1243003

Fazit

01.03.2004 | 15:00 Uhr |

Fazit

Unter den günstigen Geräten ist der Quelle Universum DVD-R 3037 eine gute Wahl. Er bietet zumindest ein Minimum an Komfort und passable Bildqualität. Wer gesteigerten Wert auf Bild- und Tonqualität legt und bereits einen Festplatten-Receiver hat, der sollte sich den DVD-Recorder Pioneer DVR-3100-S zulegen. Er vereint erstklassige Qualität und tolle Ausstattung.

Anspruchsvolle Anwender sollten sich zwischen dem überragend bestückten Panasonic DMR-E100H und dem 200 Euro günstigeren Pioneer DVR-5100H-S entscheiden. Für Datennomaden mit Organizer ist der Panasonic wegen der MPEG-4-Option der perfekte Kandidat. Wer auf Kartentricks verzichten kann und dennoch einen Spitzen-DVD-Recorder haben will, greift zum Pioneer.

FESTPLATTEN-RECEIVER FÜR SATELLITENEMPFANG

Wer sich mit einer Sat-Schüssel das Fernsehen aus dem Äther fischt, für den könnte ein Festplatten-Receiver interessant sein. Solche Geräte sind heute schon ab 200 Euro zu haben - DVDs kann man damit allerdings nicht brennen. Sat-Receiver haben ein Sat-Empfangsteil für das neue Digitalfernsehen DVB (Digital Video Broadcast) eingebaut und speichern die vom Satelliten übertragenen Daten auf der eingebauten Festplatte. Je nach Größe der Platte reicht das für 20 bis 60 Stunden Video.

BRILLANTES BILD, FÜNFKANAL-RAUMKLANG UND TIMESHIFT-FUNKTION

Der Sat-Kunde nutzt nicht nur die brillante Bild- und Tonqualität des digitalen Fernsehens, sondern bannt sie 1:1 auf Festplatte. Ein DVB-Receiver kann beispielsweise den fünfkanaligen Raumklang AC3 wiedergeben. Über die Huckepack übertragenen Service-Informationen speichern die HD-Receiver die Aufnahmen gleich mit dem richtigen Titel ab. Und nicht zuletzt bieten alle Festplatten-Receiver die Timeshift-Funktion: Während der Receiver aufzeichnet, kann der Zuschauer sich die Aufnahme sofort oder zeitversetzt ansehen. Der Vorteil: Wer später einsteigt, holt auf, indem er Werbepausen überspringt. DVD-Recorder mit digitalem Empfangsteil werden diese Funktion ebenfalls bieten - Anfang 2004 gab es sie allerdings noch nicht zu kaufen.

ÄRGERLICH: WO BLEIBT DIE DIGITALE AUFNAHMESTEUERUNG?

Die Programmierung eines Sat-Receivers über einen längeren Zeitraum ist so umständlich wie bei einem antiken Videorecorder. Der Grund: Die Programminformationen der Sender reichen nur für rund zwei Tage; weiter in der Zukunft liegende Sendungen muss man per Hand eintippen. Wenn die Sendung dann nur halb auf der Platte landet, weil sie zu spät beginnt, ist nicht der Gerätehersteller schuld: Erstaunlicherweise fehlt dem Digitalfernsehen noch eine Aufnahmesteuerung à la VPS (siehe Lexikon). Besitzer eines digitalen Sat-Receivers sollten deshalb zur Sicherheit immer eine halbe Stunde länger aufzeichnen.

NEU: HUMAX CI-8100 PVR (40- BIS 80-GB-FESTPLATTE)

Der nach unserem letzten Test erschienene Humax unterstützt Festplatten zwischen 40 und 80 Gigabyte. Das reicht für etwa 20 bis 40 Stunden Video. "CI" steht für den eingebauten Doppelschacht (Common Interface) zum Einschub von Kartenlesern. Die richtige Karten- und Leser-Kombination vorausgesetzt, gibt das Humax-Gerät Pay-TV-Programme wieder. Für den Zeitvertreib zwischendurch bringt er vier Knobelspiele (unter anderem eine Art Sokoban und Reversi) mit.

INSTALLATION, BEDIENUNG UND BILDQUALITÄT

Die Installation geht sehr leicht von der Hand: Antenne andocken, Scart-Kabel einstecken, fertig. Die Sendertabellen für gängige Satelliten wie etwa Astra und Eutelsat sind bereits gespeichert. Deshalb erscheint sofort ein Bild auf der Mattscheibe. Der Recorder arbeitet schnell und zuverlässig. Wer während einer Sendung mal eben ins Bildschirmmenü oder die elektronische Fernsehzeitschrift schauen möchte, dem werden Bild und Ton gekappt. Andere Hersteller zeigen in diesem Fall zumindest noch ein Minibild und lassen den Ton weiter laufen. Die Qualität des Fernsehbilds ist allerdings tadellos - sowohl das Lifebild als auch die Aufnahme.

LEXIKON

COMPOSITE Das auch FBAS oder Video-Cinch genannte Bildsignal beansprucht eine Leitung und ist an einer gelben Cinch-Buchse zu erkennen. Weil Farb- und Schwarzweiß-Informationen zur Übertragung gemischt werden, entstehen Bildfehler. Composite ist also qualitativ schlechter als etwa S-Video, RGB oder Komponenten.

DVB Standard für die Übertragung digitaler Audio- und Videosignale. Ein zusätzlicher Buchstabe kennzeichnet die Art der Übertragung (T = terrestrisch, C = Cable (Kabel), S = Satellit).

KOMPONENTEN Komponenten-Bildsignale laufen über drei Leitungen: Ein Schwarzweiß- und zwei Farbsignale. Der Clou: Sie können das Bild im Progressive-Scan-Modus übertragen.

PROGRESSIVE SCAN Erfassen des TV-/Videobilds in einem Durchgang. Im Vergleich zum Zeilensprungverfahren (zwei ineinander verzahnte Halbbilder) ergeben sich in bewegten Szenen glattere Motivkanten.

RGB bezeichnet die Farbanteile Rot, Grün und Blau, die als getrennte Signale auf drei Leitungen meist im Scart-Kabel übertragen werden. Der RGB-Modus vermeidet Bildfehler und wird besonders bei DVD-Playern und digitalen Sat-Receivern eingesetzt.

S-VIDEO Auch Y/C oder Hosiden genannt. S-Video überträgt das Bild über zwei Leitungen. Eine enthält die Schwarzweiß-Signale, die andere die Farbsignale. S-Video-Signale werden entweder im Scart-Kabel oder über das spezielle Hosiden-Kabel übertragen. Die Übertragungsqualität liegt zwischen Composite und RGB.

SCART Die 21-polige Standardbuchse enthält Signal- und Steuerleitungen. Als Bildsignalleitung kann ein Scart-Kabel Composite-, S-Video-, RGB- oder Komponentensignale enthalten. Der Zuschauer wählt am Zuspieler, welche Signalform der Fernseher wiedergeben soll. Audio übermittelt ein Scart-Kabel nur in Form analoger Vorverstärker-Signale.

VPS (Video-Programm-System) Mit analogem Fernsehsignal ausgestrahlte Information, die Videorecordern den exakten Mitschnitt ermöglicht, selbst wenn sich die Ausstrahlung einer Sendung verzögert.

TESTVERFAHREN

BEIM TEST von DVD-Recordern beurteilt Digital.World die Messergebisse, die Bildqualität, den Klang, die Ausstattung und die Bedienung. Im Messlabor erfassen die Ingenieure den Videofrequenzgang, den Fremdspannungsabstand am Audio-Ausgang, die Anzahl der Lesefehler, den Klirrfaktor und den Audiopegel. Zur Beurteilung der Bildqualität verwenden wir sowohl vorbespielte DVDs als auch Aufnahmen vom Testgerät selbst in verschiedenen Qualitätsstufen. Äquivalent dazu läuft der Tontest ab. Handelsübliche CDs mit Musik als und Filme auf DVDs sollte der DVD-Recorder tadellos abspielen. Natürlich muss das Testgerät diese Prozedur sowohl über den DVD-Player als auch über andere eingebaute Medien wie etwa Festplatten absolvieren.

BEI DER AUSSTATTUNG bewertet Digital.World nicht nur die Anzahl der Features, sondern auch, wie nützlich sie im täglichen Betrieb sind. Bei der Handhabung des DVD-Recorders sollte die Fernbedienung gut mit dem Bildschirmmenü korrespondieren und intuitiv nutzbar sein. Abzüge bringen unvollständige oder fehlende Beschriftungen, unübersichtliche Bedienungsanleitungen oder eine komplizierte Installation.

TESTEXPRESS

PC-WELT Marktplatz

0 Kommentare zu diesem Artikel
1243003