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Fazit: Welchen Browser Sie brauchen

17.11.2008 | 12:53 Uhr |

Google Chrome hat einen problematischen Start. In Sachen Privatsphäre und Umgang mit Benutzerdaten stand Google plötzlich als PR-Dilettant da – so grobe Schnitzer wären etwa Microsoft nicht passiert. Es kann natürlich genauso gut sein, dass man Grenzen testen wollte; die Datenschutzbestimmungen etwa für Googles Online-Anwendungen wie Text & Tabellen hatten weniger Empörung hervorgerufen. Was Sie bekommen, wenn Sie das Google-Risiko eingehen, ist ein sehr schneller Browser, dessen Verknüpfung von Adress- und Suchzeile eine der innovativsten Ideen der letzten Jahre ist. Die Kehrseite des Nicht-Konfigurieren-müssens ist allerdings das Nicht-Konfigurieren-können: Anpassen lässt sich Chrome fast nicht. Es ist noch nicht einmal möglich, einen separaten Proxy-Server festzulegen – hier etwa richtet sich Chrome nach den IE-Einstellungen.

Geschwindigkeitstest für Google Chrome
Vergrößern Geschwindigkeitstest für Google Chrome
© 2014

Google Chrome ist praktisch, wenn Sie Links zu Online-Anwendungen wie Google-Kalender oder Text & Tabellen direkt aus dem Startmenü oder per Desktop-Verknüpfung starten wollen. Zu diesem Zweck gibt es den Menüpunkt , der das für beliebige Web-Seiten erledigen kann.

Firefox 3.1 wird der große Wurf in Sachen Geschwindigkeit – kombiniert mit den bisherigen Eigenschaften, von denen die leichte Erweiterbarkeit der ultimative Trumpf bleibt: Irgendeine Funktion fehlt, und die Konkurrenz hat sie? Die Erweiterung, die sie nachrüstet, ist immer schneller installiert als der Browser gewechselt.

Internet Explorer 8 fällt in Sachen Tempo stark zurück. Das ist schade, denn sonst hat der Browser nicht mehr viel mit dem Bug-Monster zu tun, das er noch zu Zeiten von Version 5 oder 6 darstellte. Inzwischen kann er als solider Browser für alle gelten, die nicht viel experimentieren wollen.

Chrome legt Verknüpfungen zu Web-Seiten an
Vergrößern Chrome legt Verknüpfungen zu Web-Seiten an
© 2014

TEMPOTEST: So schnell sind die Browser
Die Stoppuhr läuft: Der Sunspider-Javascript-Benchmark misst die Zeit, welche die Javascript-Engine des Browsers für Operationen benötigt. Er orientiert sich dabei an Aufgaben, wie sie auch in der Praxis häufig vorkommen. Die Ergebnisse eines solchen Benchmarks fallen von Rechner zu Rechner unterschiedlich aus – wenn Sie den Tempotest nachvollziehen, kommen Sie mit großer Wahrscheinlichkeit auf andere Zahlen. Sie sprechen auch nicht absolut für sich, sondern bieten nur einen Vergleich zwischen den verschiedenen Browsern auf demselben PC und jeweils den gleichen im Hintergrund laufenden Anwendungen. Um Nebeneffekte zu vermeiden, sollten es möglichst wenige sein. Insbesondere ist es ratsam, Virenscanner für die Zeit der Messung auszuschalten.

Browser

Sunspider-Benchmark

Firefox 3.1 mit Tracemonkey

1732 ms

Firefox 3.1 ohne Tracemonkey

3085 ms

Google Chrome 0.2

2605 ms

Internet Explorer 8

9486 ms

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