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Dying Light 2 Preview: Eine Welt, so liebevoll wie Fallout

16.12.2021 | 08:09 Uhr |

Dying Light 2 könnte der Überraschungshit für das Frühjahr 2022 werden: Diese Welt ist mit so viel Liebe gebaut, es erinnert an die alten Fallouts. Mit gut geschriebenen, skurrilen Charakteren, vielen Entscheidungsmomenten und extrem brutalem Gameplay, das unglaublich viel Druck, aber auch taktische Möglichkeiten im blutigen Gepäck hat. Dying Light 2 im Mega-Preview.

Die Magie von Dying Light 2 liegt in etwas, das wir Momentum nennen würden. Diese Dynamik, die sich aufbaut, diesen perfekten Fluss im Kampf, der mitunter an das großartige Batman: Arkham Knight von Rocksteady erinnert. Wie wir von einem Gegner zum nächsten „fließen“, alles in einer Bewegung. Dying Light 2 hat ein fast schon kinetisches Geschwindigkeitsgefühl, wenn wir Aiden Caldwell durch The City steuern. Eine faszinierende Metropole, ein wilder Mix zwischen der Eleganz von Paris, dem Prunk von Moskau und den hässlichen, mit Grafittis beschmierten Gassen Berlins. Aber auch ganz vielen wilden, skurrilen Ideen – Vergnügungsparks, die aus Horrorfilmen stammen könnten. Windmühlen, die übereinander gestülpt sind, weil je höher die Menschen klettern, desto schwieriger ist es für die Zombies, sie zu fressen, die mit jeder Mutationsstufe aggressiver werden und ja, auch tierischer, könnte man fast sagen. Die Welt ist großartig designt, modernes Mittelalter auf die düstere Tour. Skurril und merkwürdig, aber passend im Kontext eines Universums, in dem ein Virus die Zivilisation auslöschte, die die Menschen vorher kannten und sie quasi wieder ins Mittelalter befördert hat. 

Dying Light 2 erinnert von seinem Art-Style an The Last of Us und wenn Sie mal auf darauf achten, wie echt die Figuren aussehen, ist das auch technisch durchaus nah dran.
Vergrößern Dying Light 2 erinnert von seinem Art-Style an The Last of Us und wenn Sie mal auf darauf achten, wie echt die Figuren aussehen, ist das auch technisch durchaus nah dran.
© Techland

Denn ohne Strom geht kein Handy, ohne Regierung gibt es keine Infrastruktur und irgendwann ging den militärischen Truppen und ihren Widersachern, Gangstern und Gesocks, die einfach ein bisschen Anarchie genießen wollten, die Munition aus. Ergo bekämpft man sich jetzt wieder mit Beilen und rüstet sich mit Kettenhemden und selbstgebastelten Rüstungen aus Autoteilen aus. Und freut sich wie ein kleines Kind, wenn man es schafft, den Strom in seinem Viertel wieder anzuschalten, wie Lawan in Techlands neuem 4K-Gameplay-Trailer „A Place to Call Home“, der schön zeigt, wofür Dying Light 2 eigentlich steht. Aber ach, eigentlich waren wir ja beim Momentum, dabei, wie sich Dying Light 2 anfühlt:  Techland muss unzählige Wochen und Monate daran geschraubt haben, dieses enorme Tempo halten zu können in einer Stadt, die uns quasi in so eine Art Endzeit-Assassin’s Creed reinwirft. Die Häuser sind hochgewachsen, Vertikalität ist wichtig und Techland sorgt dafür, dass wir nie anhalten müssen, wenn wir das nicht wollen. Wir springen von einem Dach an eine Fahne, ritzen mit dem Messer rein, rutschen ein Stück, schwingen uns aufs nächste Dach. Oder benutzen den Enterhaken so wie Tarzan eine Liane und schwingen uns einfach auf die andere Seite. Mühelos wechseln wir vom Sprint in einen Wall-Run, die es mittlerweile in Assassin’s Creed nicht mehr gibt, noch in Unity aber integraler Bestandteil der Spielerfahrung waren. 

Assassinen waren ja ursprünglich mal als agile Sprungkünstler gedacht, nicht bierbäuchige Wikinger. Wenn wir also vom Sprint in einen Wandlauf starten, gibt uns das Spiel Tools an die Hand, um den Speed aufrecht zu erhalten – wir rutschen Dächer hinunter, denn auch das wahrt die Geschwindigkeit. Und nein, bitte nicht denken, dass wir hier wie an der Kette gezogen durch die Spielwelt hüpfen. Oh nein. Ein falsch gewählter Sprung kann zu einem schwindelerregenden Sturz führen, aber nun, die Infizierten, die durch die Straßen schlendern, sind immer zur Stelle, um unseren Sturz abzufangen. Machen wir das gut, landen wir auf ihnen und zerquetschen sie dabei, ekliger Sound und mächtig viel Blut inklusive. Machen wir es schlecht, haben wir ein Problem. Es sorgt für ein unglaublich befriedigendes Gefühl, wenn wir diesen Parkour meistern. Dying Light 2 ist ein Spiel für Assassin’s-Creed-Fans, die genau diese Facette vermissen. Denn in Valhalla wurde ziemlich wenig von Dach zu Dach gesprungen, weil es eher wenige klassische Großstädte gibt. In Odyssey und Origins war das ja noch anders.

Das Gameplay ist alles, was Dying Light 1 großartig machte. Nur auf Maximum gedreht 

Sprinten, rennen, rutschen, kurz in die Luft wechseln mit dem Paraglider und weiter geht es. Dying Light 2 bemüht sich sichtlich, seinen Spielfluss beizubehalten, der schon im ersten Teil so stark war.
Vergrößern Sprinten, rennen, rutschen, kurz in die Luft wechseln mit dem Paraglider und weiter geht es. Dying Light 2 bemüht sich sichtlich, seinen Spielfluss beizubehalten, der schon im ersten Teil so stark war.
© Techland

Und natürlich ist es ein Spiel für Dying-Light-Fans, aber das versteht sich ja von selbst. Wobei, eigentlich ist das gar nicht mehr so in diesen Zeiten, wo sich Spiele auch gerne mal von ihrer Kern-DNA und Fanbase weg richten, dem nächsten Trend hinterher hechelnd. Nicht so Techland: Die reaktionsschnelle Steuerung und das grenzenlose, berauschende Gefühl von Freiheit; die brutalen Nahkämpfe und wie knackig hart die Fights ums Überleben werden, wenn die Nacht anbricht – all das waren letztlich die großen Stärken des ersten Dying Light. Und ja, nach den ersten Stunden mit diesem Werk können wir sagen, dass alles was wir an Dying Light liebten, sich hier nochmal steigert. Wir wissen nicht warum, aber viel zu oft erleben wir in letzter Zeit Spiele, bei denen Entwickler vergessen haben, warum diese eigentlich so großartig waren. Techland hingegen weiß um die Stärken seines ersten Teils uns legt einfach noch drei Schippen drauf. Das wird Dying Light 2 nicht zu einem revolutionären Spiel machen, aber das braucht es auch gar nicht. Es ist iterativ auf die richtig gute Art, es nimmt sich Kernelemente, die in seinem Erstling schon funktionierten und baut sie aus, statt einfach nur irgendeinem Trend hinterher zu jagen. Schauen wir uns den Nahkampf an, diese völlig absurde, brutale Art, wie wir uns hier wie im Mittelalter Schnittwunden mit Klingen zufügen, immer und immer wieder. 

Mal etwas ganz anderes: Waffen mit Kugeln sind sehr selten, Dying Light 2 ist sehr nahkampflastig auf eine brutale Art, die eher so an das Mittelalter erinnert.
Vergrößern Mal etwas ganz anderes: Waffen mit Kugeln sind sehr selten, Dying Light 2 ist sehr nahkampflastig auf eine brutale Art, die eher so an das Mittelalter erinnert.
© Techland

Richtige Schwerter haben wir nicht und es treten hier auch keine Armeen auf dem Schlachtfeld an, sondern Straßenbanden gegen ehemalige Polizisten. Die Fights würden wir nicht als perfekt beschreiben, mitunter fehlt ihnen ein bisschen die Abwechslung. Dying Light 2 hat dieses Gefühl der Vertrautheit, was gar nichts Schlechtes sein muss, denn das Bekannte schmeckt uns bekanntlich. Techland macht dieses Gefühl etwas zu spielen, das wir kennen wett, indem es sich unglaublich vital anfühlt. Wie schon der Vorgänger wird es kein Spiel für Jedermann, denn es ist extrem brutal, nochmal eine ganze Ecke brutaler als etwa ein Valhalla. Wie wir hier Menschen die Arme abhacken, wenn diese nicht parieren, das dreht einem auch gerne mal den Magen nach links. Sind aber nur Polygon-Figuren, sagt man sich dann und weiter geht es. Wenn wir einen Wunsch an Techland äußern dürften, wäre es allerdings, den Fortschrittszyklus etwas flotter zu gestalten. Denn die Fähigkeiten für komplexere Manöver, die kommen später und natürlich macht Vorfreude auch Freude, kennen wir alle von Weihnachten, aber gefühlt würden wir da doch gerne früher ran, es würde das Spiel ständig frisch und neu halten. 

Die Infizierten sind hier wirklich in großen Mengen schlurfend unterwegs, wobei es bestimmte gibt, die sich am Tag in geschlossene Räume zurückziehen, weil die Sonne ihre Haut verbrennt.
Vergrößern Die Infizierten sind hier wirklich in großen Mengen schlurfend unterwegs, wobei es bestimmte gibt, die sich am Tag in geschlossene Räume zurückziehen, weil die Sonne ihre Haut verbrennt.
© Techland

Wir hoffen sehr, dass Dying Light 2 nicht den Ubisoft-Fehler macht, wo wir gerade in Far Cry ständig durch die Gegend gurken, um irgendeinen Quatsch zu suchen oder irgendwelche Tiere zu überfahren – obwohl wir für Auftraggeber arbeiten, die in Dörfern wohnen, wo man so eine Ledertasche ja auch einfach im Laden kaufen könnte. Das ungehinderte Rauschen durch diese Welt, dieser donnernde Rhythmus ist es, was das Spiel ausmacht. Und ja, wir wissen wie schwer es sein muss für ein Entwicklerstudio, so ein Tempo im Gameplay zu halten. Aber Gott, was für geniale Moves wir haben, die uns quasi zu Batman machen: Wir schlagen einen Gegner, ziehen uns an ihm hoch, treten ihm ins Gesicht, stoßen uns von ihm ab, er fliegt nach hinten, haut einen Kollegen um und wir nutzen das Momentum, um uns mit Kampfgeschrei auf seinen Boss zu stürzen. 

Die Geschichte, ihre Welt, ihre Charaktere, das Spiel aus Gut, Böse und gar nicht so richtig zu wissen, wer was ist 

Unsere beste Freundin hat eine fast schon kindliche Energie und freut sich riesig über den kleinsten Fortschritt, den sie mit ihrer Gruppe machen kann.
Vergrößern Unsere beste Freundin hat eine fast schon kindliche Energie und freut sich riesig über den kleinsten Fortschritt, den sie mit ihrer Gruppe machen kann.
© Techland

Es ist einfach Star Wars zu schreiben, wo es die strahlenden Ritter gibt und die finsteren Bösen. Es ist schwierig Dying Light 2 zu schreiben, weil es nicht so richtig Gut und Böse gibt. Sympathisch oder unsympathisch sind hier viele, aber nicht selten mit Idealen, die man nachvollziehen kann. Da gibt es eine Gruppe, die aus Ex-Soldaten und Polizisten besteht, die sicherlich etwas zu brutal das Gesetz durchdrückt, aber sie haben eben auch gesehen, was in der Anarchie passiert. Diese Gruppe arbeitet nach mittelalterlichen Methoden, wie man sie heute auch noch in der Scharia im Nahen Osten anwendet – wer klaut, dem wird die Hand abgehackt. Es gibt in der Welt Egoisten, so wie in der Realität – einen Clan etwa, der Wasserrechte an die arme Bevölkerung für viel Geld verkaufen will. Quasi das Nestle von Dying Light 2. Die können wir stoppen oder mit ihnen Geld verdienen, so wie Politiker in unserer realen Welt. Wobei wir ehrlich gesagt eher so eine Art Söldner sind, der seinen moralischen Kompass noch finden muss und auch nicht selten für Leute arbeitet, die mal gut, mal weniger sind. Unser Guide ist dabei Lawan, stark gespielt von Rosario Dawson, die man aus LEGO: The Batman Movie oder Marve’s Daredevil als Claire Temple kennen dürfte. Eine Lady zum Liebhaben. 

Wir sind gespannt, ob Techland die hohe Qualität seines Writings und auch seiner Charaktermodelle über das ganze Spiel wird halten können, denn das ist schon beeindruckend.
Vergrößern Wir sind gespannt, ob Techland die hohe Qualität seines Writings und auch seiner Charaktermodelle über das ganze Spiel wird halten können, denn das ist schon beeindruckend.
© Techland

Sie hat eine fast schon kindliche Energie, die mitzieht und immer wieder andere in ihrem Viertel motiviert. Ihr Vater ist ein Trinker, weil er seine Frau nicht beschützen konnte vor den Zombies und viele sind entmutigt, sie ist diejenige, die ihnen zeigt, warum es sich lohnt zu kämpfen und zu leben. Deshalb funktioniert diese Szene so schön, wenn sie sich riesig freut, dass der Strom in ihrem Viertel wieder geht. Weil sie und ihre, sagen wir mal, lose organisierte, dezent chaotische Gruppe von Freunden dafür hart gearbeitet und ziemlich geblutet haben. Wir lernen eine Menge Menschen kennen, die alle etwas zu erzählen haben und uns mitunter richtig ans Herz wachsen. Und dann sind da diese ikonischen Entscheidungsmomente:  Es gibt diese Note, die immer abgespielt wird, wenn wir eine wichtige Entscheidung treffen müssen, die sich meist um die Abgabe eines wichtigen Stück Infrastruktur dreht: einen Wasserturm, ein Elektrizitätswerk und so weiter – entweder an die Peacekeeper, die Friedenswächter oder die Survivor, die Überlebenden. Wobei es eben auch Gangster-Clans gibt, die mit viel, viel Geld und der richtigen OP-Ausrüstung winken. Was sofort auffällt und uns richtig gut gefällt ist, wie uns die Welt greift und nicht mehr loslässt. Wie authentisch sich hier alles im Kontext der Geschichte anfühlt.

Diese kleinen Holzdörfer, die so in eine moderne, halb verfallene Großstadt reingebastelt wurden, haben einen besonderen Charme, den wir so schon länger nicht mehr gesehen haben. Zuletzt vielleicht in einem Fallout 3.
Vergrößern Diese kleinen Holzdörfer, die so in eine moderne, halb verfallene Großstadt reingebastelt wurden, haben einen besonderen Charme, den wir so schon länger nicht mehr gesehen haben. Zuletzt vielleicht in einem Fallout 3.
© Techland

Da ist etwa der Basar, der im Grunde nur eine halb kaputte, notdürftig zusammengeflickte Kirche ist, denn in Old Villedor, wie dieses Viertel heißt gibt es keine Kräne oder anderes modernes Equipment, um Mauern zu sanieren. Man stopft halt einfach ein kaputtes Auto in eine kaputte Mauer, schon hat sie kein Loch mehr und es regnet nicht rein. In dieser Kapelle finden sich kleine Bauernhöfe, Kinder rennen umher mit ihrem Teddybär. Mamas gehen in einem Tante-Emma-Laden einkaufen, der Waffenschmied sorgt für die Verteidigung. Denn wie gesagt – hier wird wie im Mittelalter gekämpft und der Schmied ist dein bester Freund. Man hat ein paar moderne Errungenschaften, die man nutzt, aber nicht viele – UV-Licht etwa, das die Infizierten abwehrt. Generell ist es interessant, wie in dieser Stadt Taktiken aus der Antike mit modernem Equipment von Special Forces zusammenstoßen. Wir können etwa dieses Viertel mit Baumstämmen schützen, in die Nägel gehauen sind und die an den Dächern gespannt sind – per Fernzünder lassen wir ein bisschen C4 explodieren und der Baum geht auf Reisen, um eine Horde angreifender Zombies zu zermatschen. Windmühlen werden weit nach oben gebaut wie riesige Türme und sorgen für genug Energie, um UV-Licht zu produzieren, was quasi ein kleines Areal vor Zombies schützen kann. 

The Division hatte ähnliche Ansätze, aber Dying Light 2 setzt gefühlt noch stärker auf diesen Mittelalter-Charakter. Hier wurde zum Beispiel eine reale Brücke als Zugbrücke umgebaut, was schon sehr spannend ist einfach vom Leveldesign.
Vergrößern The Division hatte ähnliche Ansätze, aber Dying Light 2 setzt gefühlt noch stärker auf diesen Mittelalter-Charakter. Hier wurde zum Beispiel eine reale Brücke als Zugbrücke umgebaut, was schon sehr spannend ist einfach vom Leveldesign.
© Techland

Solange dieses nicht zerstört wird, denn es gibt Banden, die es lieber hätten, wenn die Einwohner ihnen Schutzgeld zahlen würden, fürs Zombie-Köpfe-Spalten und andere, die gar mit selbstgebastelten Kanonen auf sie schießen. Schön auch, wie sich die Atmosphäre von karg, trist und etwas hoffnungslos auf der Straße zu purer Hoffnung und Schönheit wandelt, weil die Bewohner auf ihren Dächern in Gärten hoch über der Stadt Apfelbäume pflanzen und alles grünt und blüht. Old Villedor ist aber nur ein Viertel von vielen, es gibt zum Beispiel auch einen Vergnügungspark, ein Schwimmbad, ehemalige Kasernen oder das Finanzdistrikt, Central Loop genannt – hier nutzen wir den Enterhaken oder am besten gleich den Paraglider, um in die Höhe geschossene Wolkenkratzer zu bestaunen und zu erkunden, wie wir sie aus New York kennen. Ähnlich wie jede der großen Städte aus der Fallout-Reihe ist der Basar voll von eigener Kultur und Persönlichkeit. Die kirchlichen Symbole, die Pullover und Kapuzen, die von den Einwohnern getragen werden, sehen eindeutig wie mittelalterliche Kettenhemden aus, und das fast völlige Fehlen von Technologie unterstreicht das Thema "modernes dunkles Zeitalter". 

Fazit: Dürfte ein Spiel werden, das sein Gameplay so wichtig nimmt wie seine Story 

Auf Dying Light 2 warten wir ja schon lange, im Februar 2022 soll es so weit sein. Bleibt einfach zu hoffen, dass Techland diese enorm hohe Qualität halten kann, gerade auch im Charakter-Writing, Design und der Tiefe der Ausgestaltung der Figuren.
Vergrößern Auf Dying Light 2 warten wir ja schon lange, im Februar 2022 soll es so weit sein. Bleibt einfach zu hoffen, dass Techland diese enorm hohe Qualität halten kann, gerade auch im Charakter-Writing, Design und der Tiefe der Ausgestaltung der Figuren.
© Techland

Wenn wir uns Spiele in den letzten Jahren anschauen, dann haben sich viele von ihrer eigentlichen Kern-DNA verabschiedet. Battlefield 2042 fühlt sich mehr und mehr wie Call of Duty an, es hat diesen methodischen Teamplay-Ansatz irgendwie verloren und ist einfach nur Run-and-Gun-Chaos pur. DICE arbeitet zwar fieberhaft an Patches, strauchelt aber ihn zurückzubringen. Wenn sie nicht aufpassen, werden sie ihre Community an Spiele wie World War 3 verlieren, die genau das bieten. Techland weiß, wem sie Dying Light 2 zu verdanken haben: 17 Millionen Spielern, die sie zu einem der größten Studios Europas gemacht haben, eigene Edel-Engine inklusive. Denen geben sie, was sie möchten: Diese Mischung aus super agilem Parcours, diese Assassin’s-Creed-Note in Kombination mit absurd brutalen Kämpfen. Was aber Dying Light 1 nicht konnte, war, eine Story zu erzählen – so richtig erinnern wir uns an nur wenige Figuren. Dying Light 2 ist hier anders, es gibt eine Menge interessanter Protagonisten bei allen Fraktionen. Und das Spiel macht nicht den Fehler wie Far Cry 6, bei dem vieles nicht zusammenpasste. Wo Rebellen eher so eine Art Party-Hippie-Gruppe sind, die aus Spaß Soldaten erschießen, mit denen wir uns nicht identifizieren können. Die Figuren hier wachsen uns ans Herz, auch wenn sie keine Ritter mit weißer Weste sind. Auch entwickelt sich die Spielwelt, die so liebevoll gebaut ist, wie wir das schon lange nicht mehr gesehen haben. Im Februar 2022 soll es endlich soweit sein, unser Body ist ready. 

Battlefield 2042:  Wo ist die Kampagne, DICE?

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