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Hitzeentwicklung

28.06.2013 | 00:45 Uhr | Michael Schmelzle

Mit unserer Infrarot-Handthermometer Autopro von Raytek prüfen wir die Hitzeentwicklung der einzelnen Komponenten unter voller Auslastung. Da die Hersteller in der Regel die maximal zulässige Temperatur für ihr Produkt im Datenblatt angeben, lassen sich so schnell potentielle „Hot Spots“ ausmachen, die die Stabilität des Gesamtsystems gefährden können.

Unkritische Temperaturwerte ermittelten wir für die Komponenten mit der höchsten Abwärme - den Prozessoren und Grafikchips. Ihre Hitzeentwicklung bleibt dank Wasserkühlung jederzeit stabil. Die höchste von uns gemessene Temperatur auf den Grafikkarten lag bei 59 Grad und bei den CPUs bei 55 Grad. Auch die insgesamt acht Festplatten behalten bei voller Auslastung kühle Schreib-Lese-Köpfe, maximal erreichten die Laufwerke 39 Grad.

Auch die Wassertemperatur blieb unauffällig. Kurz vor dem Radiator gab unser Infrarot-Handthermometer einen Wert von 46 Grad aus. Ebenfalls in Ordnung ist die Wärmeaustauschleistung: Die Kühlflüssigkeit verlässt den Triple-Radiator mit maximal 39 Grad. Auf diesem Niveau arbeitet auch das aktiv gekühlte 1000-Watt-Netzteil - ein 135- sowie 80-Millimeter-Rotor sorgen hier für einen gleichmäßigen Luftdurchzug und halten die Temperatur des Stromspenders unter 37 Grad. Die SAS-Controller-Karte war bis zu 49 Grad warm und blieb damit ebenfalls deutlich unter der laut Hersteller maximal zulässigen Temperatur.

Hitzekern: Gerade noch nicht zu heiß war der Arbeitsspeicher, für den wir in der Spitze 62 Grad ermittelten - allerdings kühlt das RAM ein zusätzlich eingebauter Lüfter, den wir vorsorglich für den CeBIT-Auftritt der Höllenmaschine II in ihrer schlecht belüfteten Glasvitrine montiert haben. Nicht mehr akzeptabel ist hingegen die Hitzeentwicklung in der Northbridge der Hauptplatine. Laut Intel ist der Chip zwar für maximal 105 Grad spezifiziert und wir maßen 82 Grad - unserer Ansicht nach zuviel. Wir werden daher - wie vorgesehen - auch noch die Northbridge in den Wasserkühlungskreislauf aufnehmen. Dafür entlasten wir die Pumpe und entfernen gut ein Dutzend entbehrliche Winkel aus dem Schlauchsystem.

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