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Fazit

20.09.2005 | 18:18 Uhr | Michael Schmelzle

Die aktuellen Schnäppchen-Prozessoren von AMD und Intel bieten viel Rechenleistung fürs Geld, eignen sich aber nicht für alle Einsatzgebiete.

Für einfache Office-Aufgaben wie Word und Excel sowie das Surfen im Internet ist ein 60-Euro-Prozessor wie der Sempron 2800+ oder ein ähnlich preisgünstiger Celeron D vollkommen ausreichend. Auch die Bildbearbeitung geht mit allen getesteten Billigheimern flott von der Hand, sofern Sie nicht beim Hauptspeicher geizen. Selbst bei Spielen macht der Sempron 2800+ nicht schlapp - vorausgesetzt Ihre Grafikkarte eignet sich für moderne 3D-Titel. Anspruchsvollere Anwendungen wie die Videobearbeitung oder das De- und Encodieren von Musik- und Filmdateien verlangen hingegen nach mehr Rechen-Power:

In der Preisklasse bis 130 Euro empfehlen wir Ihnen den Athlon 64 3200+ Venice, der unterem Strich die meiste Rechenleistung pro Euro bietet und mit einem untadeligen Ausstattungspaket punktet. Selbst der annährend doppelt so teure Pentium 4 640 hat bei den meisten Benchmarks das Nachsehen. Insbesondere bei 3D-Spielen macht der Athlon 64 3200+ Venice eine sehr gute Figur – sofern Sie ihm mindestens eine leistungsstarke Grafikkarte mit einem Chip der gehobenen Mittelklasse wie etwa Nvidias Geforce 6600 GT oder ATIs Radeon X800 GTO zur Seite stellen. Zudem ist der Prozessor dank des Sockels 939 zukunftssicher und lässt sich beispielsweise später durch ein (dann) bezahlbares Zweikern-Modell der Athlon-64-X2-Baureihe ersetzen.

Der Sempron 3400+ hingegen ist eigentlich überflüssig – zum gleichen Preis ist er, je nach Benchmark, bis zu 8 Prozent langsamer als der Athlon 64 3200+ Venice. Lediglich für Besitzer von Sockel-754-Platinen kommt das schnellste Sempron-Modell als Upgrade-Alternative in Frage.

Nur in einer Dsiziplin kann das Intel-Schnäppchen überzeugen: Wenn Sie häufig Musik- und Filmdateien bearbeiten und in andere Dateiformate überführen, hängt der Celeron D 351 selbst den Athlon 64 3200+ Venice ab. Ansonsten ist die Rechenleistung des Celeron D 351 enttäuschend, in vielen Tests muss er sich sogar dem nur halb so teuren Sempron 2800+ geschlagen geben.

Der Pentium 4 640 hingegen ist weder Fisch noch Fleisch. Gemessen an der Rechenleistung der Schnäppchen-CPUs bietet er zu wenig fürs Geld. Wer eine gute und noch günstige CPU für seine Sockel-LGA775-Platine sucht, ist mit dem Zweikernmodell Pentium D 820 besser beraten – die kostet nämlich nur 20 Euro mehr.

Wir erwartet gelang keinem Billigheimer der Sprung in unsere Top-10-Liste, schließlich geht der Preis nur zu 20 Prozent in die Gesamtnote ein, während die Rechenleistung mit 40 Prozent zu Buche schlägt. Die beste Plazierung erreichte der Athlon 64 3200+ Venice auf Position 17. Der Celeron D 531 hingegen rollt das 25köpfige Feld ab sofort von hinten auf.

Wie sich die Schnäppchen-CPUs schlagen, wenn Profi-Software zum Einsatz kommt, erfahren Sie bei unserer Online-Schwesterpublikation TecChANNEL unter diesem Link.

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