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Fazit - Eine SSD ist teuer, kann aber jeden Cent wert sein

06.11.2009 | 15:15 Uhr | Michael Schmelzle

SSD nachrüsten leicht gemacht: Lieferumfang der Kingston SSD Now V-Series SNV125-S2/40GB
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Seien Sie anspruchsvoll beim SSD-Kauf - schließlich stellen die SSD-Hersteller auch anspruchsvolle Preisforderungen: Im Vergleich zu einer herkömmlichen 2,5-Zoll-Festplatte zahlen Sie statt knapp 20 mindestens 200 Cent pro Gigabyte. Für den zehnfachen Preis dürfen Sie zwar nicht zehnfache Geschwindigkeit erwarten. Eine zwei bis dreimal so hohe Transferleistung gegenüber einem herkömmlichen Schreibendreher sollte Ihre neue SSD aber schon bieten.

In der SSD-Klasse bis 300 Euro trifft dies derzeit auf neun Modelle zu: Uneingeschränkt empfehlenswert ist der amtierende Testsieger Kingston SSD Now V+ SNV225-S2/64GB , die ehemaligen Spitzenreiter Corsair P128 SSD CMFSSD-128GBG2D und Super Talent Ultradrive ME FTM28GX25H sowie die drittplatzierte SSD OCZ Agility 120GB . Eine noch gute Leistung zeigen die beiden SSD-Modelle Kingston SSD Now M-Series SNM125-S2 80GB und Intel X25-M SSDSA2MH080G1 . Allerdings geht das baugleiche SSD-Duo nur mit einem befriedigenden Preis-Leistungs-Verhältnis aus dem Test hervor.

Blick ins Innere des Tempo-Siegers Corsair P128 SSD CMFSSD-128GBG2D
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Alle anderen SSD-Modelle der 300-Euro-Klasse, die wir bisher im Test hatten, stellen keine Alternative zur herkömmlichen 2,5-Zoll-Festplatte dar. Grund: Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist schlicht und ergreifend mangelhaft. Eine Ausnahmestellung nimmt die Kingston SSD Now V-Series SNV125-S2/40GB ein. Die SSD eignet sich wegen der dürftigen Schreibleistung zwar nicht als Ersatz für Ihre ferromagnetische Festplatte. Als System-Laufwerk fürs Betriebssystem und häufig genutzte Programme ist die preisgünstige Kingston-SSD hingegen aufgrund des hervorragenden Lesetempos, der flotten Zugriffszeiten und dem praktischen Lieferumfang mit Einbaurahmen und Cloning-Software eine gute Wahl.

Doch nicht nur das hohe Tempo einer guten SSD spricht für eine Flash-Festplatte. Gerade im mobilen Bereich erkaufen Sie sich mit einer SSD auch längere Akkulaufzeiten und reduzieren gleichzeitig das Betriebsgeräusch Ihres Notebooks. Hinzu kommt die Unverwüstlichkeit einer SSD. Eine Flash-Festplatte überlebt Stürze und verträgt höhere Temperaturen, die für klassische Scheibendreher tödlich sind. Im schlimmsten Fall, etwa beim totalen Datenverlust durch einen Head-Crash , ist eine teure SSD "auf einen Schlag" unbezahlbar und jeden Cent wert.

Vorteil SSD: herkömmliche Festplatten sind aufgrund der beweglichen Teile anfällig für Erschütterungen
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Bevor Sie sich eine SSD zulegen, empfehlen wir Ihnen unseren Kauf-Ratgeber "So finden Sie die beste SSD" . In diesem Beitrag haben wir für Sie die zehn wichtigsten Kauf-Tipps aufgelistet. Wollen Sie tiefer in die Materie einsteigen, legen wir Ihnen den Artikel " Duell der Speichertechniken: Festplatte versus SSD " ans Herz. Der Beitrag zeigt die wichtigsten technischen Unterschiede der beiden Festplattenwelten auf und erklärt häufig verwendete Fachwörter, die beim SSD-Kauf eine Rolle spielen.

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