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ExoMecha: F2P-Online-Shooter mit Mechs und Drachen

05.04.2021 | 09:03 Uhr |

ExoMecha springt wild hin und her zwischen Transformers und Titanfall 3, ein bisschen Saber Rider and the Star Sheriffs, ein bisschen Crysis, ziemlich viel Battlefield 2142, schließlich springen wir als Infanterie-Soldat aus der Schlacht in einen Helikopter und halten mit der Gatling auf fünf Meter hohe Mechs, die mit Schwert und Schild gegen Robosaurier-Drachen kämpfen – ganz wie in Transformers 5: The Last Knight. ExoMecha – die Weltpremiere.

Ein glänzender Chrom-Körper schält sich aus dem Bild, wie eine riesige Mischung aus Iron Man und Transformers. Groß wie ein Transformer, aber die elegante Rüstung Iron Mans – Muskeln werden von silbernen Stahlstreben nachgezeichnet, blaue LEDs beleuchten den Helm und das Herz bildet etwas, das zumindest entfernt an den Arc Reactor erinnert, den Tony Stark einst in einer Höhle schuf. Ein irres Spiel, ein wirres Spiel, ein verdammt großer Multiplayer-Shooter verspricht dieses ExoMecha zu werden. Die Transformer-Mechs schlagen mit riesigen Schwertern aufeinander ein, schützen sich mit noch größeren Titan-Schilden. Doch es gibt noch viel, viel mehr: Panzer preschen heran und eröffnen das Feuer, Helikopter schießen aus dem Himmel und jagen Raketen in Richtung der Mechs.

Beeindruckende Technik: Achten Sie mal auf die Sandspuren, die sich über die ganze Waffe sowie unsere Rüstung ziehen, weil wir gerade über den Strand geslidet sind.
Vergrößern Beeindruckende Technik: Achten Sie mal auf die Sandspuren, die sich über die ganze Waffe sowie unsere Rüstung ziehen, weil wir gerade über den Strand geslidet sind.
© Xbox

Infanterie legt schwereres Sperrfeuer, Raketenwerfer-Einheiten gehen auf einem Hügel in Position, werden von einer Art Hightech-Apache überrascht und im Gatling-Feuer erstickt. Und rauscht da gerade der Silver Surfer heran – ein Soldat in blau schimmernder Titan-Rüstung, der auf einer … Rakete unterwegs ist. WTF! Spannend und irre zugleich. Holy Shit, ist hier viel los – jetzt bezieht sogar Artillerie ihre Stellung, die auf vier Beinen herangekrabbelt kommt, ehe sie sich im Boden eingräbt, wie in Star Wars Clone Wars. Überhaupt ist hier eigentlich alles drin: Transformers, Titanfall, Halo: Infinite, eine gute Prise Battlefield 2142, gerade ob der Hover-Tanks. Und das Design von Saber Rider and the Star Sherrifs. Erinnert sich noch jemand an diesen Song? Gott, waren wir jung. Gibt’s übrigens als Remaster auf Amazon Prime für alle, die mal wieder ihrer Kindheit frönen möchten.

Wir kämpfen auf einem Eiland, im Schatten von Palmen, links erstreckt sich das Meer mit Felsformationen, von denen wohl Scharfschützen das Feuer eröffnen. Rasend schnell switchen wir auch von der Infanterie in Fahrzeuge: Einmal hoch gesprungen, aufs Köpfchen gedrückt, schon schießen wir unseren Spark-Greifhaken ab, schnellen in das Cockpit eines Helikopters und lassen die Gatling sprechen. Besser ist das, was soll ein Infanterie-Soldat schon gegen schwer gepanzerte Mechs ausrichten? Und absurd starke Hightech-Drachen, die KI sein sollen – diese Robo-Saurier leben in dieser Welt namens Omecha und kennen keine Freunde. Sie greifen alles und jeden an mit ihrem Gas-Flammenatem. Dieses ExoMecha ist eines der Spiele für Xbox Game Pass Ultimate, also für Xbox Series X und PC, die wir uns mal näher anschauen und von den Machern erklären lassen wollen, wohin die Reise geht. Denn hier kämpfen wir nicht nur mit Hightech-Scharfschützengewehren und Panzern, sondern die Mechs auch mit Schwert und Schild – eben genau wie in Transformers 5: The Last Knight.

Wie Battlefield 2142 mit viel Titanfall-3-Liebe

Besonders auffällig ist die schicke Grafik, gerade, wie realistisch Material-Shader eingesetzt werden. TwistedRed hat einen Grant von Epic Games gewonnen, die gerade 100 Millionen in Entwickler investieren, die mit der Unreal Engine 5 arbeiten.
Vergrößern Besonders auffällig ist die schicke Grafik, gerade, wie realistisch Material-Shader eingesetzt werden. TwistedRed hat einen Grant von Epic Games gewonnen, die gerade 100 Millionen in Entwickler investieren, die mit der Unreal Engine 5 arbeiten.
© Xbox

TwistedRed ist ein neues Team, das sich aus Epics MegaGrant-Programm finanziert – Epic vergibt gerade 100 Millionen US-Dollar an Entwickler, die auf Basis der Unreal Engine 5 programmieren möchten. Sicherlich einer der Gründe, warum ExoMecha bereits jetzt abgefahren gut aussieht: scharfe Texturen, smart eingesetztes Physics Based Rendering, hochwertige Effekte, wie etwa volumetrischer Rauch, als eine Rakete in einen Heli einschlägt, ihn in der Luft zerreißt und das Wrack zu Boden geht. Der Planet hier heißt Omecha und wird von mehreren intelligenten Spezies der Galaxis entdeckt. Es ist also relativ wahrscheinlich, dass zumindest die Menschen Soldaten in diese riesigen Mech-Suits stecken, so wie wir das zum Beispiel aus der großartigen Serie Saber Rider and the Star Sheriffs kennen, wo die Star Sheriffs Jesse, Cole und Saber Rider zusammen mit Mech-Kommandantin April Ramrod steuern – eine gigantische Hightech-Kampfmaschine.

ExoMecha fährt satt Fahrzeuge auf: Helikopter, Panzer, Humvees, Mechs. Wie in Vanquish kann die Infanterie einen Dash aktivieren, einen Sprung zur Seite, nach hinten oder vorne via Jetpack.
Vergrößern ExoMecha fährt satt Fahrzeuge auf: Helikopter, Panzer, Humvees, Mechs. Wie in Vanquish kann die Infanterie einen Dash aktivieren, einen Sprung zur Seite, nach hinten oder vorne via Jetpack.
© Xbox

Zugeben, so groß sind die Mechs in ExoMecha nicht – eher so die doppelte bis dreifache Größe eines Menschen. Die übrigens auch in abgefahrenen Anzügen unterwegs sind, die uns spontan an Vanquish erinnern. Auch dort jetten wir regelrecht durch die Gegend, weil sich ein Düsenantrieb an den Füßen sowie Rücken aktivieren lässt. In ExoMecha katapultiert sich ein Elite-Soldat in Chrom-Rüstung nach hinten, als einer der Hightech-Drachen Game of Thrones nachspielen möchte. Wir alle erinnern uns sicherlich noch an jene Szene, als Daenerys Tagaryens Drachen die stolze Armee der Lannister vernichtet hat. Ungefähr so:

Ein neuer bewohnbarer Planet namens Omecha wird von mehreren intelligenten Spezies in der Galaxie entdeckt. Um die Kontrolle über die Ressourcen des Planeten zu erlangen, kämpfen diese Fraktionen gegeneinander. Zu Beginn wird die Reise von ExoMecha in einer rein natürlichen Umgebung beginnen. Wenn mehr Zivilisationen auf den Planeten kommen, werden sich die Karten weiterentwickeln, und jede Zivilisation wird ihr Thema in diesen Karten wiederfinden.

Warum Mechs Schwerter tragen und Robo-Drachen ganz schön sauer sind

Wer musste hier gerade auch an Saber Rider and the Star Sheriffs denken? Oder an Gundam. Schwerter werden die stärkste Waffe des Spiels werden, die auch Panzer vernichten können.
Vergrößern Wer musste hier gerade auch an Saber Rider and the Star Sheriffs denken? Oder an Gundam. Schwerter werden die stärkste Waffe des Spiels werden, die auch Panzer vernichten können.
© Xbox

„Der Grund, warum wir unsere Mechs mit Nahkampfwaffen ausstatten, ist, dass wir dem Kampf eine einzigartige Note verleihen wollen. Die primären Waffen unserer Mechs sind ihre Schwerter und Schilde und sie haben den höchsten Schaden im Vergleich zu allen anderen Waffen im Spiel. Daher sind sie in erster Linie für den Einsatz gegen gegnerische Mechs gedacht. Aufgrund ihrer kurzen Reichweite sind sie jedoch schwer gegen andere Fahrzeugtypen zu verwenden.“
- Nursan Akinci, TwistedRed

Generell hat auch die Infanterie spannende Waffen: Da gibt es zum Beispiel die Phoenix-Sniper-Rifle, die zeigt, mit wie viel Liebe das Designerteam hier die Unreal Engine 5 nutzt. Achtet mal darauf, wie sich im Gameplay-Material Kratzer an der Außenschale des Visiers bilden und auch auf der ganzen Waffe. Besonders spannend ist auch, dass Waffen und Ausrüstung offensichtlich schmutzig werden – rutschen wir in einer Szene durch den Sand, der von den Wellen durchnässt wurde, zeigt sich das auf unserer Waffe sowie unseren weißen Handschuhen. Das Waffendesign ist zudem sehr martialisch, sehr expressiv und geht fast schon in Alien-Richtung – etwa dieser riesige Omega-Raketenwerfer, der an Hand seiner gelben LEDs an den Außen zeigt, wann er durchgeladen und zum Abschuss bereit ist.

Was macht denn der Silver Surfer hier? Dieser Soldat jagt auf einer Art Skateboard heran, das von einer Rakete angetrieben wird.
Vergrößern Was macht denn der Silver Surfer hier? Dieser Soldat jagt auf einer Art Skateboard heran, das von einer Rakete angetrieben wird.
© Xbox

Damit holen wir gleich einen Helikopter aus der Luft – der Pilot springt vorher ab und segelt zu Boden – ganz wie in Battlefield. Irre cool ist der Spark-Greifhaken, mit dem wir uns an futuristischen Helikoptern festschnallen, aufs Köpfchen drücken, von der Erde nach oben katapultiert werden: Cockpit öffnen, reingesetzt, schon sind wir der Pilot. Das Zielen mit Geschützen, an diesem Helikopter oder einem Humvee ist gar nicht so einfach, weil es kein Fadenkreuz gibt. Wir können Sperrfeuer legen, einzelne Truppen zu treffen, dürfte aber Übung bedingen. Infanterie knackt Fahrzeuge am ehesten via Omega-Raketenwerfer. Oder mit der Gauss-Tube, die sich erst aufladen muss und dann einen mächtigen Energiestrahl entlädt. Oh, und dann ist da noch der KI-gesteuerte Drache. Er ist im Grunde der Feind aller. In der Mitte eines jeden Matches greift der Drache einen zufälligen Bereich an und beginnt, mit seinen Flammen Einheiten zu rösten. Seine Anwesenheit stellt eine Gefahrenzone dar, aber es gibt eine hohe Belohnung, wenn wir uns entscheiden, wie die Star Sheriffs uns der Herausforderung zu stellen. Und den Boss zu legen.

ExoMecha erscheint 2022 für Xbox Series X und S sowie den PC.

Siehe auch:

Halo Infinite: Wuchtig wie Battlefield, episch wie Halo

Preview: Aliens Fireteam - Xenomorphs und Bugs überall

Crysis-Fans dürften sich freuen, dass das Team viel mit Spezialfähigkeiten für die Infanterie experimentieren möchte. Etwa Jetpacks, Schutzschilden, Stealth-Anzügen.
Vergrößern Crysis-Fans dürften sich freuen, dass das Team viel mit Spezialfähigkeiten für die Infanterie experimentieren möchte. Etwa Jetpacks, Schutzschilden, Stealth-Anzügen.
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