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Fazit

03.08.2004 | 14:55 Uhr | Hans-Christian Dirscherl

Bewährtes bleibt gut, Encarta ist auch in der neuen Version ein überzeugendes, informatives und zugleich unterhaltsames Multimedia-Nachschlagewerk. Die wenigen Neuerungen reißen einen allerdings nicht vom Hocker, anscheinend wissen die Entwickler nicht so recht, wo sie noch Hand anlegen sollen.

In der Tat sind moderne digitale Lexika - unabhängig ob von Microsoft oder von Brockhaus - vom Funktionsumfang derart ausgereift, dass sich da kaum noch etwas verbessern lässt. Anders verhält es sich mit dem Umfang des Text- und Bildmaterials und der Menge der Schlagwörter, hier sind nach oben keine Grenzen gesetzt. Besonders wenn bald Double Layer DVDs üblich werden. Für die Zukunft sollten sich die Entwickler also besser darauf konzentrieren, ihre Lexika inhaltlich-redaktionell noch weiter auszubauen.

Zumal den digitalen Nachschlagewerken immer stärker Konkurrenz durch das Internet erwächst. Zwar liefern Suchanfragen in Google & Co oft unübersichtliche Fundlisten mit vielen unbrauchbaren Informationen. Und der Suchende weiß manchmal nicht, wie zuverlässig die jeweilige Internet-Quelle ist.

Doch Projekte wie das kostenlos nutzbare Internet-Lexikon Wikipedia ( deutschsprachige Version ) bieten zumeist zuverlässige Informationen in Hülle und Fülle. Angesichts des nicht gerade niedrigen Preises von immerhin fast 30 beziehungsweise 90 Euro sind solche Gratis-Quellen für Wissen eine ernstzunehmende Konkurrenz. Die Lexika auf CD und DVD können hier höchstens mit ihrem enormen, jederzeit verfügbaren und durch keine Bandbreiten-Probleme eingeschränkten Multimedia-Umfang und durch ihre redaktionelle Qualität glänzen.

Weitere Testberichte von Nachschlagewerken finden Sie hier:

Die Welt auf einer Scheibe: MS Encarta Enzyklopädie Professional 2004

Test: Brockhaus multimedial 2004 Premium

PC-WELT-Testberichte: Wissen & Lernen

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