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Hands-On: Warframe Empyrean - Warframe goes Star Citizen

15.01.2020 | 08:02 Uhr |

Wir spielen die wohl epischste Expansion, die je ein Spiel gesehen hat: Warframe Empyrean baut Star Citizen in die Welt der Robo-Mech-Ninjas ein und zwar auf ziemlich brillante Art mit tiefgehenden Features, vielen Ideen und Ihrem eigenen Raumschiff. Warframe Empyrean im Hands-On-Test.

Alles brennt, ein dumpfes Grollen geht durch unser Raumschiff, und es hat bereits zwei Teamkollegen erwischt – sie wurden in die Weiten des Alls geschleudert, wie der Master Chief im letzten Trailer zu Halo: Infinite. Das ist Warframe: Empyrean. Kein Update, sondern eine direkt ins Hauptspiel integriert Expansion, die Warframe in Richtung Star Citizen ausbaut. Mit mächtigen Raumschiffen, die vier, fünf, sechs Etagen bieten. Auf denen wir wohnen und speisen, aber vor allem als Gruppe von Ninja-Ingenieuren Waffensysteme testen, Hightech-Bordcomputer upgraden, unsere Hülle verstärken, Schilde installieren und langsam, aber sicher eine mobile Waffenfestung im All bauen. Jeder Spieler bekommt seinen eigenen Railjack – um ihn zu aktivieren, durchschreiten wir eine royal anmutende Hightech-Halle, vorbei an gläsernen Fassaden und Ventilatoren im Boden. Am Ende dieses Palast-artigen Hangars ist ein riesiges Fenster in den Weltraum und eine Touchpad-Konsole: Dort aktivieren wir unseren Railjack: ein großes, wuchtiges, aber elegant geformtes Raumschiff mit einer großen Zahl von Steuerungstriebwerken. 

Vom Style her ist das schon sehr Warframe, Fans müssen also nicht befürchten, dass wir zu sehr in Star-Wars-Gefilde abdriften. Generell sind die Schiffe hier auch sehr viel größer als etwa Han Solos Millenium Falcon. Unser Railjack hat satte vier Stockwerke, ist also eher vergleichbar mit der RSI Constellation aus Star Citizen. Überhaupt könnte dieses Spiel die Traumkombination aus Warframe und Star Citizen werden – dem teuersten Spiel aller Zeiten. Bislang hat es 250 Millionen verschlungen, sein Schöpfer Roberts rechnet aber eher mit einem Gesamtbudget von bis zu 700 Millionen US-Dollar. Und auch das eint die Entwickler dieser beiden Werke: Warframe hat seinen Entwickler und Publisher Digital Extremes reich gemacht, ähnlich wie Cloud Imperium Games können sie klotzen, statt kleckern, was sich vor allem an der wunderschönen, extrem hochaufgelösten Grafik mit ihren vielen liebevollen Elementen zeigt.

Wenn wir durch die Gänge schlawenzeln, dann fühlt sich das mehr nach Alien-Design als Star Wars an. Alles befindet sich im Fluss, es gibt keine Kanten, leuchtende Farbtöne und gelb schimmernde LEDs heißen uns willkommen. Und genau wie Star Citizen ist auch Empyrean eher auf Koop mit Freunden und weniger für einsame Wölfe ausgelegt: Wir müssen Frachter eskortieren, Weltraumstationen finden, Routen planen, Brände bekämpfen, den Maschinenraum warten und Gefechtstürme besetzen. So lassen sich APOC Autocannon, Viga Pulsar und Tycho Seeker Missiles etwa als Argumentationsverstärker gegen Piraten und anderes Gesocks nutzen. Hinzu gesellen sich taktische Module, etwa ein Blackout-Pulse, ein elektromagnetischer Impuls, der die Waffen des Feindes lahmlegt. 

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Der Jungfernflug und ein Angriff auf die Grineer-Floote

Zunächst muss das Schiff im Trockendock ausgerüstet werden, anschließend geht’s zum ersten Jungfernflug ins All. Im Optimalfall direkt mit Koop-Crew, denn es gibt viel zu tun.
Vergrößern Zunächst muss das Schiff im Trockendock ausgerüstet werden, anschließend geht’s zum ersten Jungfernflug ins All. Im Optimalfall direkt mit Koop-Crew, denn es gibt viel zu tun.
© Digital Extremes

Die frühen Flugphasen an Bord des Railjack dienen als Tutorial: Wir sehen, wie eine Crew durch Trümmer manövriert, sich vorsichtig durch Meteoritenfelder schlängelt und gelegentlich schwere Waffen einsetzt, um sich den Weg freizuschießen. Das Team entdeckt ein Schiff, welches im All schwebt, zwei von uns gehen an Bord, um die Computersysteme zu checken, nach Upgrades zu suchen sowie Ressourcen, während der Pilot und sein Gunner an Bord der Railjack bleiben, schließlich kann jederzeit ein feindlich gesinntes Schiff auftauchen. Die nächste Mission zeigt Warframe von seiner besten Seite, denn sie ist inspiriert von Star Wars, genauer gesagt Return of the Jedi respektive Die Rückkehr der Jediritter. Wir müssen eine Grineer-Flotte angreifen und entern.

Zunächst fokussieren wir das Feuer auf die Defensivsysteme der feindlichen Raumschiffe, schalten ihre Waffentürme aus und schießen die Pötte reif zum Sturm: Auf diese Art kombiniert Empyrean die klassische Rollenspiel-Shooter-Erfahrung von Warframe mit den taktischen Weltraumschlachten eines Star Citizen. Und wo zeigt sich jetzt der Einfluss von Die Rückkehr der Jedi-Ritter? Die Grineer-Flotte aktiviert einen mächtigen Schild, wobei die Energie von einem Schild-Generator auf Eidolon zur Verfügung gestellt wird. Hier wird es jetzt spannend: Das Ziel ist es diesen Schildgenerator in einem Bodenangriff zu zerstören, eben genau wie das Han Solo und Chewie mit Hilfe der Ewoks auf Endor tun. Dieser Quest folgt ein ganz anderes Team im Austauch gegen Ressourcen, so soll Empyrean dieses Gefühl der Freundschaft unterschiedlicher Parteien festigen: Während Bodentruppen versuchen, die Basis mit dem Schildgenerator einzunehmen, müssen wir in der Railjack lange genug dem Beschuss Bestand halten, bis der Schild deaktiviert wird.

Wenn sich Bosskämpfe von Shadow of Mordor inspirieren lassen

Das Nemesis-System von Shadow of Mordor war ein Game-Changer. Eine brillante Idee, denn sie ermöglicht hartnäckige Feindtypen, die sich an uns erinnern und aus ihren Fehlern lernen. In Empyrean hört dieser Boss auf den Namen Kuva Lich. Dieser Boss stirbt, kehrt zurück und sinnt auf Rache. Es gibt eine Möglichkeit, ihn dauerhaft auzuschalten, aber die Strategie dafür müssen wir erst finden. Das ist schwierig zu planen, weil Kuva Lich die Angewohnheit hat, zum unpassendsten Moment aufzutauchen – ganz ähnlich wie im Der-Herr-der-Ringe-Spiel mischt er sich gerne in Missionen ein.

Jede Iteration des Kuva-Lichs wird dabei stärker und intelligenter, weil er sich genau merkt, mit welchen Waffensystemen wir bevorzugt kämpfen und so mehr und mehr analysiert, wo unsere Stärken und Schwächen liegen. Das ist durchaus auch im Storytelling verankert: Er ist ein Boss, der gerne viel und ausschweifend redet – in seinen Ansprache verrät er, mit welchen Lieblingswaffen und Taktiken wir ihn vorher erlegt haben. Natürlich möchte er uns verhöhnen und dazu verführen, unerprobte Strategien auszuprobieren. Klar ist aber auch, dass er auf alte Tricks in neuen Schläuchen seltener hereinfallen wird. 

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Wenn es an Bord brennt, fühlt sich Empyrean wie Sea of Thieves an

Das Cockpit erinnert sehr viel stärker an exotische Alien-Designs aus etwa Stargate, denn Star Wars. Generell ist das Interieur der Schiffe sehr aufwendig und liebevoll gestaltet.
Vergrößern Das Cockpit erinnert sehr viel stärker an exotische Alien-Designs aus etwa Stargate, denn Star Wars. Generell ist das Interieur der Schiffe sehr aufwendig und liebevoll gestaltet.
© Digital Extremes

Es gibt vier Rollen in Empyrean: Tactical, Piloting, Gunnery und Engineering. An Bord befinden sich auch nur vier Spieler, aber viel, viel, viel mehr Aufgaben zu verteilen und genau im Managen des Schiffs liegt die größte Herausforderung: Bei Beschuss kann der Rumpf des Schiffes brechen und Brände an Bord ausbrechen. Während sich der Pilot auf das Fliegen und Manövrieren konzentriert, muss der Gunner all die Waffensysteme erfolgreich einsetzen, wohingegen der Ingenieur versucht, die Feuer in den Griff zu kriegen, bis zu fünf können gleichzeitig ausbrechen. Wir müssen Ressourcen finden und in Missionen erarbeiten, um unser Schiff zu reparieren und Waffen neu aufzumunitionieren.

Alle Spieler haben Zugriff auf einen taktischen Screen, über den sie via Ping um Hilfe bitten können, was gerade zu Beginn dringend notwendig sein dürfte, denn die Railjack ist verdammt groß. Und es kann erstaunlich viel schief gehen: Es passiert etwa leicht, dass bei einem Boarding-Manöver versehentlich alle das Schiff verlassen – etwa, weil das Zweier-Team beim Entern zurückgedrängt wird, die Freunde helfen wollen und plötzlich torkelt unser schöner Railjack irgendwo im All. Aber keine Sorge, er lässt sich im Dojo-Weltraumhafen jederzeit von Neuem besteigen und ins All aufsteigen. Der Krieg der Sterne, neu gedacht. 

Warframe Empyrean wist bereits jetzt spielbar, soll aber in drei Phasen mit mehr Schiffstypen, Story-Missionen und Bossen ausgebaut werden.
Vergrößern Warframe Empyrean wist bereits jetzt spielbar, soll aber in drei Phasen mit mehr Schiffstypen, Story-Missionen und Bossen ausgebaut werden.
© Digital Extremes

Fazit

Empyrean zieht Warframe raus aus seinem klassischen Looter-Shooter-Gameplay mit Robot-Ninjas, die sich locker mal 20, 30 Meter in die Lüfte katapultieren können. Und ersetzt es durch etwas Neues, Eleganteres und Herausfordernderes, was sich auf wundervolle Art nach einer Art Star Citizen anfühlt. Das ist insbesondere toll, weil Warframe Free2Play ist – es gibt zwar Kaufinhalte, prinzipiell können Sie aber kostenfrei spielen im Gegensatz zu Star Citizen, welches viele Spieler durch seine absurd hohen Kosten abschreckt – ein großes Raumschiff kann hier schnell mal 750 Euro kosten. 

Auch ist Warframe Empyrean ziemlich anspruchsvoll, fühlt sich mitunter an wie ein FTL in glanzvoller 3D-Grafik. Und hat viel Situationskomik – es hat durchaus etwas von Mel Brooks Spaceballs, einer Parodie auf Star Wars, wenn der Pilot quer durchs Schiff rennt, um seinen verletzten Kollegen zu verarzten und ihm dann einfällt: „Oh Shit, einen Autopiloten gibt’s ja gar nicht.“

Warframe: Empyrean ist bereits live und kostenlos spielbar. Einfach downloaden auf www.warframe.com .

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