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Echo 4. Gen. im Test: Smarter Lautsprecher mit gutem Sound & Smart Home Hub

27.10.2020 | 10:31 Uhr | Hans-Christian Dirscherl

Der Echo 4. Gen. sieht nicht nur anders aus als seine Vorgänger, sondern ersetzt jetzt auch den Echo Plus, da er eine Zigbee-Bridge zur Steuerung von Philips Hue besitzt. Zudem liefert er guten Sound für einen 100-Euro-Lautsprecher.

Für den neuen Echo der vierten Generation gilt das Gleiche wie für den neuen Echo Dot: Er ist rund. Er hat also ebenfalls das neue sphärische Design samt Stoffbezug. Er ist genauso sorgfältig verarbeitet wie der Echo Dot 4. Gen. und fügt sich unauffällig in das Wohnzimmer-Ambiente ein. Der Echo bietet wie schon seine Vorgänger die bekannten Alexa-Funktionen .

Die wesentlichen Unterschiede zum ebenfalls neuen Echo Dot 4. Gen. sind:

Keine Uhr: Der Echo besitzt keine LED-Uhr (wobei es den Echo Dot 4. Gen. auch in einer Variante ohne Uhr gibt)

Amazon verbaut bessere Lautsprecher im Echo: einen Doppelhochtöner und einen nach oben ausgerichteten 76-mm-Woofer mit Dolby-Stereo-Sound. Echo 4. Gen. soll laut Amazon automatisch die Akustik des Raumes erkennen und darauf basierend eine Feinabstimmung der Audiowiedergabe vornehmen. Für eine optimale Musikwiedergabe empfiehlt Amazon einen idealen Abstand von drei Metern zum Echo und einen Mindestabstand von 1,8 Metern. Echo sollte sich laut Amazon ungefähr auf Höhe Ihrer Ohren befinden. Aber beim Echo gilt genauso wie beim Echo Dot: Der Sound geht nach vorne.

Doppelhochtöner und ein nach oben ausgerichteter Woover.
Vergrößern Doppelhochtöner und ein nach oben ausgerichteter Woover.
© Amazon

Bei den Musik-Streamingdiensten unterstützt Alexa/Echo neben Amazon Prime und Amazon Music Unlimited auch Apple Music, Spotify und Deezer. Und natürlich unzählige frei empfangbare Radiosender. Sollten Sie mehrere Echos besitzen, können Sie diese zu einer Gruppe zusammenfassen und dann mit „Multiroom-Musik“ gleichzeitig spielen lassen. Mit zwei Echos in einem Raum wiederum bekommen Sie ansprechenden Stereoklang.

Smart Home Hub: Im Echo befindet sich nun auch eine Zigbee-Bridge sowie ein Chip für Bluetooth Low Energy (BLE). Sie können also Smart-Home-Geräte, die über das Zigbee-Light-Link-Protokoll kommunizieren, direkt mit dem Echo verbinden und ohne zusätzliches Zigbee-Gateway verwenden; in dieser Funktion ersetzt der Echo 4. Gen. den bisherigen Echo Plus 2. Gen. Konkretes Beispiel: Hue-Leuchten lassen sich direkt mit dem Echo verbinden, den Kauf der Hue-Bridge können Sie sich sparen. Der Echo (genauso wie bisher der Echo Plus oder die entsprechenden Echo-Show-Modelle mit Zigbee-Bridge) unterstützt aber nicht alle Varianten des Zigbee-Protokolls, sondern eben nur Light-Link zur Lichtsteuerung.

Philips Hue und Echo 4. Gen. verstehen sich auf Anhieb und ohne Hue-Bridge.
Vergrößern Philips Hue und Echo 4. Gen. verstehen sich auf Anhieb und ohne Hue-Bridge.
© Amazon

Den von Amazon bei der Vorstellung der neuen Echo-Generation erwähnten "Machine Learning Processor " kann Echo noch nicht nutzen. Dieser auch als "AZ1 Neural Edge-Prozessor" bezeichnete Chip soll die Sprachbefehle bereits im Gerät vorverarbeiten und erst derart aufbereitet an die Alexa-Server schicken. Damit soll die Reaktionszeit von Alexa deutlich verkürzt werden.

Echo 4. Gen.
Vergrößern Echo 4. Gen.
© Amazon

Die Bedienelemente und Anschlüsse am Echo sind fast identisch mit denen des Echo Dot:

  • Buttons für lauter und leiser stellen

  • Button für Mikrofon stumm stellen (der LED-Ring leuchtet dann rot) 

  • Aktionstaste (um Alexa manuell zu starten, zum Zurücksetzen des Echos oder um dessen Koppelung zu starten) 


  • LED-Lichtring an der Basis des Geräts zur Anzeige der Betriebszustände. Blau bedeutet beispielsweise, dass Alexa zuhört und orange signalisiert: Ich bin bereit zur Koppelung. 

  • An der Rückseite der Stromanschluss und ein 3,5-mm-Audioausgang für den Anschluss eines zusätzlichen Lautsprechers. Anders als beim Echo Dot können hier aber auch Geräte angeschlossen werden, deren Musik Echo abspielen soll. Diese Entscheidung treffen Sie in der Alexa-App unter "Einstellungen, AUX-Audio".

In der Alexa-App legen Sie fest, ob die 3,5-mm-Mini-Klinkenbuchse als Ein- oder Ausgang dienen soll.
Vergrößern In der Alexa-App legen Sie fest, ob die 3,5-mm-Mini-Klinkenbuchse als Ein- oder Ausgang dienen soll.

Ein WLAN- und ein Bluetooth-Low-Energy-(BLE)-Chip stecken im Inneren.

Einrichtung und Bedienung

Wie alle Echos nimmt Sie die Alexa-App auf dem Smartphone bei der Inbetriebnahme des neuen Echos an der Hand. Sofern Bluetooth auf dem Smartphone eingeschaltet ist, erkennt die App den neuen Echo sofort. Ein bereitstehendes Firmware-Update installierte Echo sofort nach der Einrichtung.

Echo bietet direkt bei der Einrichtung an, vorhandene unterstützte smarte Geräte zu erkennen, etwa Hue-Leuchten. Sie können in der Alexa-App aber smarte Geräte auch jederzeit nachträglich hinzufügen.

Echo 4. Gen. in den Farben Anthrazit, Blaugrau oder Weiß kaufen

Tipp: Falls Sie eine Hue-Leuchte besitzen, diese aber von Echo nicht erkannt wird, dann können Sie die Leuchte in der Alexa-App zurücksetzen. Im Test klappte das auf Anhieb. Danach konnten wir die Hue-Leuchte per Sprachbefehl bedienen.


Das können Alexa/Echo

Alexa kann bekanntlich viel mehr als nur Musik abspielen und smarte Leuchten steuern. Wir stellen die Möglichkeiten von Alexa in diesen Artikeln umfassend vor:

Amazon Echo, Echo Plus, Echo Show, Echo Dot & Echo Spot mit Alexa im Test

Der große Alexa-Ratgeber: 37 Tipps zu Amazon Echo

Mehr Schutz mit Alexa: Der Umgang mit persönlichen Daten

Alexa: Aufpassen beim Spracheinkauf über Echo

Alexa erklärt jetzt, warum sie etwas gemacht hat

Amazon Echo: Die besten Alexa-Skills

Alexa als Assistentin: Wecker, Einkaufsliste und Co.

Musik hören mit Alexa: Die besten Tipps & Tricks

Spaß haben mit Alexa: 9 Skills & Spiele zur Unterhaltung

Test: Echo Dot 4. Gen. und Echo Dot 4. Gen. mit Uhr

Echo, Echo Plus, Echo Dot, Echo Show/Spot zurücksetzen - so geht’s

Amazon: Neuer Echo und Echo Dot in Kugelform

Test: Echo Dot 4. Gen. und Echo Dot 4. Gen. mit Uhr

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Smart Home - darum geht es.

Smart Home umschreibt einen der vermutlich am stärksten wachsenden Trends der Zukunft: Intelligente Geräte und Haus-Steuerungssysteme, die Ihnen Ihr Leben erleichtern sollen. Denkbar und vielfach bereits erhältlich sind dabei Lösungen wie Einbruchschutz oder Sets zum Stromsparen. Oder Intelligente Systeme zur Hausbelüftung oder Heizungssteuerung. Smart TVs bringen das Internet ins Wohnzimmer und Waschmaschinen lassen sich per App steuern. Über intelligente Stromzähler haben Sie mit einem Blick aufs Smartphone den aktuellen Stromverbrauch im Griff. Sie sehen, die möglichen Anwendungen sind vielfältig. In diesem Themenbereich widmen wir uns dem Thema Smart Home, erklären, wie die Technik funktioniert und wie intelligent vorhandene Lösungen am Markt wirklich sind.

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