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HP Touchpad im Test

10.08.2011 | 12:00 Uhr |

In die Suchleiste ganz oben dürfen Sie beliebige Anfragen eintippen - das Touchpad spuckt aus, was es dazu findet.
Vergrößern In die Suchleiste ganz oben dürfen Sie beliebige Anfragen eintippen - das Touchpad spuckt aus, was es dazu findet.

Einfach lostippen – das HP Touchpad liefert Ergebnisse vom Tablet und aus der Cloud

Ebenso bestechend simpel ist die Funktion „Just Type“ beziehungsweise „Einfach lostippen“. In die Suchleiste auf dem Startbildschirm geben Sie einen Begriff ein, zum Beispiel einen Namen: Dann listet das Touchpad alle Apps auf, in denen es Einträge zu diesem Begriff gibt. Wenn Sie nach einem Namen suchen, erscheinen zum Beispiel die Kontakte-App, die Mail-App mit der Mailadresse der Person und das Facebook-Profil in der Facebook-App. Außerdem können Sie beispielsweise eine Google-Suche nach dieser Person starten, einen Chat mit ihr beginnen oder einen Termin mit ihr eintragen. Über das Lostippen-Feld können Sie aber auch Ihren Facebook-Status aktualisieren.

Eine weitere Funktion für bessere Übersicht auf dem Touchpad ist HP Synergy: Passende Apps zeigen lokale und Inhalte aus der Cloud zusammen an. Zum Beispiel verwaltet die Mail-App unterschiedliche Mail-Konten, die Kalender-App zeigt Einträge aus mehreren Kalendern. So können Sie Ihre privaten Termine im Google-Kalender pflegen, die beruflichen im Touchpad-Kalender und beide getrennt oder gemeinsam in der Kalender-App anzeigen. Die Foto-App vereint auf dem Touchpad gespeicherte Bilder und Fotos aus Online-Alben, die Büro-App Quick Office bringt lokale Office-Dateien und Dokumente aus Google Text & Tabellen zusammen. Allerdings kann man sie dort nur ansehen, nicht bearbeiten. Im Test funktionierte das Bearbeiten von Dokumenten auch dann nicht, wenn man sie direkt in Googles Cloud-Dienst öffnete: Wir konnten weder durch Dokumente scrollen noch die Tastatur zuverlässig einblenden.

Touchstone: Induktive Ladestation für das HP Touchpad
Vergrößern Touchstone: Induktive Ladestation für das HP Touchpad
© HP

Touchstone und Touch-to-Share: Witzige Extras fürs HP Touchpad

WebOS und das HP Touchpad haben weitere pfiffige Funktionen auf Lager, deren Nutzen im Praxiseinsatz aber begrenzt bleibt. Im Präsentationsmodus beispielsweise zeigt das Touchpad im Vollbild die Uhrzeit oder bevorstehende Termin an. Besonders nett anzuschauen ist in diesem Modus die Facebook-App: Nach einigen Sekunden baut das HP Touchpad aus allen Freundefotos eine Bilderwand auf und blendet darüber aktuelle Status-Updates ein. Besonders sinnvoll ist der Präsentationsmodus, wenn das HP Touchpad im Touchstone sitzt: Das ist eine Ladestation (Preis: 80 Euro) mit Ständer, die das Touchpad per Induktion auflädt.
Außerdem kann das HP Touchpad per Touch-to-Share Informationen mit einem kompatiblen Smartphone austauschen – dafür müssen sich die beiden Geräte nur berühren. Derzeit funktioniert Touch-to-Share aber lediglich mit dem HP Palm Pre 3, das erst Ende August erhältlich sein wird. Das HP Veer, das es bereits zu kaufen gibt, kann Touch-to-Share noch nicht.
 

Im App Catalog von HP finden Sie Apps fürs HP Touchpad - viele sind es noch nicht.
Vergrößern Im App Catalog von HP finden Sie Apps fürs HP Touchpad - viele sind es noch nicht.

Noch gibt es nur wenige Apps fürs Touchpad

Ein großes Problem des HP Touchpad sind fehlende oder zu wenige Apps: Für Just Type und Synergy müssen die Apps angepasst sein – und das sind derzeit nur die Apps, die HP auf dem Touchpad vorinstalliert. Die Suche im App Catalog von Web OS nach weiteren Apps für Synergy bringt keine Ergebnisse. Auch die App für das Netzwerk LinkedIn, die laut HP mit Synergy funktionieren soll, ließ sich im Test nicht einbinden.
 
Das App-Angebot bei WebOS ist im Vergleich zu iOS und Android extrem dürftig – HP spricht von rund 7500 Apps, von denen etwa 400 fürs das Touchpad angepasst sind. Fürs iPad gibt es derzeit über 100.000. Die Touchpad-Apps sind im Web OS App Catalog mit dem Vermerk „Für Touchpad“ gekennzeichnet. Die nicht angepassten Apps erscheinen nur in einem kleinen Fenster mit Smartphone-Auflösung (320 x 480 Pixel): Sie lassen sich nicht vergrößern und rotieren nicht ins Querformat. Auch auf die Fingerbedienung reagieren sie zäh, sodass sie auf dem großen Tablet-Bildschirm nicht sinnvoll nutzbar sind.
Der Web OS App Catalog bietet immerhin eine Grundversorgung an Apps – Angry Birds ist mit dabei oder ein E-Book-Reader sowie Apps für Twitter. Eine Dropbox-App für WebOS ist im Gegensatz zu iOS und Android kostenpflichtig. Die von HP versprochene Kindle-App für den E-Book-Dienst von Amazon ist in Deutschland noch nicht verfügbar. Insgesamt liegt laut HP das Verhältnis zwischen Gratis- und Bezahl-Apps bei Web OS derzeit bei 1:1.
 
Für den Zugang zum App Catalog benötigen Sie übrigens ein WebOS-Konto, das Sie beim ersten Start des Touchpad anlegen können. Darüber lassen sich auch Inhalte wie Apps und persönliche Daten sichern und auf das Touchpad zurückspielen.

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