, Libre Office oder den Mail-Client Geary Mail sowie Multimedia-Tools für Foto, Audio und Video. Weitere lassen sich aus dem Software-Center herunterladen.

Geschwindigkeit

Bei der Hardware setzt Tuxedo auf die aktuelle Intel-Plattform Skylake: Als Prozessor dient der Core i7-6500U mit 8 GB RAM. Auch das kombinierte WLAN-/Bluetooth-Modul Wireless-AC 8260 kommt von Intel. Im Infinitybook sitzt die Samsung SSD 850 Evo mit 250 GB: Auf der Steckkarte im M2.-Format liegen Betriebssystem und das Benutzerverzeichniss, Dateien finden auf der 1 Terabyte großen 2,5-Zoll-Festplatte von Western Digital Platz.

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Das Elementary-Linux spielt weitgehend problemlos mit der Hardware zusammen. Besonders Tastatur und Touchpad funktionieren einwandfrei, was bei Linux-Notebooks nicht immer der Fall ist: Alle Funktionstasten lassen sich nutzen, Klick- und Scroll-Gesten auf dem Touchpad führt das Infinity Book ohne Verzögerung aus. Bei der Soundausgabe gibt es ebenfalls keine Probleme, auch die digitale Tonausgabe über HDMI funktioniert.

Über den HDMI-Ausgang an der rechten Seite lässt sich ein Bildschirm anschließen: Im Mehrschirm-Betrieb leistet sich das Infinity Book keinen Patzer – Clone- und erweiterter Modus funktionieren wie bei einem Skylake-Notebook mit Windows, zum Beispiel sogar mit einem externen 4K-Monitor in voller Auflösung zusätzlich zum Full-HD-Bildschirm des Notebooks.

Nur das Energie-Management der Skylake-Komponenten hat das Tuxedo-Notebook noch nicht optimal im Griff: Unter Last heizt sich der Prozessor sehr schnell sehr stark auf und erreicht bis zu 86 Grad. Dabei rotiert der Lüfter hörbar laut mit knapp zwei Sone und auch das Gehäuse wird spürbar warm. In Windows-Notebook mit ähnlicher Bauform wird der Skylake-Prozessor nicht heißer als rund 75 Grad, auch bei leiserem Lüfter und kühlerem Gehäuse.

Das größte Problem im Praxis-Test: Das Inifinity Book wacht zwar zuverlässig aus dem Schlafmodus (Bereitschaft) auf und präsentiert den Anmelde-Bildschirm. Danach bleibt der Desktop aber dunkel, nur der Mauszeiger ist zu sehen.

Akkulaufzeit

Die Akkulaufzeit leidet unter Linux dagegen nicht: Das Infinity Book schafft im WLAN-Test knapp 5,5 Stunden und im Office-Betrieb über acht Stunden. Windows-Notebooks mit gleicher Ausstattung und Akkugröße (45,87 Wattstunden im Inifinity Book) laufen nicht länger. Das Tool Powertop belegt außerdem, dass das Infinity Book alle Schlafzustände nutzen kann, die der Core i7 anbietet.

Mit 1458 Gramm und einer Bauhöhe von 19,6 Millimetern ist das Linux-Notebook etwas schwerer und breiter als die meisten 13-Zoll-Ultrabooks ohne Touchscreen.

Bildschirm

Das 13,3 Zoll große Display zeigt die Full-HD-Auflösung 1920 x 1080. Es ist entspiegelt und lässt sich daher auch unter freiem Himmel gut ablesen, weil die maximale Helligkeit bei rund 300 cd/qm liegt. Eine höhere Leuchtkraft schaffen nur wenige Ultrabooks. Die hohe Helligkeit und die scharfe Darstellung machen das Arbeiten mit dem Infinity Book sehr angenehm.

Ausstattung

Im Gegensatz zu viele anderen ultramobilen Notebooks lässt sich das Infinity Book mit zwei Festplatten ausstatten. Hier folgt es nicht dem Vorbild des Macbook Air, das auf einen Festplatten-Anschluss zugunsten eines größeren Akkus und einer geringeren Bauhöhe verzichtet. In unserem Testmodell für rund 1100 Euro sitzen eine Samsung-SSD als M.2-Steckkarte und eine 2,5-Zoll-Festplatte. Die günstigste Version des Linux-Modells kommt ohne SSD.

Zu den üblichen Anschlüssen wie HDMI, Speicherkarten-Leser und zweimal USB 3.0 gesellt sich beim Infinity Book noch eine Typ-C-Buchse. Ein LAN-Port fehlt, dafür gibt es ein WLAN-AC-Modul von Intel mit zwei Antennen.

Bedienung

Das Infinity Book hat eine Tastatur mit normale großen Tasten, aber ohne Ziffernblock. Statt der Windows- gibt es eine Tux-Taste. Auf der Tastatur können Sie angenehm schreiben, weil Sie eine klare Druck-Rückmeldung bekommen. Der Hub ist wie üblich bei Ultrabook etwas flach.

Die integrierten Tasten des Touchpad knacken unangenehm laut beim Mausklick. Abgesehen davon überzeugt der Mausersatz im Infinity Book.

Tuxedo Infinity Book

Ausstattung

Betriebssystem

Elementary OS 0.3.2

Prozessor

Intel Core i7-6500U (2,5 GHz)

Grafikkarte

Intel HD Graphics 520

Arbeitsspeicher

8 GB

SSD

Samsung SSD Evo 850; 250 GB

Festplatte

WD105PCX; 1 TB

LAN / WLAN / Bluetooth

- / 11ac/ 4.2

Displaygröße

13,3 Zoll

Displayauflösung

1920 x 1080

Gewicht: Notebook / Netzteil

1458 Gramm / 292 Gramm

Maße (B x L x H)

32,4 x 21,7 x 1,96 cm

Akku

45,8726 Wattstunden

Anschlüsse

Rechts: HDMI, USB 3.0, USB Typ-C, SD-Speicherkarte; Links: USB 3.0, Audio; Web-Kamera

Tuxedo Infinity Book

Test-Ergebnisse

Akkulaufzeit (WLAN-Test)

5:23 Stunden

Betriebsgeräusch: Idle / Last

0,3 / 1,8 Sone

Erwärmung: Oberseite / Unterseite

46,4 / 47,2 Grad C

Display: Helligkeit, Kontrast

303 cd/qm / 723:1

Tuxedo Infinity Book

Allgemeine Angaben

Preis

1107 Euro

Anbieter

Tuxedo

Webseite

www.tuxedocomputers.com

Garantie

24 Monate

Hotline

08231/ 9919000

E-Mail

tux@tuxedocomputers.com

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