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Display und Darstellung

29.11.2011 | 10:19 Uhr |

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© Amazon

Im Kindle eReader ist ein E-Ink-Display verbaut. Solche Displays arbeiten wie Papier: Sie reflektieren das Umgebungslicht und haben keine Eigenstrahlung. Das macht das Lesen auf dem Kindle viel angenehmer und effektiver, als das Lesen etwa auf einem Tablet.

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Der zweite Vorteil der E-Ink-Technik ist der Stromverbrauch. Das Display verbraucht nur Strom beim Laden der entsprechenden Seite. Für die weitere Darstellung des Textes verbrauchen E-Paper-Displays keine weitere Energie. Daher hält der Akku nach Herstellerangaben bis zu einem Monat. Zum Vergleich: Das Tablet mit der längsten Akkulaufzeit ist derzeit das iPad 2 mit bis zu 10 Stunden. Der dritte Vorteil ist die gute Lesbarkeit bei direkter Sonneneinstrahlung und auch aus jedem Blickwinkel

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Die Texte werden auf dem Kindle mit einer Auflösung von 170 dpi dargestellt. Die Texte auf unserem Test-Gerät wirken gestochen scharf und bieten einen guten Kontrast. Im Vergleich zu gedruckten Medien ist kein Unterschied festzustellen. Die Schrift können Sie auch an Ihre Bedürfnisse anpassen. So stehen Ihnen acht verschiedenen Größen und drei verschiedenen Schriftarten „Normal“, „Schmal“ und „Sans Serif“ zur Verfügung. Zudem können Sie den Zeilenabstand und Wörter pro Zeile einstellen. In den Einstellungen für Schriftgröße haben Sie die Wahl, ob sie Ihre Text im Hoch- oder Querformat darstellen möchten.

Darstellungsproblem mit Update gelöst

Nach einem mehrstündigen Lese-Test fiel auf, dass der Hintergrund dunkler wirkte als zu Anfang. Kundenrezessionen auf Amazon.de berichteten sogar von durchschimmernder Schrift vorhergehender Seiten. Das Problem liegt hierbei nicht an einem schlecht verarbeiteten oder unausgereiften E-Paper-Display, sondern ist auf die Software, sozusagen das Betriebssystem des Kindle zurückzuführen. Damit ein schnelles und nahtloses Umblättern der Seiten möglich ist, wird das Display nicht bei jedem Seitenwechsel aktualisiert. Die Folge ist, dass Teile der alten Schrift nicht vollständig von der Bildfläche verschwinden.

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Dieses Problem hat Amazon bereits mit dem Kindle Software-Update4.0.1 gelöst. Laden Sie sich dafür das Update 4.0.1 auf einen Rechner und verbinden Sie Ihr Kindle via USB-Kabel. Öffnen Sie über den Explorer die Ordneransicht und kopieren die heruntergeladene bin-Datei auf das Kindle in die oberste Struktur. Werfen Sie das Kindle aus und gehen über die Menü-Taste in die Einstellungen und drücken erneut die Menü-Taste und wählen „Kindle aktualisieren“.

Nachdem das neue Update auf dem Kindle installiert ist, steht unter Einstellungen auf der vierten Seite die Option „Seite aktualisieren“ zur Verfügung. Nach dem Update ist diese automatisch aktiviert. Stört Sie der gräuliche Bildschirm nicht, kann die Option dort deaktiviert werden.

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