1081706

HP Touchpad im Test

10.08.2011 | 12:00 Uhr |

Tempo ist nicht die Stärke des HP Touchpad

Das intuitive Bedienungskonzept von WebOS leidet unter der mäßigen Geschwindigkeit des HP Touchpad – der eingebaute Dual-Core-Prozessor von Qualcomm mit 1,2 GHz macht sich beim Arbeiten mit dem Tablet kaum bemerkbar: Die meisten Apps brauchen zum Start fünf bis acht Sekunden. Überhaupt dauert es immer ein wenig, bis eine Aktion auf dem Touchpad eine Reaktion hervorruft: Blättert man durch die Monatsansicht des Kalenders, erscheinen Termine verzögert, meldet man ein per USB angeschlossenes Touchpad korrekt vom PC ab, reagiert das Tablet zunächst mit einer Fehlermeldung – erst Sekunden später erscheint der Bildschirminhalt.
 
Auch der Browser arbeitet nur mäßig schnell und lag in den meisten Tests deutlich hinter aktuellen Versionen des iPad- oder Android-Browsers. Immerhin bietet das HP Touchpad volle Unterstützung für Flash, wenngleich hochaufgelöste Internet-Videos, zum Beispiel aus der ZDF-Mediathek, sichtbar ruckeln.

Geschwindigkeit

HP Touchpad

Browser: Geschwindigkeit (Browsermark)/ Ladezeit für Webseiten / Formate / stellt Flash-Elemente dar

30.358 Punkte / 11,4 Sekunden / 71.4 Prozent / vollständig

Startzeit: aus ausgeschaltetem Zustand / aus Bereitschafts-Modus

72 / 1 Sekunden

Video-Wiedergabe in Standard- / HD-Auflösung

flüssig / flüssig

WLAN-Geschwindigkeit

20,4 MBit/s

Dateien auf Gerät übertragen (700 MB)

160 Sekunden

Arbeiten mit dem Touchpad: Ordentliche Touch-Bedienung, gute Onscreen-Tastatur

Etwas besser gefiel die Touch-Bedienung des Touchpad: Beim Blättern in den Menüs oder einem Fotoalbum ruckelte es nur leicht. Auch im Browser setzt das Tablet die Fingereingaben sofort um, das Ergebnis stellt aber nicht immer zufrieden: Die Darstellung von Webseiten zittert beispielsweise sichtbar beim Verschieben per Finger, Zoom-Gesten verarbeitet das Touchpad sofort, die vergrößerte Webseite wird aber erst verzögert mit scharfen Buchstaben dargestellt.
 
Sehr viel besser kommt im Test die Tastatur des HP Touchpad weg: Sie besitzt eine Ziffernzeile, für Zahleneingaben muss man also nicht umschalten. Außerdem erleichtert sie das Tippen mit Wortvorschlägen und automatischer Korrektur von Tippfehlern. Da Tasteneingaben sofort auf dem Bildschirm erscheinen, ist auch schnelles Schreiben problemlos möglich.

Bedienung

HP Touchpad

Bildschirm / Bildschirm-Tastatur / Bedienung über Mehrfinger-Gesten / Bildschirm-Technik

ordentlich / angenehm / ja / kapazitiv

Spracheingabe / Flugzeugmodus

nein / ja

E-Mail-Zugang: POP3 / Imap / Exchange

ja / ja / ja

Zugriff auf Gerät per PC / Datensicherung auf PC möglich

ja / teilweise

Display und Akkulaufzeit beim HP Touchpad: Gut, aber nicht Spitze

Der spiegelnde Bildschirm des HP Touchpad ist recht hell und kontraststark– zur Bildqualität eines iPad 2 oder Motorola Xoom fehlt aber ein Stück. Draußen kann man das HP Touchpad im Schatten gut ablesen, bei direkter Sonneneinstrahlung wird es anstrengend für die Augen.

Bildschirm

HP Touchpad

Diagonale / Auflösung / 16:9-Format

9,7 Zoll (24,6 Zentimeter) / 1024 x 768 Bildpunkte / nein

Helligkeit / Kontrast / Entspiegelung

301 cd/m² / 1083:1 / gering

 
Im Mittelfeld landet das HP Touchpad beim Test der Akkulaufzeit: 8,5 Stunden beim WLAN-Surfen, knapp über 5,5 Stunden bei der Videowiedergabe sind ordentlich, reichen aber lange nicht für die Spitze der Ausdauer-Charts: Dort residieren weiterhin unangefochten die iPad-Modelle und das Motorola Xoom.

 
Durchwachsen schnitt das HP Touchpad auch als Multimedia-Tablet ab: Es spielt nur wenige Videoformate ab, zum Beispiel keine AVI- oder MKV-Dateien, aber immerhin alle unserer MP4-Testdateien – auch Full-HD-Videos in H.264 High Profile, woran die meisten Android-Tablets scheitern. Bei Musik muss man auf Flac- und Ogg-kodierte Songs verzichten.

PC-WELT Marktplatz

1081706