Channel Header
129298

Fazit

01.06.2004 | 06:01 Uhr |

Was sofort ins Auge fällt: AMDs Athlon 64 3800+ ist in den meisten Benchmarks dem großen Bruder FX-53 fast ebenbürtig und konnte zudem die Sockel-940-Variante in einigen Tests schlagen. Wenn AMD auch in Zukunft "normale" Athlon-64- und FX-Modelle mit der selben Taktrate zeitgleich anbietet, ist die FX-Reihe schlicht überflüssig.

Zurecht verärgert dürften alle FX-Besitzer sein, die sich auf den Sockel 940 eingelassen haben. Die Sockel-939-Version ist bei gleichem Takt nicht nur bis zu 6 Prozent schneller, sondern lässt sich auch in Zukunft noch durch leistungsstärkere Varianten ersetzen.

In Sachen Rechenleistung endet in der High-End-Klasse der Wettstreit zwischen AMD und Intel unentschieden: Je nach Einsatzgebiet stellt entweder AMD (Spiele) oder Intel (Büroanwendungen) die schnellste Desktop-CPU der Welt. Allerdings ist AMDs FX-Reihe billiger und mit dem neuen Sockel 939 bewegen sich nun auch die Plattformkosten auf Intel-Niveau. Unterem Strich bietet AMD deshalb ein besseres Preis-Leistungs-Verhältnis als Intel.

In der Leistungskategorie der "normalen" Desktop-CPUs gibt AMD mit dem Athlon 64 3800+ jetzt klar den Ton an. Setzt man allerdings den Preis in Relation zur Leistung, ist AMDs Vorsprung verpufft. Der Athlon 64 3800+ bekommt deswegen von uns auch keine Kaufempfehlung - für das Gebotene ist er schlicht viel zu teuer. Ärgerlich finden wir auch, dass die günstigste Sockel-939-CPU, der Athlon 64 3500+, fast 500 Euro kostet. Wer also auf die neue Plattform umsteigen will, muss tief in die Tasche greifen - zu tief für unseren Geschmack. Warum bietet AMD nicht einen 3000+ für 200 Euro an? Technisch wäre das überhaupt kein Problem.

Der nächste Schlagabtausch steht am 21. Juni an. Dann will Intel kräftig an der Taktschraube drehen, um mit dem Pentium 4 3,6 und 3,8 GHz dem neuen Athlon 64 3500+ und 3800+ Paroli bieten zu können. Bereits jetzt ist klar, dass die Taktsteigerung zu Lasten des Stromverbrauchs und der Wärmeentwicklung gehen wird - rechnen Sie mit Rekordwerten. Zudem vollzieht Intel mit den 3,6- und 3,8-GHz-Modellen den schon etwas länger angekündigten Steckplatzwechsel auf den Sockel 775. Für Spannung ist also in jedem Fall gesorgt.

PC-WELT Marktplatz

0 Kommentare zu diesem Artikel
129298