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Franz – Whatsapp, Gmail, Slack in einem Fenster

16.12.2019 | 12:47 Uhr |

Viele Freundeskreise, Familien und Arbeitsplätze verwenden unterschiedliche Messenger und Chats. Den Überblick über die vielen Apps und Browserfenster zu behalten ist oft mühsam und kostet Zeit. Tag für Tag kämpfen Millionen Menschen auf der ganzen Welt mit diesem Problem der unterschiedlichen Messenger – einer der Leute, die das störte, heißt Stefan Malzner.

Nach der Ausbildung zum Grafikdesigner war Stefan Malzner als Freelancer regelmäßig für mehrere Unternehmen parallel tätig und so oft gezwungen, unterschiedliche Dienste und Messenger zur Kommunikation mit Kunden und Teammitgliedern zu verwenden. Aus der stetig wachsenden Flut von Benachrichtigungen an immer mehr verschiedenen Orten ist 2016 dann die Idee zu Franz entstanden: Ein Tool, das alle wichtigen Messenger Services in einer eleganten App vereint – von Facebook Messenger und WhatsApp über Gmail und Telegram bis zu Slack und Trello.

Diese so simple wie revolutionäre Idee fand schnell weltweiten Anklang und weniger als ein Jahr nach dem Launch der App wurde Franz von Product Hunt zur Desktop App of the Year 2016 gekrönt. Rund drei Jahre später ist heute mittlerweile die fünfte Version von Franz verfügbar.

Ein engagiertes Team rund um den Gründer entwickelt Franz in Wien kontinuierlich weiter und eine weltweite Community von Fans hat die App in die wichtigsten Sprachen übersetzt. Hunderttausende Menschen auf der ganzen Welt zählen täglich auf Franz als verlässliches Kommunikationstool und vor allem in Unternehmen sowie unter Selbstständigen und Freelancern genießt Franz einen hervorragenden Ruf. Was macht die App so beliebt?

Weniger Ablenkung

Eine einzige Benachrichtigung im falschen Moment kann den kreativen Fluss abreißen lassen oder einen wichtigen Denkprozess unterbrechen. Oft dauert es dann lange, wieder einen Zustand fokussierter Produktivität zu erreichen. Mit den Workspaces bietet Franz ein geniales Feature, um zu verhindern, dass unnötige Benachrichtigungen und Ablenkungen beim Arbeiten stören: Für unterschiedliche Situationen können eigene Sets von Services erstellt werden, um ablenkungsfreie Arbeitsumgebungen zu schaffen. Zwischen diesen Workspaces kann man dann mit einem Klick (oder auch per Tastenkombinationen) hin- und herschalten. So sind immer nur die Services aktiv, die auch gerade wichtig sind.

Work Life Balance

Auf diese Weise lässt sich auch sehr unkompliziert Geschäftliches von Privatem trennen. Eine gesunde Balance zwischen Arbeit und Freizeit zu finden, ist bekanntlich genauso wichtig wie auch schwierig. Viele Länder, unter anderem Frankreich und Italien, haben bereits Gesetze in Bezug auf das “right to disconnect” erlassen, also zur Frage ob und wie Angestellte außerhalb der Arbeitszeit erreichbar sein müssen. Mit Franz Workspaces können alle nicht benötigten Messaging Services abends oder am Wochenende mit einem Klick pausiert werden. So kann man sich ungestört auf die wichtigen Dinge des Lebens konzentrieren, privat genutzte Dienste bleiben aber aktiv.

Erweiterbarkeit

Die aktuelle Version von Franz unterstützt rund 70 Chats und Messaging Services und es kommen laufend neue hinzu. Darüber hinaus können User selber Services integrieren. Zum heutigen Tag sind über 1000 dieser User-generierten Service Recipes verfügbar, kaum ein Wunsch bleibt da offen. Außerdem können auch benutzerdefinierte Websites als Services hinzugefügt werden – sei es das Firmenintranet, ein Sales Dashboard oder die Wettervorhersage. Ein weiteres Feature, das in der Praxis gern und viel genutzt wird: bereits bestehende Services können mehrmals hinzugefügt werden, also beispielsweise zwei unterschiedliche Whatsapp Accounts.

Effizienz für Teams

56 Minuten pro Tag verbringen Büroangestellte laut einer Studie im Durchschnitt mit privater Handynutzung – das sind 4,5 Stunden pro Woche. In Büros mit vorwiegend jüngeren Angestellten (18 – 34 Jahre) beträgt die so verlorene Zeit sogar 70 Minuten pro Tag, oder fast 6 Stunden pro Woche. Franz hilft Unternehmen dabei, effektive Regeln für Handynutzung am Arbeitsplatz umzusetzen. Gelegentliche private Kommunikation während der Arbeitszeit ist unvermeidbar – wenn Angestellte dafür jedoch ihre eigenen Smartphones verwenden, werden diese Aktivitäten schnell zu Zeitfressern. Mit Franz können persönliche Nachrichten in wichtigen Fällen direkt am Arbeitsplatz beantwortet werden, ohne unnötige Ablenkung, und ohne den Arbeitsplatz zu verlassen.

Datenschutz

Auch wenn es auf den ersten Blick vielleicht nicht so aussieht: Franz ist im Grunde einem Browser sehr ähnlich und benötigt deswegen keinen direkten Zugang zu den APIs (Schnittstellen) von externen Diensten. Das bedeutet, dass Franz keine Passwörter für Messenger Dienste speichert, und auch nicht sieht, was User senden oder empfangen. Als österreichisches Unternehmen unterliegt Franz außerdem den strengen Datenschutzbestimmungen der Europäischen Union.

Franz 5 ist auf  https://meetfranz.com  für Windows, Mac und Linux verfügbar. Sowohl kostenlose als auch bezahlte Abos werden angeboten, die sich im Umfang der Features voneinander unterscheiden.

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