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Fazit

14.07.2006 | 14:05 Uhr | Michael Schmelzle

Beginnen wir mit dem Stromverbrauch . Bei AMD macht sich Wechsel auf den integrierten DDR2-Controller bezahlt: Der Energiekonsum sinkt sowohl im Ruhezustand als auch unter Volllast. Allerdings sind die Unterschiede zwischen den X2-Baureihen nicht besonders beeindruckend: Im direkten Vergleich der beiden Athlon 64 X2 4800+ liegt das Sparpotential der AM2-Version im Ruhezustand (mit Cool’n’Quiet) bei acht Prozent, unter Volllast sind es lediglich vier Prozent. Die Rechenleistung hat sich hingegen unterm Strich nicht erhöht.

Kompliment an Intel: Beim Stromverbrauch liegen zwischen den Pentium-4-Baureihen und der Core-2-Duo-Familie Welten. Vergleicht man beispielsweise das Spitzenmodell Core 2 Extreme X6800 mit seinem Vorgänger Pentium Extreme Edition 965, reduziert sich der Stromverbrauch beim X6800 im Ruhezustand um 15 und unter Volllast sogar um 17 Prozent – und das bei deutlich verbesserter Rechenleistung.

Die Benchmark-Ergebnisse sprechen für sich: Die Rechenleistung der Core-2-Duo-Prozessoren ist beeindruckend. Bis auf den Verschlüsselungstest gewinnt Intel alle Benchmarks gegen den direkten AMD-Rivalen - und das meist mit deutlichem Vorsprung. Hinzu kommt, das der Core 2 Duo E6700 auch noch 80 Euro preisgünstiger ist als der Athlon 64 X2 4800+.

Bisher die bessere Wahl für Spieler: eine AMD-CPU. Auch diese Vormachtstellung bricht der Core 2 Duo - den besseren Spiele-Prozessor bietet nun Intel an.

Um konkurrenzfähig zu bleiben, muss AMD jetzt massiv die Preise senken. Im Sinne eines gesunden Wettbewerbes bleibt nur zu hoffen, dass der Prozessor-David möglichst schnell die nächsten CPU-Generationen zur Serienreife bringt.

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