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Fazit: Auf diesem Receiver können Sie Spiegeleier braten

11.11.2011 | 10:00 Uhr |

Der Harman/Kardon AVR 165 verbrauchte auch ausgeschaltet Strom. Die anderen Testteilnehmer haben keinen richtigen Ein-/Aus-Schalter. Im HDMI-Durchschleifbetrieb geben AV-Receiver nur das HDMI-Signal an den Fernseher weiter, ohne selbst in Aktion zu treten. Der Onkyo TX-NR579 verbrauchte dabei knapp 30, der Sony STR-DN1010 sogar über 36 Watt. Die Konkurrenz blieb hier im einstelligen Bereich.

Ein AV-Receiver wird heiß genug für ein Spiegelei

Die Temperaturen im Dauerbetrieb erreichten bei Marantz NR1602 60, beim Sony-Receiver sogar 68 Grad Celsius. Der Panasonic SA-BX500 blieb mit 33 Grad recht kühl.

Alle Verstärker lieferten nur etwa die Hälfte ihrer Leistung, wenn statt Stereo-Boxen ein 7er-Satz Heimkino-Lautsprecher zu versorgen war. Im 5.1-Betrieb hatten die Boliden etwas mehr Leistungsreserven. Der flach gebaute Marantz-Receiver schaffte im Heimkinobetrieb nicht mal 20 Watt pro Kanal.

Videoqualität: Zwei Wandler lieferten richtig gute Bilder

Die digitale Bildverarbeitung fehlt beim Panasonic SA-BX500 ganz. Die Receiver von Denon, Marantz, Pioneer und Sony produzierten teilweise kräftiges Bildflimmern. Die Wandlung von analog auf digital gelang dem Yamaha-Boliden am saubersten. Die Wandlung der Auflösung (576p auf 1080p) oder von Halb- in Vollbilder (1080i auf 1080p) schaffte der Onkyo-Receiver am besten.

Klangqualität: Dem Kleinsten ging zu früh die Puste aus

Der Panasonic SA-BX500 klang recht hell, Stimmen etwas scharf. Die Einmessung hob die etwas dünnen unteren Frequenzen deutlich an, ohne die Schärfe zu beseitigen.

Auch der Harman/Kardon-Receiver spielte im Heimkinobetrieb sehr hell auf. Effekte ließen sich gut orten, Stimmen oder Gitarren klangen aber gelegentlich etwas aufdringlich. Der Bass war obenrum recht kräftig, nur ganz unten fehlte etwas Druck.

Der Marantz NR1602 spielte sich im Stereo-Betrieb an die Spitze des Testfelds – bei geringen Lautstärken. Stimmen bot er sehr natürlich, ausgewogen und mit feinsten Details dar. Die Abbildung ging in die Breite, in die Tiefe, in die Höhe. Im Heimkinobetrieb klang er ausgewogen. Wurde es lauter, etwa bei rockigen Bass-Attacken oder Heimkino-Explosionen, ging ihm aber die Puste aus. Bässe klangen dann dünn und kraftlos.

Die anderen Kandidaten zeigten alle einen ähnlichen Klangcharakter: Sie gingen detailreich, hell und klar zu Werke, bei guter räumlicher Abbildung und präziser Ortbarkeit. Dialoge waren gut verständlich. Und bei fast allen fehlte der letzte Nachdruck in den unteren Etagen.

Nur nicht beim Pioneer VSX-921: Er entwickelte etwas mehr Bassdruck, bot etwas mehr Substanz auch bei höheren Lautstärken und entschied so den Hörtest für sich.

Fazit: Die AV-Receiver-Sieger im PC-WELT-Vergleichstest

Testsieger: Der Pioneer VSX-921 macht (fast) alles richtig. Er bietet eine runde Ausstattung und exzellenten Klang zum günstigen Preis. Die Videowandlung sollte man aber tunlichst dem Fernsehgerät überlassen.

Preis-Leistungs-Sieger: Beim Onkyo TX-NR579 ist die Videowandlung vom Feinsten. Ansonsten klingt er fast so gut wie der Testsieger, bietet fast die gleiche Ausstattung, und kostet 50 Euro weniger. Wenn doch nur der Stromverbrauch etwas niedriger wäre ...

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