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Günstige Körperfettwaage im Test: Omron BF511 mit top Datenschutz

19.07.2020 | 08:44 Uhr | Hans-Christian Dirscherl

Die Omron Körperanalysewaage BF511 misst relativ genau und bietet maximalen Datenschutz. Das hat Vorteile, aber auch Nachteile. Sie ist zudem preislich attraktiv. Ein ausführlicher Test.

Erster Eindruck: Altmodische Optik, gut ablesbares Display

Die Omron Body Composition BF 511 macht einen rustikal-robusten Eindruck ohne Schnickschnack. Der Griff mit den Handsensoren und dem Display ist über ein Kabel mit dem Bodenteil verbunden. Das Display ist etwas klein, aber gut ablesbar.

Bedienung und Einsatzzweck

Sie bedienen die Omron Ganzkörperanalysewaage BF511 ausschließlich über die am Handteil angebrachten Druckknöpfe. Eine App gibt es nicht, auch kein Bluetooth oder WLAN. Alle Messwerte werden ausschließlich in der Waage gespeichert und Sie lesen die Daten nur auf dem Display der Waage ab. Messungen sind bis zu einem Körpergewicht von bis 150 kg und ab einem Alter von sechs Jahren möglich.

Das Handteil liefert alle Daten.
Vergrößern Das Handteil liefert alle Daten.
© Omron

Die Omron BF511 verwendet die Bioelektrische Impedanzanalyse BIA und ermittelt beziehungsweise berechnet folgende Werte: Körpergewicht, BMI, Körperfettanteil, Skelettmuskelanteil, Ruhemetabolismus/Kaloriengrundumsatz und viszeralen Fettanteil (also das um die Organe gespeicherte Fett). Eine Pulsmessung ist nicht möglich; dafür müssen Sie zur Withings Body Cardio greifen. Mehr zur BIA lesen Sie in diesem Artikel: Körperfettwaagen & Körperanalysewaagen: Marktüberblick und Kaufberatung 2020 .

Vor der ersten Messung geben Sie Ihre Basisdaten wie Alter, Geschlecht und Körpergröße ein. Diese Werte speichert die Waage dauerhaft. Das ist für vier Personen möglich, außerdem steht ein Gastmodus zur Verfügung.

Besonderheit: Absoluter Datenschutz

Die Waage besitzt keine Schnittstellen zu Smartphones, Clouddiensten oder PCs. Somit bleiben Ihre Gesundheitsdaten definitiv auf der Waage.

Die Omron BF511 besitzt zudem Handsensoren. Grundsätzlich sollen Waagen mit Handsensoren bei der Ermittlung des Körperfettanteils exaktere Ergebnisse als Waagen ohne Handteile liefern. Allerdings beweist die Withings Body Cardio , dass ein guter Algorithmus diesen Mangel ausgleichen kann. 

Messung: Konzentration erforderlich, keine Langzeit-Speicherung der Werte

Die Messung selbst erfordert eine gewisse Konzentration, denn die Waage setzt einen genau einzuhaltenden Ablauf samt richtiger Körper-/Armhaltung voraus. Wenn man den Ablauf aber einmal verinnerlicht hat, laufen die Messungen problemlos und zuverlässig ab.

Menschen mit körperlichen Beeinträchtigungen könnten damit aber Probleme haben und sollten eher zu einer einfacher bedienbaren Waage wie der Withings Body Cardio oder zur Beurer BF 105 (ebenfalls mit Handsensoren) greifen.

Sie müssen das Handteil streng nach den Hersteller-Vorgaben aus dem Bodenteil herausnehmen und dann auch korrekt halten, damit die Messung gelingt.
Vergrößern Sie müssen das Handteil streng nach den Hersteller-Vorgaben aus dem Bodenteil herausnehmen und dann auch korrekt halten, damit die Messung gelingt.
© Omron

Aufgrund der fehlenden App lassen sich mit der Omron-Waage keine langfristigen Trends darstellen – außer Sie notieren sich alle Messergebnisse. Die älteren Messwerte gehen also verloren, Sie können lediglich die Werte der aktuellen Messung mit denen der unmittelbar vorangegangenen Messung vergleichen. Das ist nachteilig, wenn Sie Ihren Trainingserfolg langfristig überwachen wollen.

Genauigkeit der Messung

Was die Genauigkeit der Messung angeht, so schlägt sich die Omron BF511 solide. Sie liefert ähnlich genaue Messergebnisse wie die Withings Body Cardio. Ein Beispiel für eine Messung: Die Omron BF511 liefert uns 18,6 Prozent Körperfettanteil bei 68,7 kg Körpergewicht. Die Withings zeigt uns 18,6 Prozent bei 68,6 kg an. Und die Beurer BF 105 20,1 Prozent bei 68,7 kg Gewicht.

Die Omron BF511 zeigt rund 20 Prozent zu viel Körperfettanteil für uns an, wenn man ihre Ergebnisse mit der Messung unseres Körperfettanteils durch das Institut für Prävention und Sportmedizin vergleicht. Das ist normal, Körperfettwaagen liefern immer etwas höhere Werte.

Tipp: Es macht wenig Sinn, wenn Sie täglich auf die Waage steigen. Nehmen Sie Messungen besser in größeren Abständen vor, dann erkennen Sie Trends zuverlässiger und lassen sich durch tagesaktuelle Schwankungen nicht frustrieren.

Wichtig: Um die Entwicklung Ihres Körperfettanteils zuverlässig erkennen zu können, müssen Sie immer auf der gleichen Waage und idealerweise zum gleichen Zeitpunkt messen und die Füße und Hände sollten immer gleich feucht oder trocken sein. Idealerweise messen Sie immer morgens nach dem Gang auf die Toilette.

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