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Gaming-Mäuse von Logitech, Roccat, Corsair, Steelseries, Razer, Asus & Zowie im Test

15.04.2018 | 10:55 Uhr |

Wir haben die besten und beliebtesten Gaming-Mäuse im Praxis-Test und verraten, welche Modelle sich für welchen Spieler-Typ eignen.

Kaum ein PC-Eingabegerät ist so wichtig wie die Maus. Insbesondere für Gamer spielt ein zuverlässiges sowie umfangreiches ausgestattetes Modell eine elementare Rolle. Bevor es aber auf den weiteren Seiten direkt zu den Tests geht, verraten wir Ihnen, auf was Sie beim Kauf einer guten Gaming-Maus beachten sollten. Denn oft sind viele Angaben einfach nur Marketing-Geschwätz. Einen schnellen Überblick über alle getesteten Mäuse inklusive Kurzfazit und Link zum besten Preis & ausführlichen Einzeltest bietet die folgende Bildgalerie:

Was zeichnet eine gute Gaming-Maus aus? Eine gute Gaming-Maus sollte in erster Linie über eine gute Verarbeitung und über robuste Schalter verfügen, schließlich sind sie höheren und längeren Belastungen ausgesetzt als reguläre Mäuse: Häufige und schnelle Klickfolgen, plötzliche Bewegungsänderungen und auch mal den ein oder anderen Wutanfall, wenn es im Spiel mal nicht so gut läuft.

Besonders für Spieler ist eine zuverlässige, präzise und umfangreich ausgestattete Gaming-Maus extrem wichtig. Sie sollte nicht nur eine hohe Abtastrate aufweisen, sondern je nach Spieler-Typ auch Zusatztasten haben, die sich individuell belegen lassen. Und ein bisschen Blink-Blink darf es heutzutage ja auch gerne noch sein - aber dem RGB-Trend entzieht sich sowieso fast kein Hersteller mehr. Fritz hat neun aktuelle Gaming-Mäuse von günstig bis teuer getestet und verrät Euch in diesem Video, welches die besten sind.

► Der ausführliche Vergleichs-Test auf pcwelt.de:
www.pcwelt.de/2188834

► VicTsing Mini Gaming-Maus: amzn.to/2Hl45wu
► BenQ Zowie FK1+: amzn.to/2EJZVZK
► Razer Basilisk: amzn.to/2Hoeo2U
► Corsair Dark Core RGB SE: amzn.to/2HzYqAi
► Asus ROG Pugio: amzn.to/2GZR0ZY
► Logitech G903: amzn.to/2quF1JW
► Roccat Kone Aimo: amzn.to/2JLTf0X
► Rapoo V26S: amzn.to/2GW0Agu
► Steelseries Rival 600: amzn.to/2qwWEIP


Hohe Abtastrate = gute Gaming-Maus?

Lassen Sie sich nicht vom Hersteller-Marketing blenden: Eine gute Gaming-Maus muss nicht über abertausende DPI (oder CPI) verfügen. Hier kommt es auf ihre persönliche Vorliebe an. Gute Modelle bieten sowieso an, die Auflösung im laufenden Betrieb über eine eigene Taste zu ändern. Oft lassen sich diese Stufen auch selbst im Treiber programmieren.

Auf der Suche nach dem passenden Mauspad? Hier geht es zu den besten Gaming-Mauspads

Ein weiterer wichtiger Wert ist die sogenannte Polling-Rate, die die Hersteller in Hertz angeben. Diese Angabe informiert Sie darüber, wie oft in der Sekunde die Maus dem System mitteilt, wo sie sich aktuell befindet. Eine 1000-Hertz-Polling-Rate bedeutet also, dass das Gerät 1000-mal in der Sekunde berichtet, wo sie jetzt ist. Das wiederum entspricht einer schnellen Reaktionszeit von nur einer Millisekunde. Idealerweise lässt sich die Polling-Rate auch herunterregeln, um die Maus auch an älteren Systemen betreiben zu können.

Nur weil eine Maus eine hohe DPI-Zahl beherrscht, bedeutet das nicht, dass es sich um eine gute Gaming-Maus handeln muss.
Vergrößern Nur weil eine Maus eine hohe DPI-Zahl beherrscht, bedeutet das nicht, dass es sich um eine gute Gaming-Maus handeln muss.

Auf die Haltung kommt es an

Wenn Sie im „Palm Grip“ spielen, also Ihre Hand komplett auf der Maus ablegen, dann greifen Sie zu einer breiten, hohen Maus. Gamer mit „Claw Grip“, die mit angewinkelten Fingern und der unteren Handflächen daddeln, greifen zu schmaleren und mittelhohen Modellen. „Finger Tip Grip“-Spieler zocken am besten mit schmalen sowie flacheren Mäusen, da sie sowieso fast nur mit den Fingerspitzen spielen. Gummierte Griffflächen bieten sich auch noch an, um im Eifer des Gefechts nicht den Halt zu verlieren.

Tastatur- und Maus-Treiber optimal einrichten

Das i-Tüpfelchen bildet ein „Weight Tuning System“: Hier verändern Sie mit Hilfe von kleinen Gewichten die Schwere der Maus. Ein kleines aber feines Detail ist das USB-Kabel. Wenn Sie auf die Langlebigkeit Ihres Gaming-Nagers wertlegen, dann achten Sie darauf, dass das Kabel „gesleevt“ ist, also geflochten respektive mit Textil ummantelt ist – das schützt sehr gut vor Kabelbruch!

Veranschaulicht von Razer: Die verschiedenen Grip-Styles, also Bedienweisen der Maus.
Vergrößern Veranschaulicht von Razer: Die verschiedenen Grip-Styles, also Bedienweisen der Maus.
© Razer

Zusatztasten, Speicher und Beleuchtung

Je nach Spiele-Genre und eigener Vorliebe bieten sich mehr oder weniger Zusatztasten an. Besonders bei MMO- oder MOBA-Gamern bieten sich gleich ganze Zahlenfelder an der linken Außenseite an, die sich schnell über den Daumen bedienen lassen. Darauf lassen sich auch ganze Tastenfolgen im Treiber programmieren. Idealerweise lassen sich die Befehle auch noch in unterschiedliche Profile speichern, um so mehrere Spiele oder Anwendungen abdecken zu können.

Optische Maus versus Laser-Maus - Welche ist besser?

Ein Onboard-Speicher ermöglicht es, Ihre Einstellungen auch an fremden oder neuen PCs zu nutzen. Bei der Beleuchtung entscheidet wieder der Geschmack: Teurere Modelle bieten RGB-LEDs, um die Maus an das restliche Gaming-Equipment anzupassen, günstigere Mäuse verfügen oft nur über eine oder gar keine Leuchtfarbe.

Teurere Gaming-Mäuse bieten oft eine RGB-Beleuchtung an, damit Sie das Gerät individuell an Ihre optischen Wünsche anpassen können.
Vergrößern Teurere Gaming-Mäuse bieten oft eine RGB-Beleuchtung an, damit Sie das Gerät individuell an Ihre optischen Wünsche anpassen können.

So haben wir die Gaming-Mäuse getestet

Damit wir die verschiedenen Gaming-Mäuse fair miteinander vergleichen können, haben wir alle Modelle unter gleichen Bedingungen getestet. Als Mauspads kam sowohl ein Kunststoff-Mauspad (Logitech G440), als auch eine Unterlage aus Stoff (Roccat Taito Control) zum Einsatz. Um die Spieletauglichkeit der Nager zu prüfen, haben wir den flotten Ego-Shooter Call of Duty: WWII und Playerunknown's Battlegrounds mehrere Stunden lang gezockt. Und auch den Arbeitsalltag eines Hardware-Redakteurs mussten die Geräte einen kompletten Arbeitstag überstehen.

Das sind die besten Gaming-Mäuse des Vergleichstests:

TEST-SIEGER: Steelseries Rival 600

TEST-SIEGER: Steelseries Rival 600
Vergrößern TEST-SIEGER: Steelseries Rival 600
© Steelseries

Das kantige Gaming-Design und die ergonomische Form der Steelseries Rival 600 haben uns gleich zu Beginn sehr gut gefallen. Durch die Silikon-Einlagen an den Seiten haben wir einen angenehm weichen und festen Grip und mit den im Lieferumfang befindlichen Gewichten können wir den Nager auch noch in Sachen Gewicht tunen. Und auch die umfangreiche RGB-Beleuchtung und das innovative Sensor-System TureMove3+, bestehend aus dem TrueMove3 und dem Tiefensensor, machen die Rival 600 für uns zu einer gelungenen Gaming-Maus.

Jedoch ist nicht alles Gold was glänzt, denn beim genaueren Hinschauen merken wir, dass die Verarbeitung der Silikon-Seiten nicht ganz sauber ist: In unserem Test löst sich bereits eine Ecke ab. Und wenn wir schon bei den Seitenteilen sind, fragen wir uns, warum der Hersteller keine anders geformten Teile zum Wechseln vorsieht, um die Maus auch für Linkshänder kompatibel zu gestalten. Im Bereich der Software fehlt es uns nur etwas an Genauigkeit bei der Einstellung der Lift-Off-Distance. Der Hersteller wirbt nämlich damit, dass wir die vollständige Kontrolle haben und die Werte zwischen 0,5 bis zwei Millimeter liegen, aber dann lässt das Programm nur eine recht ungenaue Regelung von niedrig bis hoch zu. Das ist durchaus verbesserungswürdig, mit einem entsprechenden Software-Update aber wohl leicht zu lösen! Der aktuelle Preis beläuft sich auf rund 90 Euro und ist aus unserer Sicht vollkommen in Ordnung, gerade im Hinblick auf die verwendete Technik mit zwei Sensoren und einer voll programmierbaren Tasten- sowie Beleuchtungseinheit.

Der beste Preis: Steelseries Rival 600

Zum ausführlichen Test: Steelseries Rival 600

PREIS-LEISTUNGS-SIEGER: Rapoo V26s

PREIS-LEISTUNGS-SIEGER: Rapoo V26s
Vergrößern PREIS-LEISTUNGS-SIEGER: Rapoo V26s
© Rapoo

Auch wenn der Hersteller mit einer symmetrischen Maus wirbt, die Sie beidhändig nutzen können, bleibt sie aufgrund der nicht durchdachten Ausstattung strenggenommen doch eine Rechtshänder-Maus. Denn auch als Linkshänder sollte es möglich sein, dass Ihnen die Daumentasten zur Verfügung stehen und die nicht genutzten Schalter Sie nicht weiter stören. Das hat der Hersteller leider nicht ganz durchdacht, genau wie die nicht flächendeckende RGB-Beleuchtung. Diese lässt im vorderen Bereich der Gaming-Maus stark nach, was wir sehr schade finden.

Gut gelungen sind jedoch die Maustasten, die uns ein knackiges Feedback geben, was die Rapoo V26S in Kombination mit dem zuverlässigen Sensor zu einer gelungenen Gaming-Maus macht. Außerdem ist die Möglichkeit der DPI-Anpassung sehr praktisch, auch wenn die Anwendung Ihnen feststehende Stufen vorgibt, die Sie dann auf der DPI-Taste hinterlegen können. An der Rapoo-VS-Gaming-Software sollte der Hersteller noch einmal Hand anlegen, diese könnte unserer Meinung nach eine simplere Bedienoberfläche vertragen. Für die Rapoo V26S wird ein aktueller Straßenpreis von rund 30 Euro aufgerufen, der absolut in Ordnung ist. Ihnen wird für den geringen Preis einiges an Komfort und Technik geboten, mit dem Sie durchaus lange und zuverlässig zocken können.

Der beste Preis: Rapoo V26S

Zum ausführlichen Test: Rapoo V26S

TOP DESIGN: Roccat Kone Aimo

TOP DESIGN: Roccat Kone Aimo
Vergrößern TOP DESIGN: Roccat Kone Aimo
© Roccat

Die Roccat Kone Aimo ist mit ihren 130 Gramm kein Fliegengewicht, liegt aber aufgrund der Breite immer noch recht gut in der Hand – hier bemerken wir das bewährte Kone-Design. Wer grundsätzlich schwerere Mäuse bevorzug trifft hier also voll ins Schwarze. Doch eben an diesem Punkt wird sich der ein oder andere mit Sicherheit gegen die Kone Aimo entscheiden. Denn nicht jeder bevorzugt eine schwere und breite Maus. Ein veränderbares Gewicht wäre hier wünschenswert gewesen. Die Ur-Kone bot dieses Feature nämlich an.

Doch gerade bei der Beleuchtung hat sich der Hersteller wieder voll ins Zeug gelegt und bringt mit dem Aimo-System eine neue Art der RGB-Beleuchtung auf den Markt. Nicht nur das intuitive Aufleuchten ist hier der Clou, mehrere Aimo-Geräte können hier farblich aufeinander abgestimmt werden. Der Owl-Eye-Sensor hat bei uns im Test ebenfalls überzeugt und hat flüssig sowie äußert präzise reagiert. Für die Kone Aimo ruft Roccat einen Preis von rund 80 Euro auf welcher aus unserer Sicht definitiv nicht zu hoch angesetzt ist.

Der beste Preis: Roccat Kone Aimo

Zum ausführlichen Test: Roccat Kone Aimo

ATTRAKTIVER PREIS: VicTsing Mini Gaming-Maus

ATTRAKTIVER PREIS: VicTsing Mini Gaming-Maus
Vergrößern ATTRAKTIVER PREIS: VicTsing Mini Gaming-Maus
© Easterntimes Tech

Gerade dieser kleine Nager beweist uns, dass günstig nicht immer gleich schlecht heißt. Auch wenn die VicTsing Mini in einigen Bereichen nicht perfekt ist, ist sie für diesen unschlagbaren Preis allemal Top! Zugegeben, für Profispieler taugt der kleine Nager wohl eher weniger, denn gerade an der Größe fehlt es der Gaming-Maus, was zu unbequemen Haltungen führt. Und was noch viel wichtiger im Zocker-Bereich ist, ist ein zuverlässiger Sensor und präzise Klicks, auch wenn es hektisch wird - und das kann die VicTsing leider nicht bieten. Gelegentlich stellen wir Verbindungsabbrüche fest und auch der schwammige Tasten-Druckpunkt macht intensives Zocken anstrengend.

Deutlich besser geeignet ist die Maus für den alltäglichen Gebrauch und gelegentliches Zocken, denn dafür reichen die technischen Features, wie die fünf vordefinierten DPI-Stufen und die 2,4-GHz-Funkfrequenz allemal aus. Auch der optische Sensor meistert einen solchen Einsatz mit nur wenigen Rucklern und im Großen und Ganzen recht zuverlässig. Wenn Sie also nur ein paar Stunden vor dem PC verbringen, kommen Sie mit dem kleinen, aber dennoch ergonomischen Design gut zurecht und profitieren von einer sehr langen Batterielaufzeit. Und nun endlich lüften wir das Geheimnis um den unschlagbaren Preis: Rund 9 Euro kostet der Amazon-Bestseller und ist aufgrund der guten und meist zuverlässigen Leistung die uns geboten wird, ein absoluter Preishammer!

Der beste Preis: VicTsing Mini Gaming-Maus

Zum ausführlichen Test: VicTsing Mini Gaming-Maus

INNOVATIVE TECHNIK: Logitech G903

INNOVATIVE TECHNIK: Logitech G903
Vergrößern INNOVATIVE TECHNIK: Logitech G903
© Logitech

Die Logitech G903 ist ein echtes Allround-Talent. Sie ist sowohl kabelgebunden als auch kabellos nutzbar und ist zusammen mit der Powerplay-Mausunterlage ein eingespieltes Team. Durch das symmetrische Design können auch Linkshänder in den Genuss dieser Maus kommen. Die elf programmierbaren Tasten sind hierbei auch nicht unwesentlich, genau wie die magnetischen Wechseltasten. Rechts- und Linkshänder müssen dabei auch keine Kompromisse bei der Bedienung eingehen.

Extras wie ein präziser Sensor und ein frei wählbarer Bildlauf machen die Maus auch für Gamer interessant. Und das Wichtigste: Der Sensor bietet ein hohes Maß an Präzision. Doch für dieses kleine Kraftpaket ruft Logitech einen stolzen Preis auf: Mit rund 120 Euro kann die Maus ein großes Loch in den Geldbeutel reißen. Außerdem ist die Haptik nicht gerade die edelste. Besonders deutlich wird die teure Preisgestaltung, wenn man sich die Kosten für das Powerplay-Mauspad vor Augen führt: Für die komfortable und durchaus auch innovative Ladetechnik muss der Käufer noch einmal 116 Euro investieren! Gerade beim Preis des Mauspads fällt uns deutlich auf, dass Logitech seine aktuelle Alleinstellung als Anbieter dieser Ladetechnik für Gaming-Mäuse ausnutzt. Bei mehr Konkurrenz würde mit Sicherheit auch der Preis etwas fallen.

Der beste Preis: Logitech G903

Zum ausführlichen Test: Logitech G903

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