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Funktionsumfang

28.06.2013 | 06:20 Uhr | Hans-Christian Dirscherl

Neben den beiden eigentlichen Fernrohren befindet sich zwischen den beiden Gläsern noch die Kamera-Linse. Das aufklappbare Kamera-Display befindet sich an der Oberseite des Viewcatchers. So lange sie die Kamera nicht einsetzen, können Sie das Display abklappen und es so schützen. Wenn das Display aufgeklappt ist, kommen die beiden Ein- und Aus-Zoom-Tasten für den Digitalzoom zum Vorschein.

Außerdem befinden sich auf der Oberseite:
- der Einschaltknopf, mit dem man außerdem das Kamera-Menü aufruft (nach 90 Sekunden Untätigkeit schalten sich die Kamera automatisch ab).
- der Video-Aufnahmeknopf, mit dem man auch Bilder löschen kann
- der Auslöser für die Kamera, der zugleich der Auswahlschalter für das Menü ist.

An der dem Gesicht zugewandten Seite des Fernglases – zwischen den beiden Okularen – befinden sich der Slot für die SD/MMC-Karte, der USB 1.1-Anschluss und die Buchse für den Video-Ausgang; das Fernglas lässt sich nämlich auch an einem Fernseher anschließen. Außerdem befindet sich hier das Kontrolllämpchen, das anzeigt, wenn ein Foto oder ein Video aufgenommen wird. Bei letzterem Vorgang blinkt das Lämpchen fortlaufend. An der Unterseite des Fernglases befindet sich das Batterie-Fach (zwei 1,5-Volt AAA-Batterien liefern den Strom) und eine Stativbefestigung.

Die Bedienung ist denkbar einfach. Zunächst stellen Sie wie bei jedem Fernglas die beiden Fernrohre für Ihre Augen scharf, diesen Vorgang nennt man Dioptrieausgleich. Das geht mit zwei Einstellrädern. Anschließend können Sie den Viewcatcher wie ein normales Fernglas benutzen. Wenn Sie ein Motiv entdecken, das Sie aufnehmen wollen, schalten Sie die Kamera mit einem mehrsekündigen Klick auf den linken der drei auf der Oberseite befindlichen Knöpfe ein. Klappen Sie zusätzlich das Display auf: Es zeigt das von der Kameralinse erfasste Motiv, die Speicherbelegung, die Anzahl der verbleibenden Bilder, die Auflösungsqualität und Batteriekapazität an.

Jede Aufnahme wir für kurze Zeit auf dem Display angezeigt, danach erscheint wieder das aktuelle Bild. Auf dem LCD können über den Mode-Button die aufgenommenen Bilder dargestellt werden.

Motivprogramme, wie man sie von Digitalkameras gewohnt ist, gibt es nicht. Ein Bildstabilisator fehlt ebenfalls. Allerdings steht ein Selbstauslöser mit zehn Sekunden Verzögerung zur Verfügung. Ob das bei einem Fernglas Sinn macht, ist eine andere Frage. Die Belichtungszeit lässt sich auf Wunsch im Menü einstellen.

Die Qualität der Bilder reißt einen nicht vom Hocker, erscheint aber angesichts des eingesetzten 3-MP-CMOS-Chips passabel. Allerdings neigt man bei der Aufnahme zum Verwackeln. Es macht also Sinn, ein Stativ zu verwenden (nicht im Lieferumfang enthalten). Um die Bilder zum PC zu überspielen, schließen Sie das Fernglas einfach mit dem mitgelieferten USB-Kabel an den Rechner an.

Ein optischer Zoom fehlt, nur ein digitaler steht zur Verfügung. Der Hersteller empfiehlt einen Mindestabstand von 15 Meter zum Motiv, uns gelangen aber auch Aufnahmen, bei denen wir diesen Mindestabstand unterschritten.

Speziell die Videoclips erinnern farblich ein wenig an die Farbfilme aus den 30iger und 40iger Jahren. Die Videos haben zwangsläufig eine unruhige Kameraführung, das Ganze hat einen Touch von Blair Witch Project.

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