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GeForce RTX 3070 FE im Test: Hohe Leistung für nur 500 Euro

28.10.2020 | 10:08 Uhr | Sebastian Schenzinger

Die Nvidia GeForce RTX 3070 Founders Edition liefert im Test genau das, was Nvidia verspricht: die Leistung einer RTX 2080 Ti zum halben Preis. Damit liefert die GPU mehr als genug Performance fürs WQHD-Gaming mit höchsten Einstellungen und aktiviertem Raytracing. Obendrauf arbeitet die Grafikkarte energieeffizient und sehr leise - und bleibt angenehm kühl.

Nvidia bringt am 29. Oktober 2020 um 14 Uhr mit der GeForce RTX 3070 die dritte GPU auf Basis der Ampere-Architektur auf den Markt - zwei Wochen später als ursprünglich geplant. Die Grafikkarte soll die Leistung des Turing-Topmodells RTX 2080 Ti erreichen und dabei nur die Hälfte kosten. Im Test zeigt sich, dass die Nvidia GeForce RTX 3070 Founders Edition der RTX 2080 Ti durchaus das Wasser reichen kann. Dabei bleibt die Grafikkarte selbst bei Vollauslastung angenehm leise und erhitzt sich auch nicht zu stark. Der ausgerufene Preis von 499 Euro ist dabei eine echte Kampfansage. Es bleibt zu hoffen, dass Nvidia aus dem Release der RTX 3080 und der RTX 3090 gelernt hat, die in nur wenigen Minuten ausverkauft waren. Wenn die zwei Wochen Verzögerung des Release der RTX 3070 dazu dienten, um ausreichend Ware bereit zu stellen, dann hat sich die Wartezeit durchaus gelohnt.

Wir haben die RTX 3070 im Test und klären die Frage: Ist sie tatsächlich so schnell wie die 2080 Ti - und das zum halben Preis? Basti hat das gute Stück genau unter die Lupe genommen!

► Zum ausführlichen Test: www.pcwelt.de/2543580


Neue Architektur trifft auf alte Speicherausstattung

Die RTX 3070 setzt wie auch ihre größeren Brüder auf die Ampere-Architektur, allerdings auf den kleineren GA104-Grafikchip, der auf eine Fläche von 392,5 mm 2 kommt. Der GA102 der RTX 3080 und der RTX 3090 fällt mit 628,4 mm 2 deutlich größer aus - ist aber immer noch kleiner als der Chip der RTX 2080 Ti mit 754 mm 2 . Trotzdem hat die Anzahl an Transistoren nur von 18,6 Milliarden auf 17,4 Milliarden abgenommen. Damit reduziert sich die Anzahl der Transistoren nur um knapp sieben Prozent bei einem 92 Prozent kleineren Chip. Das ist vor allem auf den verkleinerten 8N-Fertigungsprozess von Samsung zurückzuführen. Auf dem GA104 sind sechs Graphic Processing Cluster (GPC) mit 46 Streaming Multiprozessoren (SM) verbaut. Daraus resultieren 5888 Cuda-Kerne, 184 Tensor-Cores der dritten Generation und 46 Raytracing-Cores der zweiten Generation. Wenn Sie mehr Informationen zu den architektonischen Änderungen wollen, können wir Ihnen diesen Abschnitt aus dem Testbericht der RTX 3080 empfehlen. 

Nvidia hat den Aufbau eines Streaming Multiprozessor von Turing hin zu Ampere grundlegend verändert und optimiert.
Vergrößern Nvidia hat den Aufbau eines Streaming Multiprozessor von Turing hin zu Ampere grundlegend verändert und optimiert.
© Nvidia

Der Basistakt der RTX 3070 beläuft sich auf 1500 MHz, der Boost-Takt liegt bei 1725 MHz. Beim Videospeicher hat sich im Vergleich zur RTX 2070 und der RTX 2070 SUPER absolut nichts geändert. Nvidia setzt also nicht auf den in Zusammenarbeit mit Micron entwickelten GDDR6X-Speicher, sondern nach wie vor auf 8 GB GDDR6 VRAM mit einem Durchsatz von 14 Gbps. Bei einer Speicher-Interface-Breite von 256-bit resultieren daraus 448 GB/s. Die RTX 3070 verfügt zur Stromversorgung über einen 12-Pin-Anschluss - ein entsprechender 1x 8-Pin auf 1x 12-Pin Adapter liegt bei. Die Total Graphics Power (TGP) der RTX 3070 gibt Nvidia mit 220 Watt an. In der folgenden Tabelle haben wir Ihnen alle technischen Daten der RTX 3070 im Vergleich zu den restlichen Ampere-Grafikkarten und den Turing-Vorgängern aufgelistet.

Grafikkarte

GeForce RTX 3090

GeForce RTX 3080

GeForce RTX 3070

GeForce RTX 2080 Ti

GeForce RTX 2080 SUPER

GeForce RTX 2080

GeForce RTX 2070 SUPER

GeForce RTX 2070

Codename

GA102

GA102

GA104

TU102

TU104

TU104

TU104

TU106

Architektur

Ampere

Ampere

Ampere

Turing

Turing

Turing

Turing

Turing

GPCs

7

6

6

6

6

6

5 oder 6

3

TPCs

41

34

23

34

24

23

20

18

SMs

82

68

46

68

48

46

40

36

CUDA Cores

10496

8704

5888

4352

3072

2944

2560

2304

Tensor Cores

328 (3rd Gen)

272 (3rd Gen)

184 (3rd Gen)

544 (2nd Gen)

384 (2nd Gen)

368 (2nd Gen)

320 (2nd Gen)

288 (2nd Gen)

RT Cores

82 (2nd Gen)

68 (2nd Gen)

46 (2nd Gen)

68 (1st Gen)

48 (1st Gen)

46 (1st Gen)

40 (1st Gen)

36 (1st Gen)

GPU-Basistakt

1410

1440

1500

1350

1650

1515

1605

1410

GPU Boost-Clock (MHz)

1695

1710

1725

1635

1815

1800

1770

1710

Videospeicher

24 GB GDDR6X

10 GB GDDR6X

8 GB GDDR6

11 GB GDDR6

8 GB GDDR6

8 GB GDDR6

8 GB GDDR6

8 GB GDDR6

Speicher-Interface

384-bit

320-bit

256-bit

352-bit

256-bit

256-bit

256-bit

256-bit

Speichertakt

19.5 Gbps

19 Gbps

14 Gbps

14 Gbps

15,5 Gbps

14 Gbps

14 Gbps

14 Gbps

Speicherbandbreite

936 GB/s

760 GB/s

448 GB/s

616 GB/s

496 GB/s

448 GB/s

448 GB/s

448 GB/s

ROPs

112

96

96

88

64

64

64

64

PCIe-Anschlüsse

1x 12-Pin

1x 12-Pin

1x 8-Pin

2x 8-Pin

1x 8-Pin, 1x 6-Pin

1x 8-Pin, 1x 6-Pin

1x 8-Pin, 1x 6-Pin

1x 8-Pin

TGP

350 W

320 W

220 W

260 W

250 W

225 W

225 W

175 W

Transistor-Anzahl

28,3 Mrd

28,3 Mrd

17,4 Mrd

18,6 Mrd

13,6 Mrd.

13,6 Mrd

13,6 Mrd

10,8 Mrd

Die-Größe

628,4 mm2

628,4 mm2

392,5 mm2

754 mm2

545 mm2

545 mm2

545mm2

445 mm2

Fertigungsprozess

8nm Samsung

8nm Samsung

8nm Samsung

12nm FFN

12nm FFN

12nm FFN

12nm FFN

12nm FFN

Preis zu Release

1.499 €

699 €

499 €

1.259 €

739 €

849 €

639 €

639 €


Synthetische Benchmarks: 3D Mark und Superposition

Für eine erste grobe Leistungseinordnung der RTX 3070 führen wir unterschiedliche synthetische Benchmarks durch. Den Anfang macht der 3D Mark Test Time Spy Extreme mit der Programmierschnittstelle DirectX 12. Beim Graphics Score liegt die RTX 3070 mit der RTX 2080 Ti gleich auf, ein Unterschied von 34 Punkten fällt in den Bereich der Messtoleranzen. Der Vorsprung auf die RTX 2070 beträgt 60 Prozent. Im DirectX-11-Test 3D Mark Fire Strike Ultra zeigt sich ein ähnliches Bild. Die RTX 3070 und die RTX 2080 Ti liegen wieder gleich auf, wohingegen der Abstand auf die RTX 2070 auf 51 Prozent schrumpft. In Unigine Superposition mit Open GL liegt die RTX 3070 dann erstmals hinter der RTX 2080 Ti, wenn auch nur sehr knapp. Der Vorsprung auf die RTX 2070 bleibt mit 50 Prozent quasi identisch. Der Test Port Royale von 3D Mark dient zur Ermittlung der Raytracing-Leistung. Hier liegt die RTX 2080 Ti dann gute zehn Prozent vorne, am Vergleich zwischen der RTX 3070 und der RTX 2070 ändert sich nicht, es bleibt bei 50 Prozent Abstand. 

3D Mark Time Spy Extreme Score

3D Mark Time Spy Extreme Graphics Score

3D Mark Fire Strike Ultra Score

3D Mark Fire Strike Ultra Graphics Score

Unigine Superposition 4K Open GL

3D Mark Port Royale

GeForce RTX 2070

4429

4240

5650

5463

6631

5463

GeForce RTX 2070 SUPER

4845

4745

6132

5928

7395

6070

GeForce RTX 2080

5032

4991

6712

6543

7782

6725

GeForce RTX 2080 SUPER

5362

5341

6905

6692

8416

7104

GeForce RTX 2080 Ti

6538

6762

8437

8258

10317

9088

GeForce RTX 3070

6506

6796

8697

8621

9959

8195

GeForce RTX 3080

8220

9092

11116

11066

12841

11598

GeForce RTX 3090

8968

10213

12571

12611

14542

13061

Radeon RX 5700 XT

4332

4176

6609

6652

5590

n.a.


1440p-Gamer als Zielgruppe von Nvidia

Nvidia richtet die GeForce RTX 3070 in erster Linie an alle, die in WQHD bei höchsten Details spielen wollen. Die Leistung soll dabei auf dem Niveau der RTX 2080 Ti liegen und um 60 Prozent über der RTX 2070. In unserem Test konnten wir die erste Aussage durchaus bestätigen. Bei unseren Spieltests bei 2560 x 1440 Pixeln und den höchsten Spieleinstellungen liegen die RTX 3070 und die RTX 2080 Ti jeweils acht Mal vorne, zwei Mal gibt es ein Unentschieden. Es stechen jedoch drei Spiele heraus, in denen die RTX 3070 etwas hinter den Erwartungen zurück bleibt. Das sind Death Stranding, Metro Exodus und Shadow of the Tomb Raider. Interessant hierbei ist, dass der Unterschied nur bei der Verwendung von DLSS und/oder Raytracing auftritt. Wenn wir diese Funktionen aktivieren, kann sich die RTX 2080 Ti um etwa zehn Prozent absetzen. Bei Deaktivierung liegen die RTX 3070 und die RTX 2080 wieder nahezu gleich auf.

Metro Exodus (ohne DLSS/Raytracing)

Metro Exodus (mit DLSS/Raytracing)

Shadow of the Tomb Raider (ohne DLSS/Raytracing)

Shadow of the Tomb Raider (mit DLSS/Raytracing)

Death Stranding (ohne DLSS)

Death Stranding (mit DLSS)

RTX 3070

78 FPS

65 FPS

115 FPS

121 FPS

127 FPS

150 FPS

RTX 2080 Ti

80 FPS

72 FPS

119 FPS

130 FPS

12 FPS

162 FPS

Für dieses Phänomen konnten wir bisher noch keine eindeutige Erklärung finden. Eine Möglichkeit wäre, dass hier schlichtweg der Videospeicher der RTX 3070 limitiert. Die Aktivierung von DLSS und Raytracing erhöht nämlich den Speicherbedarf der Anwendung. Leider gibt es keinen einfachen Weg, den tatsächlichen Speicherbedarf eines Spiels zu ermitteln. Zwar können Anwendungen wie MSI Afterburner einen Wert auslesen, bei dem es sich jedoch nur um die Speicherallokation handelt. Die Zahl gibt also an, wie viel VRAM sich das Programm reserviert hat, der tatsächlich gebrauchte Anteil kann dabei deutlich niedriger ausfallen. Allerdings tritt dieses Phänomen auch in Full-HD auf, was dieser These wieder etwas widerspricht.

Im Schnitt trennen die RTX 2080 Ti und die RTX 3070 aber nur etwas mehr als ein Prozent. Der marginale Vorsprung der RTX 2080 Ti ist vor allem auf die drei oben genannten Spiele zurückzuführen. Der Vorsprung auf die RTX 2070 liegt im Schnitt bei 40 Prozent und damit weit von den 60 Prozent entfernt, welche Nvidia angibt. Im Vergleich zu AMDs Radeon RX 5700 XT kann die RTX 3070 in den Spielen ohne Raytracing und DLSS knapp 34 Prozent höhere FPS-Werte erzielen. Der Rückstand auf die größere RTX 3080 liegt in QHD im Schnitt bei 22 Prozent. Wenn Sie sich für die ausführlichen Messergebnisse interessieren beziehungsweise wissen wollen, wie die RTX 3070 in einem konkreten Spiel abschneidet, dann können sie alle Werte am Ende des Artikels finden.


In UHD bereits am Performance-Limit

Bei der Auswertung der Messergebnisse in UHD lässt sich schnell erkennen, warum Nvidia die RTX 3070 explizit als WQHD-Gaming-Grafiikkarte bezeichnet. In sieben der 20 Spieltests mit höchsten Einstellungen schafft es die RTX 3070 nicht, flüssige 60 Bilder pro Sekunde zu erreichen. Hier reicht die reine Rechenleistung des GA104-Grafikchips bereits nicht mehr aus. Dazu kommt dann noch die Größe des Videospeichers von nur 8 GB, das kann in UHD-Auflösung schnell zu wenig sein. Nichtsdestotrotz ist ein Leistungsvergleich der RTX 3070 in UHD-Auflösung interessant, da die Performance der RTX 3070 auf dem Leistungslevel einer RTX 2080 Ti liegt und diese ihrerseits von Nvidia als UHD-Grafikkarte bezeichnet wurde.

In den elf getesteten Spielen ohne Raytracing und DLSS kann sich die RTX 3070 in UHD knapp als Sieger im Duell mit der RTX 2080 Ti hervortun. Bei der Aktivierung von Raytracing und/oder DLSS zeigt sich jedoch das gleiche Bild wie in WQHD. In den Spielen Battlefield V, Death Stranding, Minecraft, Metro Exodus und Shadow of the Tomb Raider bricht die Performance etwas ein und bleibt hinter den Erwartungen zurück. Beziehen wir alle Spiele mit Raytracing und DLSS in das Ranking mit ein, dann liegt die RTX 3070 in UHD zwei Prozent hinter der RTX 2080 Ti. Im Vergleich zur RTX 2070 kann die neue Grafikkarte ihren Vorsprung von 40 auf 50 Prozent ausbauen. Allerdings wächst auch der Rückstand auf die RTX 3080 auf gute 30 Prozent an. Auch hier können Sie unsere ausführlichen Messergebnisse am Ende des Artikels finden.


Full-HD - an der Grenze zum CPU-Limit

Beim Test der RTX 3080 und der RTX 3090  zeigte sich, dass die Grafikkarte in Full-HD in vielen Fällen ihre Leistung gar nicht voll entfalten kann, da die CPU limitiert. Bei der RTX 3070 war das nur in zwei Spielen der Fall und zwar Far Cry 5 und Forza Horizon 4. In beiden Spielen liegen die gemessenen Werte nur ganz knapp unter den Messergebnissen der RTX 3080. Im Durchschnitt zeigt sich hier ein ähnliches Bild wie bei 1440p. Die RTX 2080 Ti und die RTX 3070 liefern sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen aus dem Mal die eine und Mal die andere GPU als Sieger hervorgeht. Der Vorsprung auf ihren direkten Vorgänger, die RTX 2070, fällt jedoch mit knapp 33 Prozent etwas kleiner aus. Dafür kommt man auch der größeren RTX 3080 mit einem Abstand von 16 Prozent deutlich näher, was unter anderem auf das CPU-Limit zurückzuführen ist. Auch hier können Sie die Messwerte am Ende des Artikels finden.


Anwendungstests - mit mehr Recheneinheiten vor die RTX 2080 Ti

Bei einer neuen Grafikkarte ist nicht nur interessant, wie gut sie in Spielen performt, sondern auch, wie gut sich damit arbeiten lässt. Den Anfang macht bei unserem Test der Octane Renderer. Da das Programm die RT-Cores der RTX-GPUs ansprechen kann, eignet sich dieser Renderer ideal dazu, um Szenen mit Global Illumination, Schattenwurf oder God-Rays zu simulieren und die Raytracing-Leistung zu testen. Das Programm gibt dabei die Rechenleistung bei den Berechnungen in Msamples/sec an, wobei ein größerer Wert besser ist. Wir haben alle Grafikkarten unsere drei Test-Szenen einmal mit aktivierten RT-Cores und einmal mit deaktivierten RT-Cores durchlaufen lassen und kommen auf ein interessantes Ergebnis:

Octane Renderer [Msamples/sec]

RTX 3090

RTX 3080

RTX 3070

RTX 2080 Ti

RTX 2080 SUPER

ohne RT-Core

22,3

18,9

13,4

14,1

10,4

mit RT-Cores

62,6

51,5

36,7

33,2

25,2

So liegt die RTX 2080 Ti bei nicht Verwendung der RT-Cores noch vor der RTX 3070 und muss sich nach der Aktivierung der RT-Cores dann geschlagen geben. Der Vorsprung auf die RTX 2080 Super ist mit 29 respektive 46 Prozent bereits gewaltig. Doch auch der Rückstand auf die RTX 3080 fällt mit jeweils 40 Prozent ziemlich groß aus.
Für unseren nächsten Test haben wir uns den integrierten Benchmark von Blender ausgesucht. Das bedeutet, dass Sie diesen Test ganz einfach auf ihrem PC nachstellen können. Der Test bietet fünf unterschiedliche Szenen um die Rechenleistung der Grafikkarte zu bestimmen.

Blender [Sekunden]

RTX 3090

RTX 3080

RTX 3070

RTX 2080 Ti

RTX 2080 SUPER

BMW27

9

11

15

19

25

Classroom

40

47

54

82

91

Fishy_Cat

17

21

39

31

40

Koro

38

46

65

61

84

Pavillion_Barcelona

46

54

72

98

119

Gesamt

150

179

245

291

359

In vier der fünf Testszenarien kann die RTX 3070 gegenüber der RTX 2080 Ti den Sieg davon tragen, in einem muss sie sich knapp geschlagen geben. Für den Gesamttest braucht die RTX 3070 ganze 46 Sekunden weniger als die RTX 2080 Ti, das sind gute 15 Prozent. Auch hier fällt der Vorsprung auf die RTX 2080 Super ziemlich groß aus, die GPU ist im Schnitt 32 Prozent langsamer. Im Vergleich zur RTX 3080 muss sich die RTX 3070 mit einem Rückstand von 27 Prozent geschlagen geben.

Günstigen Gaming-PC zusammenstellen: Die besten Hardware-Konfigurationen

Der letzte Kreativtest erfolgt mit Maya von Autodesk, das vor allem für Filme und Computerspiele verwendet wird. Für den Test haben wir zusätzlich das Arnold-Plug-in verwendet. Auch hier kann sich die RTX 3070 gegenüber der RTX 2080 Ti mit einem Vorsprung von neun Prozent durchsetzen. Der Vorsprung auf die RTX 2080 Super beträgt 29 Prozent und der Rückstand auf die RTX 3080 liegt bei 25 Prozent.

RTX 3090

RTX 3080

RTX 3070

RTX 2080 Ti

RTX 2080 SUPER

Maya Arnold [sec]

42,4

49,6

66,0

72,5

91,7


Neue Bestmarke bei der Energieeffizienz

Nvidia gibt für die RTX 3070 eine TGP von 220 Watt an, das sind 35 Watt mehr als bei ihrem direkten Vorgänger, der RTX 2070. Im gleichen Zug sin es aber auch 40 Watt weniger als bei der RTX 2080 Ti. Bei unseren Tests hat sich gezeigt, dass sich die Leistungsaufnahme der RTX 3080 beim Zocken in WQHD im Regelfall zwischen 205 und 210 Watt bewegt. In UHD steigt die Leistungsaufnahme auf Grund der höheren Auslastung noch einmal etwas an und liegt dann im Schnitt zwischen 210 und 215 Watt. Das sind 38 Watt mehr als sich die RTX 2070 im gleichen Testszenario genehmigt und entspricht quasi der TGP-Erhöhung durch Nvidia. 

Grafikkarten-Vergleich 2020: Die besten Gamer-GPUs im Test - mit Rangliste

In Prozent ausgedrückt benötigt die RTX 3070 knapp 30 Prozent mehr Leistung als die RTX 2070, liefert aber auch - je nach Auflösung - 30 bis 50 Prozent an Mehrleistung. Im Vergleich zur RTX 2080 Ti liegt die Rechenleistung wie wir oben gezeigt haben auf dem gleichen Level, die Leistungsaufnahme ist jedoch um 40 Watt gesunken, das entspricht 19 Prozent. Wir haben für die WQHD-Auflösung ein Watt-pro-FPS-Verhältnis für jede Grafikkarte gebildet. Das bedeutet, wir haben für jede Grafikkarte die durchschnittliche Leistungsaufnahme aus alle getesteten Spielen in WQHD berechnet und teilen diesen Wert durch die durchschnittlichen FPS die wir gemessen haben.

Die Nvidia GeForce RTX 3070 führt das Watt-pro-FPS in WQHD an und ist die erste Grafikkarte die ein Ergebnis unter 2 Watt/FPS erzielt.
Vergrößern Die Nvidia GeForce RTX 3070 führt das Watt-pro-FPS in WQHD an und ist die erste Grafikkarte die ein Ergebnis unter 2 Watt/FPS erzielt.

An Hand der Grafik lässt sich erkennen, dass die RTX 3070 in Sachen Energieeffizienz ganz vorne steht. Als erste Grafikkarte überhaupt schafft sie es in unserem Test einen Wert von unter zwei zu erzielen. Das bedeutet, dass die GPU im Schnitt weniger als zwei Watt benötigt, um in WQHD ein Bild pro Sekunde zu berechnen. Auf dem zweiten Platz folgt der Vorgänger der RTX 3070, die RTX 2070, zusammen mit AMDs RX 5700.


Sehr leise bei maximal 75 Grad Celsius

Gerade wer mit seinem PC viel arbeitet, wünscht sich oft einen möglichst lautlosen PC. Wie auch bei der RTX 3080 und der RTX 3090 hat Nvidia den Kühlkörper von Grund auf neu designt. Bei der seitlichen Betrachtung sieht die RTX 3070 der RTX 3080 zum Verwechseln ähnlich mit einem kleiner Unterschied: der GeForce RTX Schriftzug ist nicht beleuchtet. Den großen Unterschied sieht man erst, wenn man die Grafikkarte von unten betrachtet: die Anordnung der Lüfter. Wie bei einem herkömmlichen Kühl-Design sitzen die beiden Lüfter nämlich auf der Unterseite der Grafikkarte. Im Gegensatz zur RTX 3080 ist also kein Lüfter in der Pull-Konfiguration auf der Oberseite verbaut, sondern beide Lüfter pushen die Luft durch den Kühlkörper. Beim hinteren Lüfter handelt es sich aber nach wie vor um einen Flow-Through-Fan. Das bedeutet, dass das Printed Circuit Board (PCB) der RTX 3070 kürzer ausfällt als der Kühlkörper. Dementsprechend sitzen die hinteren Kühllammellen frei und sorgen somit für eine größtmögliche Fläche, über welche die Hitze an die Luft abgegeben werden kann.

Beim Kühlkörper der RTX 3070 setzt Nvidia auf ein herkömmliches Design, wenn auch mit verkürztem PCB und Flow-Through-Kühler.
Vergrößern Beim Kühlkörper der RTX 3070 setzt Nvidia auf ein herkömmliches Design, wenn auch mit verkürztem PCB und Flow-Through-Kühler.
© Nvidia

Wie jede andere Grafikkarte auch haben wir die RTX 3070 zunächst auf dem offenen Benchtable getestet. Hier kann der neu designte Kühlkörper auf ganzer Linie überzeugen. Beim Zocken liegt die maximale Temperatur je nach Spiele zwischen 72 und 74 Grad Celsius. Die Lüfter drehen sich dabei mit bis zu 1830 rpm, wobei die Grafikkarte angenehm leise bleibt. Selbst im Worst-Case-Szenario - FurMark über eine Stunde - heizt sich die RTX 3070 maximal auf 75 Grad Celsius auf und ist mit maximal 1920 rpm immer noch angenehm leise. Um realitätsnahere Ergebnisse zu erhalten, haben wir die RTX 3070 noch in ein be quiet! Pure Base 500DX verbaut. Die 360mm All-in-One-Wasserkühlung des Core i9-9900K haben wir hierür gegen den be quiet! Dark Rock Pro 4 ausgetauscht und die Übertaktung des Prozessors entfernt. 

Auch im geschlossenen Gehäuse bliebt die GeForce RTX 3070 Founders Edition angenehm leise und erreicht maximal 75°C.
Vergrößern Auch im geschlossenen Gehäuse bliebt die GeForce RTX 3070 Founders Edition angenehm leise und erreicht maximal 75°C.

Auch im geschlossenen Gehäuse kann die Kühlleistung voll überzeugen. Um den Worst-Case zu simulieren, haben wir sowohl die Grafikkarte als auch den Prozessor über eine Stunde mit Hilfe von FurMark und Prime95 zu 100 Prozent ausgelastet. Die Temperatur der RTX 3070 pendelte sich bei 75 Grad Celsius ein und die beiden Lüfter drehten maximal mit 2045 Umdrehungen pro Minute. Damit waren die Lüfter zwar leicht hörbar, aber weit davon entfernt störend zu sein. Im Gegensatz zur RTX 3080 und RTX 3090 hat das Kühl-Design der RTX 3070 quasi keinen Einfluss auf die Kühlung des Prozessors. Die Messergebnisse decken sich hier mit den Werten der RTX 2080 Ti. 

Grafikkarte

CPU-Temp

CPU-Clock

CPU-Power

Fan-RPM

GPU-Temp

GPU-Clock

GPU-Power

Fan-RPM

RAM-1-Temp

RAM-2-Temp

VRM-Temp

M.2-SSD-Temp

RTX 2080 Ti

81°C

4699,5 MHZ

141,7 W

1175 RPM

80°C

1452,3 MHz

258,7 W

2255 rpm

46,5°C

47°C

60°C

60°C

RTX 3070

81°C

4699,5 MHZ

140,9 W

1180 RPM

75°C

1619,7 MHz

218,3 W

2045 rpm

46°C

47°C

54°C

58°C

RTX 3080

89°C

4699,5 MHz

141,5 W

1275 RPM

73°C

1532,4 MHz

319,3 W

2745 rpm

43,5°C

45°C

60°C

58°C

RTX 3090

86°C

4699,5 MHz

141,1 W

1240 RPM

68°C

1499,0 MHz

349,1 W

1710 rpm

44°C

44,5°C

56°C

59°C


Übertaktungspotential im Rahmen der Erwartungen

Die gute Kühl-Performance lässt darauf hoffen, dass beim Übertakten noch etwas Luft nach oben ist. Hierbei ist es jedoch zunächst einmal interessant, einen genaueren Blick auf die Stromversorgung der RTX 3070 zu werfen. Die RTX 3070 setzt wie auch die RTX 3080 auf den neuen 12-Pin-Anschluss. Ein entsprechender Adapter liegt bei, aber eben nur von 1x 8-Pin auf 1x 12-Pin. Ein Kabel mit einem 8-Pin-Anschluss sieht in den Spezifikationen vor, maximal 150 Watt zu übertragen. Über den PCIe-Slot selber, in welchem die Grafikkarte steckt, können bei 12 Volt noch einmal 5,5 Ampere übertragen werden, das entspricht 66 Watt. Addieren wir beide Werte, kommen wir auf 216 Watt. Die RTX 3070 liegt also mit ihren 220 Watt schon knapp über den Spezifikationen. Erfahrungsgemäß überträgt ein 8-Pin-Kabel auch deutlich mehr Leistung als es die Spezifikation vorsieht - dadurch erhitzen sich die Kabel aber auch stärker.

CPU-Benchmark 2020: Prozessoren im Vergleich-Test - mit Rangliste

Da wir beim Übertakten die Leistungsaufnahme um neun Prozent auf 240 Watt angehoben haben, haben wir dementsprechend auf einen 2x 8-Pin auf 1x 12-Pin-Adapter gesetzt. Warum Nvidia nur einen 1x 8-Pin auf 1x 12-Pin-Adapter beilegt bleibt fraglich. Der GA104-Grafikchip der RTX 3070 verhält sich quasi identisch wie der GA102 in der RTX 3080 und der RTX 3090. Beim Chiptakt lassen sich so zusätzliche 115 MHz herausholen. Beim verbauten GDDR6-Speicher wiederum konnten wir einen sehr hohen Taktzuwachs erreichen. Standardmäßig taktet der VRAM mit 1750 MHz, durch OC konnten wir den Takt um satte 325 MHz erhöhen, das sind über 18 Prozent. 

RTX 3070

Battlefield V avg

CoD Modern Warfare avg

Control avg

Death Stranding avg

Deliver us the Moon avg

Metro Exodus avg

Minecraft avg

Shadow of the Tomb Raider avg

Wolfenstein Younblood avg

Non-OC FPS  

73,2

63,4

48,4

98,9

70,1

44,9

66,4

76,7

91,1

Non-OC Watt

206,4

209,6

217

211,3

215,1

218,4

197,6

206,9

210

Non-OC Takt [MHz]

1920,8

1932,3

1902,7

1951,8

1901,8

1902,2

1927,2

1927,7

1897,6

OC FPS

79,9

67,1

52

107,1

73,7

48,1

72

84

97

OC Watt

222,8

231

235,8

226,8

226,4

233,8

216,6

225,2

225,5

OC Takt [MHz]

2081,5

2041,2

2024,4

2078,4

2021,2

2014,1

2035

2035

2012,8

Durch die Übertaktung stieg die Performance in Spielen um 7,5 Prozent an. Das ist für eine Übertaktung ohne eine Anpassung der Spannung durchaus ordentlich. Das weit interessantere dabei ist, dass die Leistungsaufnahme im gleichen Zug nur um 8 Prozent ansteigt. Das Energieeffizienzlevel ändert sich also quasi nicht, was bei einer Übertaktung ohne eine Veränderung der Spannung sehr selten ist. Wir haben natürlich mittels FurMark auch noch getestet, wie der Kühler mit der Übertaktung und der auf 240 Watt erhöhten TDP klar kommt. Die Temperatur stieg dabei auf maximal 77 Grad Celsius an und pendelte sich im weiteren Verlauf bei 75 Grad Celsius ein. Die Lüfter drehten dabei mit bis zu 2145 rpm und blieben immer noch erstaunlich leise.


Preisliche Einordnung der RTX 3070

Nvidia will die Founders Edition der RTX 3070 ab dem 29.10.2020 um 14 Uhr für 499 Euro anbieten. Die Custom-Designs der Boardpartner dürften vermutlich etwas teurer ausfallen. Nichtsdestotrotz ist die RTX 3070 eine preislich extrem interessante Grafikkarte. Nvidia hat sein Versprechen gehalten und bietet die Leistung der RTX 2080 Ti zum halben Preis an - kleiner Wermutstropfen ist der nur 8 GB große Videospeicher. Bei unserem Euro-pro-FPS-Verhältnis in 1440p liegt die RTX 3070 sehr weit vorne und muss sich nur deutlich günstigeren Grafikkarten geschlagen geben. Das ist für eine GPU mit so hoher Leistung absolut keine Selbstverständlichkeit, da Hersteller für die Top-Modelle immer einen überproportional hohen Aufpreis verlangen. 

Die Nvidia GeForce RTX 3070 Founders Edition schneidet bei unserem Euro-pro-FPS-Verhältnis in 1440p sehr gut ab.
Vergrößern Die Nvidia GeForce RTX 3070 Founders Edition schneidet bei unserem Euro-pro-FPS-Verhältnis in 1440p sehr gut ab.

Es bleibt zu hoffen, dass die zwei Wochen Verzögerung des Release der RTX 3070 ausgereicht haben, um genügend Grafikchips an die Boardpartner zu verteilen. Sowohl die RTX 3080 als auch die RTX 3090 waren leider in nur wenigen Minuten restlos ausverkauft und sind selbst Wochen nach dem Release nur sehr schlecht erhältlich. Bei vielen Händlern und Preisvergleichen sind die Grafikkarten mittlerweile gar nicht mehr gelistet. Die erhältlichen Modelle liegen dementsprechend deutlich über der UVP. Es muss sich also erst noch zeigen, ob die RTX 3070 dieses Schicksal teilen wird, womit wir zum abschließenden Fazit kommen.


Fazit und abschließende Worte

Unser Fazit zur RTX 3070 fällt sehr positiv aus. Die neue Ampere-GPU bietet ein extrem gutes Preis-Leistungs-Verhältnis und mehr als genug Leistung, um alle Spiele in WQHD mit höchsten Einstellungen genießen zu können. Für UHD-Auflösung reicht es in vielen Fällen nicht mehr ganz für mindestens 60 FPS aus, aber dafür ist die Grafikkarte auch nicht ausgelegt. Hier grenzt sich also die RTX 3070 ganz klar von der RTX 3080 ab, die eben noch einmal 15 bis 30 Prozent Leistung je nach Auflösung drauflegt. Das erklärt auch den nur 8 GB großen Videospeicher, mehr ist für 1440p nicht zwingend notwendig - auch wenn sich viele einen größeren VRAM gewünscht hätten. Die RTX 3070 ist einfach - wie auch die RTX 3080 - beim Videospeicher auf Kante genäht. Dafür kann Nvidia die GPUs aber auch zu einem vergleichsweise günstigen Preis anbieten.

Beim Kühlkörper setzt Nvidia auf ein eher herkömmliches Design mit zwei Lüftern auf der Unterseite. Beim rechten Lüfter handelt es sich aber wie auch bei der RTX 3080 um einen Flow-Through-Fan. Der Kühlkörper ist absolut zweckmäßig und verzichtet vollkommen auf eine RGB-Beleuchtung. Seine eigentliche Aufgabe erledigt er äußerst leise, wobei die GPU maximal 75 Grad Celsius erreicht. Bei der Energieeffizienz hat Nvidia mit der RTX 3070 einen kleinen Sprung vollzogen, der aber bei einer neuen Architektur und einem kleineren Fertigungsverfahren vollkommen normal ist. 

Die Nvidia GeForce RTX 3070 soll ab dem 29.10.2020 um 14 Uhr für 499 Euro erhältlich sein, das ist eine echte Kampfansage. Fraglich bleibt, warum Nvidia den Launch der RTX 3070 um zwei Wochen nach hinten verschoben hat. Wollte der Hersteller die Zeit nutzen, um zusätzliche Founder Editions bereitzustellen, damit die RTX 3070 nicht genauso schnell ausverkauft ist wie die RTX 3080 und die RTX 3090? Oder aber fürchtet sich Nvidia vor dem Konkurrenten AMD, der am 28.10.2020 um 17 Uhr seine neue Radeon RX 6000 Serie präsentieren will?

So oder so könnte es durchaus Sinn machen, erst einmal die Präsentation und den anschließenden Release der AMD Radeon RX 6000 Serie abzuwarten, bevor man sich für eine neue Grafikkarte entscheidet. Mittlerweile dürften die meisten Spezifikationen zu Big Navi schon bekannt sein und die lassen durchaus darauf hoffen, dass AMD auch im High-End-Bereich endlich wieder konkurrenzfähig sein wird. Außerdem sollen die Big-Navi-Grafikkarten mehr Videospeicher bieten als Nvidias RTX 3070 und RTX 3080. Gerüchten nach hat Nvidia außerdem den Release einer RTX 3070 mit 16 GB VRAM und einer RTX 3080 mit 20 GB VRAM abgeblasen, das heißt, es könnte aus Haus Grün erst einmal keine Alternativen mit mehr Videospeicher geben.


Unsere FPS-Werte auf einen Blick

Die Nvidia GeForce RTX 3070 musste unseren bisher ausführlichsten Test-Parcours mit 60 Spieletests in den drei Auflösungen Full-HD, QHD und UHD durchlaufen. Im folgenden können Sie unsere exakt ermittelten FPS-Werte finden:

Full-HD (ohne Raytracing/DLSS)

Assassin's Creed Odyssey avg

Borderlands 3 avg

Civilization VI Gathering Storm avg

F1 2019 avg

Far Cry 5 avg

Forza Horizon 4 avg

Metro Exodus avg

Red Dead Redemption 2 avg

Shadow of the Tomb Raider avg

The Division 2 avg

Nvidia GeForce RTX 2070

66,8

75,4

55,2

132,8

125,1

140,7

63,6

64,2

111,2

94,5

Nvidia GeForce RTX 2070 SUPER

68,2

83,1

62,9

142,8

136,9

160,2

71,4

73,3

128,2

109,3

Nvidia GeForce RTX 2080

75,8

87,9

65,7

153,2

144,9

168,7

83,7

79,4

138,2

115,2

Nvidia GeForce RTX 2080 SUPER

76,9

94,8

68,0

159,0

147,1

173,9

86,3

82,9

144,0

123,6

Nvidia GeForce RTX 2080 Ti

86,2

113,1

82,1

159,0

154,4

183,5

99,5

91,1

155,7

144,5

Nvidia GeForce RTX 3070

82,2

110,3

82,2

162,2

152,8

184,1

97,1

93,2

156,6

139,7

Nvidia GeForce RTX 3080

94,7

133,6

94,4

192,1

157,3

188,5

124,9

118,2

170,2

169,8

Nvidia Geforce RTX 3090

102,3

136,0

99,9

190,7

154,6

188,3

130,1

125,7

172,9

173,0

AMD Radeon RX 5700

62,6

64,4

55,2

136,5

123,3

137,4

61,1

58,8

104,0

80,4

AMD Radeon RX 5700 XT

70,9

72,6

62,1

150,2

135,5

158,6

67,8

67,1

116,4

93,1

Full-HD (mit Raytracing/DLSS)

Battlefield V avg

CoD Modern Warfare avg

Control avg

Death Stranding avg

Metro Exodus avg

Shadow of the Tomb Raider avg

Wolfenstein Youngblood avg

Nvidia GeForce RTX 2070

105,1

100,3

80,2

147,3

58,7

118,9

148,0

Nvidia GeForce RTX 2070 SUPER

113,1

108,6

84,6

150,0

66,3

128,6

154,3

Nvidia GeForce RTX 2080

117,7

120,4

86,7

153,4

70,2

137,5

161,2

Nvidia GeForce RTX 2080 SUPER

121,3

126,1

90,1

161,3

72,9

142,5

172,4

Nvidia GeForce RTX 2080 Ti

140,4

141,6

108,2

178,9

81,2

156,6

202,6

Nvidia Geforce RTX 3070

138,2

152,0

113,9

166,4

75,7

153,8

213,7

Nvidia GeForce RTX 3080

166,3

182,8

128,2

186,1

99,8

166,1

229,0

Nvidia Geforce RTX 3090

173,4

198,1

132,1

187,1

109,5

172,4

234,6

QHD (ohne Raytracing/DLSS)

Assassin's Creed Odyssey avg

Borderlands 3 avg

Civilization VI Gathering Storm avg

F1 2019 avg

Far Cry 5 avg

Forza Horizon 4 avg

Metro Exodus avg

Red Dead Redemption 2 avg

Shadow of the Tomb Raider avg

The Division 2 avg

Nvidia GeForce RTX 2070

56,2

51,4

55,6

107,4

94,5

113,0

51,1

52,7

80,1

68,5

Nvidia GeForce RTX 2070 SUPER

60,2

58,6

63,0

109,6

102,2

129,8

58,2

58,4

89,0

72,9

Nvidia GeForce RTX 2080

62,1

61,4

66,8

114,2

111,9

137,2

62,7

63,2

95,6

76,2

Nvidia GeForce RTX 2080 SUPER

65,1

67,0

68,6

117,0

114,6

142,8

64,0

66,4

100,7

82,9

Nvidia GeForce RTX 2080 Ti

72,6

82,0

82,6

134,1

134,5

158,7

80,0

75,7

119,1

100,5

Nvidia Geforce RTX 3070

74,5

82,9

82,4

139,8

130,3

161,7

77,9

75,6

114,6

98,1

Nvidia GeForce RTX 3080

89,4

109,3

95,0

156,0

152,8

169,4

104,0

98,2

146,3

122,2

Nvidia Geforce RTX 3090

91,4

118,9

104,7

181,3

153,2

179,3

111,8

105,2

153,7

128,6

AMD Radeon RX 5700

51,4

46,1

55,8

107,9

88,1

114,3

48,2

47,5

70,8

51,7

AMD Radeon RX 5700 XT

60,0

52,4

63,3

119,3

99,9

129,1

55,1

53,4

78,8

59,9

Grafikkarte (QHD mit Raytracing/DLSS)

Battlefield V avg

CoD Modern Warfare avg

Control avg

Death Stranding avg

Metro Exodus avg

Shadow of the Tomb Raider avg

Wolfenstein Youngblood avg

Nvidia GeForce RTX 2070

83,1

70,3

56,3

123,4

45,3

82,9

113,4

Nvidia GeForce RTX 2070 SUPER

86,9

74,4

60,6

127,2

49,5

98,1

119,0

Nvidia GeForce RTX 2080

94,9

83,0

63,0

132,1

56,4

106,0

124,8

Nvidia GeForce RTX 2080 SUPER

97,3

88,5

68,4

138,8

57,7

111,3

133,5

Nvidia GeForce RTX 2080 Ti

109,2

109,6

82,4

162,6

71,7

130,3

148,4

Nvidia Geforce RTX 3070

107,2

112,2

84,6

149,7

64,8

121,2

153,9

Nvidia GeForce RTX 3080

137,6

141,4

109,4

174,7

86,7

150,4

190,5

Nvidia Geforce RTX 3090

149,4

155,3

120,6

177,6

95,9

160,6

211,5

UHD (ohne Raytracing/DLSS)

Assassin's Creed Odyssey avg

Borderlands 3 avg

Civilization VI Gathering Storm avg

F1 2019 avg

Far Cry 5 avg

Forza Horizon 4 avg

Metro Exodus avg

Red Dead Redemption 2 avg

Shadow of the Tomb Raider avg

The Division 2 avg

Nvidia GeForce RTX 2070

37,6

26,9

48,8

69,6

48,1

73,5

31,4

33,6

41,3

35,5

Nvidia GeForce RTX 2070 SUPER

40,1

31,6

57,1

73,4

54,7

87,7

35,2

37,3

46,7

38,8

Nvidia GeForce RTX 2080

42,9

33,0

60,8

80,3

59,3

93,8

38,8

40,6

51,2

41,2

Nvidia GeForce RTX 2080 SUPER

43,8

36,4

62,4

83,9

62,7

98,4

40,5

42,8

54,0

44,8

Nvidia GeForce RTX 2080 Ti

47,5

45,1

74,3

90,1

76,8

112,6

50,6

51,9

65,7

55,1

Nvidia Geforce RTX 3070

49,8

46,1

76,9

99,7

73,0

118,7

49,9

50,3

62,1

53,1

Nvidia GeForce RTX 3080

58,9

63,7

80,3

125,8

97,9

140,4

68,8

66,7

85,0

67,0

Nvidia Geforce RTX 3090

69,9

71,1

82,4

136,7

106,9

153,9

75,4

72,2

94,1

72,0

AMD Radeon RX 5700 XT

36,7

28,4

57,7

74,0

51,7

82,5

34,5

34,1

39,7

32,9

UHD (mit Raytracing/DLSS)

Battlefield V avg

CoD Modern Warfare avg

Control avg

Death Stranding avg

Deliver us the Moon avg

Metro Exodus avg

Minecraft avg

Shadow of the Tomb Raider avg

Wolfenstein Younblood avg

Nvidia GeForce RTX 2070

54,4

37,3

31,1

75,4

44,5

29,6

45,6

56,5

57,2

Nvidia GeForce RTX 2070 SUPER

59,3

41,8

33,6

79,8

49,6

33,4

50,9

62,0

63,8

Nvidia GeForce RTX 2080

62,2

46,9

34,9

83,1

52,0

36,8

52,9

67,5

66,2

Nvidia GeForce RTX 2080 SUPER

65,8

50,2

38,0

89,1

57,1

38,8

56,5

71,0

71,9

Nvidia GeForce RTX 2080 Ti

81,3

62,7

47,1

106,5

69,0

49,0

71,4

86,0

96,3

Nvidia Geforce RTX 3070

73,2

63,4

48,4

99,9

70,1

44,9

66,4

76,7

91,1

Nvidia GeForce RTX 3080

95,3

83,4

66,3

136,1

90,3

61,6

104,8

102,1

121,5

Nvidia Geforce RTX 3090

108,6

94,4

73,7

139,1

97,0

69,1

118,4

115,7

134,4

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