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Praxiseinsatz, Preis und Fazit

02.07.2013 | 08:55 Uhr | Hans-Christian Dirscherl

Der Fitbit One lässt sich leicht an der Kleidung befestigen - auch beim Sport
Vergrößern Der Fitbit One lässt sich leicht an der Kleidung befestigen - auch beim Sport
© Fitbit

Diese Daten können Sie zusätzlich erfassen

Im Webfrontend von Fitbit finden Sie Felder für Ernährung, Gewicht, Tagebuch (mit Stimmung, Allergien), Puls-Frequenz, Blutdruckwerte und Blutzuckerspiegel. Fitbit stellt derzeit mit Ausnahme des Gewichts (für dessen Erfassung Fitbit eine Wlan-Waage anbietet. Die Waage hat ihre eigene IP Adresse und wird über ihren Router im Heimnetzwerk integriert) keine Gerät bereit, um diese Daten automatisch zu erfassen und an das Dashboard zu übermitteln. Sie müssen also beispielsweise Ihre Blutdruckwerte mit einem klassischen Blutdruckmessgerät ermitteln und dann von Hand bei Fitbit online eintragen. Theoretisch können solche Daten zwar auch von Drittanbietergeräten übernommen werden, dafür müssen diese aber die Fitbit-API nutzen. Ralf Werner, Sales Agent Deutschland, Österreich, Schweiz, von Fitbit, nennt hierfür ein Beispiel: „In einem Krankenkassenprojekt nutzen wir die API um Daten von einem Medisana Blutzucker-Tracker zu übernehmen.“

Fitbit bewertet die von Ihnen eingegeben Daten zwar auch, allerdings konnte diese Bewertung nicht immer so recht überzeugen. Selbst niedrige Blutdruckwerte von 80/50 wurden als „normal klassifiziert“. Solche Werte bezeichnet man aber als niedrigen Blutdruck.
Neben diesen via Fitbit One Werten stellt Fitbit über sein Webfrontend auch noch eine Community und ein kostenpflichtiges Premiumangebot zur Verfügung (für 44,99 Euro pro Jahr). Dort können Sie sich mit anderen Fitbit-Nutzern vergleichen, einen Ernährungsbericht abrufen oder beispielsweise einen Trainer nutzen.

Fitbit während der Autofahrt

Der Fitbit-Tracker muss natürlich mit einigen Problemen klar kommen. So sollte er erkennen, ob man sich mit dem Auto oder mit der U-Bahn fortbewegt und dann keine Schritte zählen. Das klappte im Test einigermaßen. Wie Ralf Werner auf unsere Nachfrage erklärte: „Tagsüber versuchen die Algorithmen im One alle Bewegungen statistisch zu unterdrücken, die nicht als schrittbezogen interpretiert werden sollen, z.B. Stop&Go mit dem Auto im Stau, oder eine harte Sportwagenfederung“.

Mitunter zählte der Fitbit One im Auto aber trotzdem ab und zu mal ein paar Schritte. Das fiel jedoch im Verhältnis zur zurückgelegten Strecke nicht ins Gewicht. Falls Ihr Fitbit One aber während einer Autofahrt Schritte zählen sollte, können Sie sich mit diesem Trick behelfen, den Werner empfiehlt: „Die Stoppuhrfunktion während der Autofahrt anschalten – dadurch wird die Autofahrt als Aktivität für diese Zeit getagged und Sie können dann im Dashboard die Aktivität „Autofahren“ für diesen Zeitraum eintragen.“

Von der Sonderfall Auto-Fahren einmal abgesehen arbeitete der Fitone aber stets zuverlässig im Hintergrund. Sobald wir uns in die Nähe unseres PCs begaben, übertrug er seine aufgezeichneten Daten sofort an den Fitbit-Server.

Fitbit-Datenschutzeinstellungen
Vergrößern Fitbit-Datenschutzeinstellungen

Abzeichen als Belohnung

Um Ihre Motivation zu erhöhen, sich noch mehr zu bewegen, verschickt Fitbit Lob-Mails mit Abzeichen. Also beispielsweise dann, wenn Sie erstmals 15.000 Schritte zurückgelegt haben. Sie können diese Benachrichtigungen aber nach Wunsch konfigurieren und auch abschalten. Wichtig in diesem Zusammenhang: Legen Sie unter „Datenschutzeinstellungen“ fest, wer Ihre Profildaten sehen darf. Zudem können Sie Ihre Fitbit-Daten mit Ihrem Twitter- oder Facebook-Konto verknüpfen und darüber Ihren Freunden mitteilen.

Die Blume zeigt an, wie viel Sie sich zuletzt bewegt haben.
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© Fitbit

Preis und Fazit

Der Fitbit One ist nicht gerade ein Schnäppchen: Im Online-Shop von Fitbit.com kostet der Fitbit One 99,95 Euro. Bei Amazon ist der Fitbit One zu einem ähnlichen Preis erhältlich. Dafür bekommt man aber ein Gadget, das wirklich extrem einfach und zuverlässig arbeitet und das man im täglichen Einsatz „vergessen“ kann, weil es völlig selbstständig seine Arbeit verrichtet. Zudem ist der Motivationsfaktor sehr hoch, man ertappt sich immer wieder dabei, dass man in einer Pause mal schnell auf das Display schaut um sich zu vergewissern, wie viele Schritte man schon zurückgelegt hat. Gerade für Bewegungsmuffel dürfte der Fitbit One tatsächlich ein wirkungsvolles Hilfsmittel sein, um sich mehr als zuvor zu bewegen.

Alternativen

Für iOS und Android gibt es Apps, die das Smartphone zum Schrittzähler aufrüsten. Beispielsweise die Android-App Accupedo. Allerdings saugt so eine ständig im Hintergrund laufende App natürlich am Akku.

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