102380

High-End-Grafikkarten haben auch Nachteile

13.02.2009 | 14:50 Uhr |

Stromanschlüsse: Grafikkarte benötigen teilweise riesige Netzteile, um genügend Strom zu bekommen
Vergrößern Stromanschlüsse: Grafikkarte benötigen teilweise riesige Netzteile, um genügend Strom zu bekommen
© 2014

Neben dem hohen Preis, den aktuelle Spitzenmodelle kosten gibt es auch weitere Schwierigkeiten. Was Ihnen blühen kann, wenn Sie sich eine der aktuellen Rennsemmeln in den PC holen, haben wir im Folgenden für Sie zusammengestellt. Überlegen Sie vor dem Kauf, ob Ihre neue Grafikarte zu Ihrem PC passt und die PC-Infrastruktur der hohen Grafikleistung überhaupt gerecht wird.

Hitzeentwicklung im PC-Gehäuse: Die vom Netzteil aufgenommene Leistung setzen Grafikchips größtenteils in Wärme um und geben diese über Kühlkörper wieder ab. Bei Leistungsaufnahmen von über 150 Watt ist klar, dass der PC über eine gute Belüftung verfügen muss, um nicht zum Backofen zu werden. Wir empfehlen deswegen einen leisen Gehäuselüfter einzubauen. In den meisten Gehäusen ist dafür ein Platz im Innern, an der Gehäusefront ganz unten, vorgesehen. Flüsterleise 120-Millimeter-Lüfter, die gerade einmal eine Lautstärke von 10 dB(A) oder weniger erzeugen, sind schon für 7 Euro erhältlich.

Flüsterleiser PC: Die Wärme, die ein Grafikchip produziert, muss über einen Kühlkörper abtransportiert werden, da er sonst zu heiß werden kann. Je leistungsfähiger der Chip ist, desto mehr Hitze wird produziert. Außer bei wenigen, leistungsmäßig schwachen Einstiegsmodellen müssen Lüfter für einen stetigen Luftzug durch die Kühlrippen sorgen. Es gibt zahllose verschiedene Kühlkörper-/Lüfterkombinationen, die allesamt unterschiedlich laut sind. Die Skala reicht hierbei von „nahezu lautlos“ bis hin zu „sehr deutlich hörbar, ähnlich wie ein High-Speed-DVD-Laufwerk“. Stellen Sie also unbedingt vor dem Kauf sicher, dass der Lüfter leise arbeitet. In unseren Tests monieren wir beispielsweise, wenn der Propeller durch das geschlossenem PC-Gehäuse noch zu hören ist – wer will schon ein ständiges Surren im Büro, Heimkino oder Wohnzimmer haben.

Hohe Systemvoraussetzungen: Bauen Sie eine schnelle Karte in einen von CPU, Speicher und Festplatte her gesehen langsamen PC ein, wird diese nur ausgebremst und kann ihre Kraft nicht voll entfalten. Die PC-Infrastruktur sollten zur Leistung der Grafikkarte passen. 1 GB schneller Arbeitsspeicher, eine flotte Festplatte mit 7200 UPM und eine Quadcore-CPU sollten es zumindest sein. Auch das Netzteil Ihres PCs muss entsprechend Stark sein und idealerweise passende Stecker mitbringen. Für High-End-Grafikkarten sind Modelle um die 500 Watt ausreichend. Für Doppelkern-Karten benötigen Sie - je nach Modell - bis zu 700 Watt starke Netzteile.

PC-WELT Marktplatz

102380