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Test: Die besten Grafikkarten ab 400 Euro fürs UHD-Gaming (2160p)

01.03.2019 | 10:33 Uhr |

Wer mit mindestens 60 Bildern pro Sekunde oder in Ultra-HD (2160p) zocken will, der braucht eine sehr starke Oberklasse-Grafikkarte. PC-WELT hat die besten Modelle ab 400 Euro im Test.

Oberklasse-Grafikkarten sind vor allem eins: brutal teuer, denn erst ab 400 Euro sind Sie dabei. Für flüssiges Spievergnügen in Full-HD lesen Sie unseren Test Grafikkarten bis 200 Euro . Sie wollen in WQHD-Auflösung (1440P) flüssig Zocken, dann lesen Sie unseren Test Grafikkarte bis 400 Euro. Wer bereit ist, mindestens 400 Euro anzulegen, darf sich an dreistellige Bildraten, flüssiges Zocken in Ultra-HD und stets maximale Grafikdetails erfreuen. Erfahren Sie in unserem Vergleichstest, mit welchem Modell Sie Ihr High-End-System bestücken sollten, um das Maximum an Performance heraus zu holen. Einen schnellen Überblick inklusive Preis-Check bietet die aktuelle Top-5 sowie die folgende Bildergalerie mit allen getesteten Grafikkarten: 

Top-5 der besten Grafikkarten ab 400 Euro

Platz 1: Zotac Geforce RTX 2080 Ti AMP (11GB GDDR6)  Besten Preis anschauen

Platz 2: Gigabyte RTX 2080 Gaming OC (8GB GDDR6)  Besten Preis anschauen

Platz 3: Asus Geforce RTX 2080 Dual OC (8GB GDDR6) Besten Preis anschauen

Platz 4: Zotac Gaming RTX 2070 AMP Extreme (8GB GDDR6) Besten Preis anschauen

Platz 5: Asus ROG Strix GeForce RTX 2070 OC (8GB GDDR6) Besten Preis anschauen

Auf einen Blick: So viel Euro kostet Sie ein Bild pro Sekunde

So viel Euro müssen Sie ausgeben, um ein Bild pro Sekunde beim jeweiligen Modell zu erhalten.
Vergrößern So viel Euro müssen Sie ausgeben, um ein Bild pro Sekunde beim jeweiligen Modell zu erhalten.

Der Kryptowährungen- respektive Mining-Boom ist wieder abgeflaut, weshalb sich auch die Preise für Grafikkarten wieder auf einem normalen Niveau befinden. Wie viel Euro Sie im Schnitt für ein Bild pro Sekunde ausgeben müssen, zeigt das folgende Balkendiagramm. Hierfür teilen wir den jeweiligen Straßenpreis einer Grafikkarte durch die durchschnittliche Bildrate in den Spiele-Tests. Das beste Preis-Leistungs-Verhältnis in diesem Testfeld liefert die Asus ROG Strix Geforce GTX 1070 OC: Dieses Modell kostet rund 469 Euro und erreicht im Schnitt 83 Bilder pro Sekunde - jeder FPS kostet Sie hier nur 5,41 Euro. Am teuersten kommt Sie (wenig überraschend) die Zotac Geforce RTX 2080 Ti AMP mit einem stolzen Preis von 11,56 Euro pro Bild in der Sekunde.

Dafür benötigen Sie High-End-Grafikkarten

Ab Auflösungen jenseits von 1920 x 1080 Pixel gehen vielen günstigeren Grafikkarten bereits die Puste aus, unschöne Ruckler und einbrechende Bildraten sind dann an der Tagesordnung. Mittlerweile spielen immer mehr Gamer auch auf drei Monitoren, um das Spielerlebnis zu intensivieren. Oder sie begeben sich in dank eines Virtual-Reality-Headsets in täuschend echte, digitale Welten, wo zu geringe Bildraten oder zu hohe Latenzen das Erlebnis trüben würden. Bei dieser anspruchsvollen Zielgruppe sollte die Bildrate auch niemals unter 60 Bilder pro Sekunde fallen!

Wer in sehr hohen Auflösungen wie Ultra-HD (3840 x 2160 Pixel) mit hohen Bildraten zocken will, der braucht eine High-End-Grafikkarte.
Vergrößern Wer in sehr hohen Auflösungen wie Ultra-HD (3840 x 2160 Pixel) mit hohen Bildraten zocken will, der braucht eine High-End-Grafikkarte.
© Nvidia

Doch auch im Multimedia-Bereich ist die Leistung des Grafikchips wichtig wie noch nie. Videobearbeitungsprogramme wie Adobes Photoshop oder industrielle Anwendungen wie CAD-Tools setzen auf die hohe parallele Rechenkraft der GPU. Hinzu kommen dann noch komplexere Aufgaben wie Deep Learning, künstliche Intelligenzen und wissenschaftliche Simulationen. Nicht umsonst verwenden viele Supercomputer hauptsächlich Grafikprozessoren anstelle von herkömmlichen CPUs. Der aktuell fünftschnellste Supercomputer der Welt hört übrigens auf den Namen Titan und verfügt über 18688 Tesla-K20-GPUs von Nvidia, die 299008 Opteron-Rechenkerne beschleunigen. Auf diese Weise erreicht der Computer ein Ergebnis von 17,59 Petaflops. Zur Veranschaulichung: Ein Petaflop bedeutet eine Billiarde Rechenoperationen in der Sekunde, also eine Zahl mit 15 Nullen.

Wie sinnvoll sind mehrere Grafikkarten?

Das sind die beiden Haken bei Oberklasse-Grafikkarten

Ein schnelles Auto mit viel Pferdestärken und großem Hubraum benötigt viel mehr Kraftstoff als ein Kleinwagen – logisch. Und so verhält es sich auch mit Grafikkarten. Je mehr Power die Geräte liefern, desto mehr Energieressourcen beansprucht die Karte für den Betrieb. Deshalb ist eine Leistungsaufnahme von über 300 Watt keine Überraschung im Oberklasse-Segment. Wer also Strom sparen möchte, der ist hier falsch.

Zweiter Haken ist natürlich der Preis. Wer viel Leistung und die neuste Technik haben möchte, der muss eben tief in die Tasche greifen. Doch vor allem die Geforce-RTX-Grafikkarten sind überdurchschnittlich teuer, vor allem gemessen an den Vorgänger-Generationen.

Spiele-Leistung in Full- und Ultra-HD im Vergleich

Die Spieleleistung in Full-HD im Vergleich.
Vergrößern Die Spieleleistung in Full-HD im Vergleich.
Die Spieleleistung in Ultra-HD im Vergleich.
Vergrößern Die Spieleleistung in Ultra-HD im Vergleich.

Wenn man sich die Balkendiagramme für die Messungen in Full-HD betrachtet, dann wird schnell klar, dass die Oberklasse-Grafikkarten ab 400 Euro für deutlich mehr bestimmt sind als Gaming in 1080p. Fast jedes Modell im Test liefert hier dreistellige (!) Bildraten. In Ultra-HD schaut es schon anders aus, die üppig angestiegene Pixelzahl bringt einige Karten ins Schwitzen: Die Zotac Geforce RTX 2080 Ti AMP führt das Feld deutlich an, nur stark übertaktete RTX 2080 können hier noch mithalten. Am schlechtesten schneidet hier aber die Vorgänger-Generationen ab, was natürlich keine allzu große Überraschung ist.

Synthetik- und Computing-Leistung im Vergleich

Computing- und Synthetik-Leistung im Vergleich.
Vergrößern Computing- und Synthetik-Leistung im Vergleich.

Auch die Computing-Leistung steigt bei den neuen Generationen. Das bedeutet, dass sie schneller Multimedia-Inhalte verarbeiten können und auch in Synthetik-Tests ein bessere Gesamtpaket bieten.

Neue Technik im Test: Raytracing frisst Leistung

Unsere Tests zeigen: Raytracing frisst jede Menge Leistung.
Vergrößern Unsere Tests zeigen: Raytracing frisst jede Menge Leistung.

Battlefield 5 war einer der ersten Titel, die Echtzeit-Raytracing unterstützen. Die Technik ist wirklich beeindruckend und ein wahrer Meilenstein in Sachen Computergrafik, doch sie benötigt jede Menge Leistung. Teilweise halbieren sich fast die durchschnittlichen Bildraten. Doch Nvidia und die Spieleentwickler feilen konstant an Treiber- und Spiele-Updates, die den Leistungshunger immer wieder etwas bändigen.

TEST-SIEGER: Zotac Geforce RTX 2080 Ti AMP

PLATZ 1 und damit aktueller Testsieger: Die Zotac Geforce RTX 2080 Ti AMP
Vergrößern PLATZ 1 und damit aktueller Testsieger: Die Zotac Geforce RTX 2080 Ti AMP

Da die Werksübertaktung moderat ausfällt ist die Zotac Gaming Geforce RTX 2080 Ti AMP nur etwas flotter als eine RTX 2080 Ti Founders Edition - zählt aber trotzdem zu den aktuell schnellsten Gaming-Grafikkarten auf dem Markt und ist damit unser Testsieger. Zocken in maximalen Details in hochauflösendem Ultra-HD ist mit der Karte zu keiner Zeit ein Problem. Wer genug Geld hat und stets das Neuste und Beste haben muss, der darf zugreifen. Vernünftiger wäre es allerdings, noch zu warten, bis noch mehr Titel erscheinen, die von den neuen Techniken wie Raytracing und DLSS profitieren.

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PREIS-LEISTUNGS-SIEGER: Asus ROG Strix Geforce GTX 1070 OC

Preis-Leistungs-Sieger: Asus ROG Strix Geforce GTX 1070 OC
Vergrößern Preis-Leistungs-Sieger: Asus ROG Strix Geforce GTX 1070 OC

Die Asus ROG Strix Geforce GTX 1070 OC ist ab Werk übertaktet (1633 / 1835 MHz, Base / Boost) und liefert daher messbar mehr Bilder pro Sekunde ab als die Karte von Palit. Tatsächlich sorgen die höheren Taktraten dafür, dass sich alle unsere Testspiele mit mindestens 40 Bildern pro Sekunde in Ultra-HD zocken lassen - sehr schön! Dafür müssen Sie aber auch einen höheren Stromverbrauch in Kauf nehmen. Die semi-passive Kühlung arbeitet bei wenig Last aber lautlos, und selbst wenn die drei Lüfter aufdrehen, bleibt es mit höchstens 1,1 Sone recht leise. Und mit einer maximalen GPU-Temperatur von nur 70 Grad Celsius lässt sich definitiv arbeiten. Der aktuell niedrige Preis von 469 Euro in Kombination mit den relativ hohen Bildraten bringen der Grafikkarte unseren Preis-Leistungs-Award ein.

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ATTRAKTIVER PREIS: Palit Geforce GTX 1070 Dual

Attraktiver Preis: Palit Geforce GTX 1070 Dual
Vergrößern Attraktiver Preis: Palit Geforce GTX 1070 Dual

Die Palit Geforce GTX 1070 Dual ist ab Werk zwar nicht übertaktet, setzt dafür aber auf eine andere Kühlung als die Founders Edition von Nvidia. Beim Gaming in Ultra-HD sind deshalb bei aufwendigen Spielen keine flüssigen 40 Bilder pro Sekunde möglich, Full-HD ist natürlich gar kein Problem. Dafür verbraucht die Grafikkarte aber auch vergleichsweise wenig Strom, arbeitet stets leise (1,2 Sone maximal!) und bei wenig Last sogar komplett lautlos dank semi-passiver Lüfter. Auch die Temperaturen sind mit maximal 71 Grad Celsius vollkommen in Ordnung. Der Straßenpreis von 450 Euro ist der niedrigste im Testfeld, weshalb sich die Grafikkarte den PC-WELT-Award "Attraktiver Preis" sichern kann.

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