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Kinder-Tablets: Die besten Modelle

05.12.2017 | 15:11 Uhr |

Kinder-Tablets sind besonders robust und bieten eine kindergerechte Oberfläche mit passenden Inhalten für die junge Zielgruppe. Wir stellen Tablets für Kinder vor, zeigen die Unterschiede und sagen, worauf Sie beim Kauf achten sollten. Plus: So machen Sie ein Standard-Tablet kindertauglich.

Die bunten Touchbildschirme von Smartphones und Tablets ziehen Kinder magisch in ihren Bann. Die Geräte-Hersteller haben längst reagiert. Ob auf dem Rücksitz im Auto oder im Wohnzimmer – Kinder-Tablets sind aus vielen Familien nicht mehr wegzudenken. Und passende Inhalte gibt es reichlich - ob digitale Malbücher für Krippen- und Kindergartenkinder oder Vokabeltrainer für Schüler.

Gerne werben Hersteller mit dem Argument, Kinder-Tablets förderten die Medienkompetenz und ermöglichten es Kindern die Welt spielerisch zu entdecken. Doch das geschieht nicht von selbst. Worauf was kommt es also beim Kauf eines Kinder-Tablets an? Wie können Eltern ihren Nachwuchs vor gefährlichen digitalen Inhalten schützen? PC-WELT gibt einen Marktüberblick zu den interessantesten Kinder-Tablets.

Kinder-Tablets im Preisvergleich

Hinweis: Einen Testsieger küren wir bewusst nicht, denn alle Tablets haben ihre Berechtigung. Zudem kann man Tablets für unterschiedliche Altersgruppen nicht miteinander vergleichen.

Grundlegendes vor dem Kauf: Darauf sollten Eltern achten

Ein Kinder-Tablet ist robust, kommt mit altersgerechter Oberfläche und speziell für den Nachwuchs entwickelten Apps. Der Schwerpunkt liegt auf "Spiel, Spaß und Lernen".

* Altersgerecht kaufen: Während bei Kindergartenkindern eine einfache Oberfläche mit großen Symbolen und eine dicke Schutzhülle Pflicht sind, interessieren sich Kinder ab dem Grundschulalter vermehrt für Videos. Hier darf es gerne ein leistungs-stärkeres Gerät sein. Die empfohlene Altersbeschränkung sollte zudem nicht außer Acht gelassen werden. Meist lässt sie sich mit wenigen Klicks im Netz herausfinden. 

* Schutzhülle: Bei den ganz Kleinen muss das Gerät besonders robust sein und Stürze überleben. Die meisten Hersteller liefern ihre Kinder-Tablets mit Gummi-Schutzhülle aus. Alternativ können Sie diese auch günstig nachkaufen.

* Kontrollmöglichkeiten: Bei Kinder-Tablets ist es elementar, dass Eltern festlegen können, welche Apps oder Webseiten der Nachwuchs nutzt. Auch die tägliche Nutzungsdauer sollte sich einstellen lassen. Tipp: Laut der EU-Initiative Klicksafe sollten Vier- bis Sechsjährige täglich nicht länger als 20 Minuten digitale Medien nutzen.
 
* Medienkonsum begleiten: Meist isst zwar der Nachwuchs die Nudeln mit Ketchup am Abend schneller, wenn das Tablet auf dem Esstisch das richtige Entertainmentprogramm spielt. Doch die Eltern sollten den Medienkonsum ihrer Kinder stets motiviert begleiten.

* Inhalte: Zum Kinder-Tablet wird ein Gerät erst, wenn es auch die richtigen Inhalte bietet. Viele Anbieter bringen hier bereits Out-of-the-Box eine ganze Reihe an Lern- und Spiele-Apps für Kinder mit oder punkten sogar mit einen eigenen App-Store mit - geprüften - kindgerechten Inhalten. Anderen Anbietern reicht der Zugang zu den bekannten App Stores. Vorsicht vor Kostenfalle: Viele Hersteller von Kinder-Tablets bieten auch ein relativ kostspieliges Abo-Modell für die Inhalte an.

Empfehlenswerte Kinder-Tablets im Überblick

Fire HD Kids Edition: Leistungsstarke Hardware trifft sattes Content-Angebot

Amazon hat innerhalb kürzester Zeit seine eigene Tablet-Familie aufgebaut. Auch für die jüngsten Generationen ist etwas dabei: die Fire HD 8 Kids Edition. Für rund 140 Euro gibt es den performanten 8-Zöller in Pink und Blau, zu dem der E-Commerce-Gigant auch gleich die passenden Inhalte für Kinder anbietet. Ein Jahr gibt Amazon FreeTime Unlimited gratis. Wer danach auf die E-Books, Videos, Lern-Apps und Spiele zugreifen möchte, zahlt pro Kind als Prime-Mitglied 2,99 Euro im Monat, ansonsten heftige 4,99 Euro.

Die Fire HD Kids Edition gibt es in acht und sieben Zoll; pink und blau.
Vergrößern Die Fire HD Kids Edition gibt es in acht und sieben Zoll; pink und blau.
© Amazon

Die Fire HD 8 Kids Edition punktet mit einer einfachen Kindersicherung und vier individuell definierbaren Profilen. Darüber hinaus lassen sich Nutzungszeiten und Lernziele festlegen. Beispielsweise können Eltern einstellen, dass Videos und Spiele erst verfügbar sind, wenn bestimmte Leseziele erreicht wurden.

Für rund 20 Euro weniger gibt es den ein Zoll kleineren Bruder, die Fire 7 Kids Edition. Verschmerzbare Abstriche muss der Käufer bei der Bildschirmgröße, Akkulaufzeit, der Qualität des Lautsprechers und dem integrierten Speicher machen.

Tiger Tab von Odys - Interaktive Bücher mit eigenem Store

Beim Tiger Tab von Odys steht das Lesevergnügen an oberster Stelle. Mit dem Gerät haben Eltern und Kinder Zugriff auf tausende animierte Bücher für Zwei- bis Zehnjährige. Teil dieser interaktiven Bücher zum Selberlesen oder Vorlesen sind manchmal auch kleinere Spiele wie Puzzles oder Memoires. 

Die animierten Bücher sind der große Pluspunkt des Tiger Tab.
Vergrößern Die animierten Bücher sind der große Pluspunkt des Tiger Tab.
© Tiger Media Deutschland

Zur Preisen ab 126 Euro gibt es den Achtzöller, der einen Elternmodus mitbringt. Damit keine Langeweile auftritt, benötigt es allerdings Inhalte. Für diesen Fall bietet der Hersteller ein Abo an, das für weitere Bücher, Hörspiele und Apps mit rund zehn Euro monatlich zu Buche schlägt.

Ravensburger 04476 - Für die ersten Toucherfahrungen / Für die ganz Kleinen

Der Spielehersteller Ravensburger adressiert mit seinem Tablet die jüngste Generation in unserem Vergleich. Für Kinder ab einem Alter von gerade neun Monaten soll es mit einfachen animierten Bildern losgehen. So geben Tiere - wie man es von so manchem Kinderbuch kennt - beim Antippen Laute, oder eine Stimme erklärt, was die Tiere machen. Auch Musik und einfachere Spiele vertreiben den Kleinsten zwischendurch die Zeit.

Für rund 20 Euro gibt es das Tablet zu kaufen.

Beim Fingertipp macht die Kuh muh.
Vergrößern Beim Fingertipp macht die Kuh muh.
© Ravensburger

Vtech Storio Max 7. Android ohne Google Play

Der Hersteller Vtech setzt bei seinem Storio Max 7 auf eine eigene Oberfläche, die auf Android 4.2.2. läuft. Die großen bunten Symbole, der speziell für Kinder konzipierte Browser und die 20 vorinstallierten Apps dürften den meisten Kindern Lust auf mehr machen. Praktisch ist der aufklappbare Displayschutz, der zum Standfuß wird. So können Kinder das Tablet bequem auf den Tisch stellen.

Darüber hinaus gibt es einen eigenen App Store, in dem Eltern Spiele, E-Books und weitere Apps laden können. Im Gegensatz zu Google Play gibt es hier jedoch kaum kostenlose Inhalte. Zwischen zwei und drei Euro pro App sollten Eltern mindestens einplanen. Denn auf Inhalte von Google Play lässt sich mit dem Vtech Storio Max 7 nicht zugreifen.

Der Displaydeckel fungiert als Tablet-Ständer.
Vergrößern Der Displaydeckel fungiert als Tablet-Ständer.
© Vtech

Ein Elternmodus ist selbstverständlich auch integriert. Einige Nutzer monieren jedoch die etwas träge Bedienung. Mit rund 125 Euro reiht sich das Vtech Storio Max 7 im ge-hobenen Preissegment für Kinder-Tablets ein.

Clempad XL - mit Stift für Lernspiele

Das Clempad XL von Clementoni punktet mit einer neun Zoll großen eigens für Kinder optimierten Oberfläche.

Das Clempad empfiehlt der Hersteller ab sechs Jahren.
Vergrößern Das Clempad empfiehlt der Hersteller ab sechs Jahren.
© Amazon

Ein Elternmodus, mit dem festgelegt werden kann, welche Webseiten das Kind besuchen darf und wie lange der Tabletspaß geht, ist ebenfalls an Bord. Anders als beim Vtech Storio Max 7 kann der Nutzer hier frei wählen, ob er die Inhalte von Google Play oder im Store des Herstelltlers (Clem App Store) bezieht. Einiger Nutzer im Netz klagen - trotz der ordentlichen Software - über Hardwareprobleme.

Das Clempad XL kostet rund 120 Euro. Die HD-Variante mit 4-Kern-Prozessor kostet sogar rund 200 Euro.

Apple, Samsung und Co.

Was viele Eltern nicht wissen: Meist ist es mit wenig Aufwand möglich, ein iPad oder Android-Gerät in ein Kinder-Tablet zu verwandeln. Robuste Schutzhüllen lassen sich für viele Geräte nachrüsten. Auf iOS lässt sich zudem mit ein wenig Fingerarbeit eine Kindersicherung aktivieren. Passende Apps wie Kidslox geben zusätzliche Funktionen. Sie ermöglichen es beispielsweise die Nutzungsdauer festzulegen und oder Webinhalte zu filtern.

Mit der richtigen Hülle wird das iPad für die Kleinen unbesiegbar.
Vergrößern Mit der richtigen Hülle wird das iPad für die Kleinen unbesiegbar.
© Lavolta

 
Konkurrent Samsung bietet für seine mobile Flotte einen speziellen Kindermodus als App. In einem abgeschotteten Bereich kann der Nachwuchs auf einen App Store für Kinder mit geprüften Inhalten zugreifen. So lässt sich jedes kompatible Samsung-Gerät in ein Kinder-Tablet verwandeln.

Die App Kindermodus gibt Kindern auf Samsung-Geräten eine eigene Oberfläche.
Vergrößern Die App Kindermodus gibt Kindern auf Samsung-Geräten eine eigene Oberfläche.
© Google Play

Tipp: Das Bundesamt für Strahlenschutz empfiehlt bevorzugt Offline-Anwendungen zu verwenden und die mobile Datenverbindung (sofern vorhanden) an Smartphones und Tablets zu deaktivieren. Kinder seien noch in der Entwicklung und könnten empfindlicher reagieren.

Fazit

Tablets für den Nachwuchs gibt es mittlerweile für alle Altersgruppen. Häufig kommt Android als Basis zum Einsatz. Doch nicht immer muss ein Kinder-Tablet auch als solches gekauft werden. Mit ein paar Einstellungen und der richtigen Hülle wird aus so manchem "Wischbrett" der Eltern ein günstiges Kinder-Tablet, das dem Nachwuchs noch dazu länger Spaß macht.
 

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