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Beste Full-HD-Grafikkarte 2020: Gamer-GPUs für 1080p bis 300 Euro im Vergleichs-Test

06.08.2020 | 10:00 Uhr | Sebastian Schenzinger

Viel Spielleistung für wenig Geld: Unser FPS-Vergleich und das Preis-Leistungs-Ranking hilft Ihnen dabei, die beste Full-HD-Grafikkarte fürs 1080p-Gaming zu finden - inklusive Kauftipps und konkreten Modellempfehlungen.

Update vom 05.08.2020

Ein weiterer Monat ist ins Land gegangen, leider ohne Neuerungen auf dem Grafikkarten-Markt. Gegen Ende des Jahres dürfte sich das dann aber ändern. So soll laut aktuellen Gerüchten  im dritten Quartal 2020 (September) Nvidias neue Grafikkartengeneration "Ampere" auf den Markt kommen. Es ist mit einem Leistungsanstieg von etwa 50 Prozent und einer doppelt so hohen Raytracing-Leistung zu rechnen. Zum Jahresende soll dann auch AMDs erste Grafikkartengeneration mit hardwareseitigem Raytracing-Support Navi 2X erhältlich sein. Hier lassen diverse  Leaks  auf einen doppelt so großen Videospeicher und eine doppelt so hohe Performance im Vergleich zur RX 5700 XT hoffen. Wir gehen allerdings davon aus, dass zunächst nur die Top-Modelle des jeweiligen Herstellers erhältlich sein werden und die günstigeren Modelle erst Anfang 2021 nachfolgen.

Bereits seit Anfang des Jahres ist zu beobachten, dass Grafikkarten immer günstiger werden, durch die Senkung der Mehrwertsteuer in Deutschland hat sich dieser Trend noch einmal verstärkt. Betrachtet man die Preise der Full-HD-GPUs über das letzte halbe Jahr, dann ist nur der Preis für die Radeon RX 590 um fünf Euro gestiegen. Im Schnitt sind die Anschaffungskosten um gute 15 Euro gefallen. Am meisten profitiert haben die GTX 1660, die GTX 1660 SUPER und die RTX 2060 von Nvidia sowie die RX 5600 XT von AMD. Hier liegt der Preisfall zwischen 20 und 28 Euro, was unsere Empfehlungen in den jeweiligen Preisbereichen gehörig durcheinander gebracht hat. Eine ausführliche Tabelle zu den Preisentwicklungen können Sie am Ende des Artikels finden.

Die Grafikkarte ist maßgeblich für die Spielleistung Ihres Computers verantwortlich. Aber nicht immer müssen Sie Unsummen in die Hand nehmen, um auch aktuelle Spieltitel genießen zu können, denn gute Grafikkarten für die Full-HD-Auflösung gibt es bereits ab 135 Euro. Wir haben alle aktuellen AMD Radeon RX und Nvidia GeForce GTX GPUs bis 300 Euro im Test, um Ihnen bei der Qual der Wahl zur Seite zu stehen. In der folgenden Bildergalerie präsentieren wir Ihnen unsere Kaufempfehlungen und Auszeichnungen auf Grundlage unserer Messwerte mit dem Preis-Leistungs-Sieger, der Empfehlung der Redaktion, dem "Attraktiven-Preis" und der "Innovativen-Technik".


Sie interessieren sich nicht nur für Full-HD-GPUs: Unser großer Grafikkarten-Vergleich 2020

Welche sind die besten Gaming-Grafikkarten 2020? Wir haben in unserem großen Grafikkarten-Vergleich alle GPUs aus den Preisbereichen von 150-1200 Euro getestet und sagen Euch, bei welchen Grafikkarten Ihr die meisten Frames für Euer Geld bekommt.
Um Euch die Auswahl so einfach wie möglich zu machen, haben wir das Video in Preisbereiche gegliedert. Zu den einzelnen Preisstufen kommt Ihr hier:

► GPUs bis 150€ (1:40):
------------------------------------------
►► Sapphire Radeon RX 570 8 GB:
amzn.to/2TSdoIC


► GPUs bis 200€ (3:35):
------------------------------------------
►► Sapphire RX 590 Nitro+:
amzn.to/2wGVpgn


► GPUs bis 250€ (6:22):
------------------------------------------
►► KFA2 Nvidia GeForce GTX 1660 Super OC 6GB:
amzn.to/2wNv0xu


► GPUs bis 350€ (7:38):
------------------------------------------
►► PowerColor AMD Radeon RX 5700 Red Dragon 8GB:
amzn.to/2W39IpR


► GPUs bis 450€ (9:48):
------------------------------------------
►► SAPPHIRE Nitro+ Radeon RX 5700 XT 8GB:
amzn.to/2vLezSb


► GPUs bis 550€ (11:23):
------------------------------------------
►► KFA2 Nvidia GeForce RTX 2070 Super EX 8GB:
amzn.to/3aK1veC


► GPUs bis 750€ (12:24):
------------------------------------------
►► ASUS ROG Strix Nvidia GeForce RTX 2080 Super:
amzn.to/2TT8xqt


► You're serious??? (13:11):
------------------------------------------
►► MSI GeForce RTX 2080 Ti Gaming X Trio:
amzn.to/2PZKHbq


Alle ausführlichen Test-Ergebnisse zum Nachlesen:
------------------------------------------
► Grafikkarten-Vergleich 2020:
www.pcwelt.de/2486095

► Ausführlicher Test Full-HD-Grafikkarten:
www.pcwelt.de/1791265

► Ausführlicher Test WQHD-Grafikkarten:
www.pcwelt.de/1497455

► Ausführlicher Test UHD-Grafikkarten:
www.pcwelt.de/1766963

► So testen wir Grafikkarten & CPUs:
www.youtube.com/watch?v=sHeFxVUbn9U

Spielleistung der Grafikkarten im Vergleich

In folgender Grafik listen wir die durchschnittliche Spielleistung aller Grafikkarten bis 300 Euro auf. Um einen möglichst fairen Vergleich zu bieten, testen wir alle GPUs in zehn Spielen aus unterschiedlichen Genres mit unterschiedlichen Spiel-Engines. Aus diesen zehn Messwerten bilden wir den Mittelwert der durchschnittlichen Bilder pro Sekunde. Wenn Sie sich für die detaillierten FPS-Werte in den einzelnen Spielen interessieren, können Sie diese am Ende des Artikels finden. Da die Messungen der RX 580, RX 590 und GTX 1650 GDDR6 mit einem anderen Test-System erfolgt sind, haben wir diese Werte hell hinterlegt.


FPS-Durchschnitt in Full-HD aus den 10 Spielen: Assassin's Creed Odyssey, Borderlands 3, Civilization VI Gathering Storm, F1 2019, Far Cry 5, Forza Horizon 4, Metro Exodus, Red Dead Redemption 2, Shadow of the Tomb Raider und The Division 2
Vergrößern FPS-Durchschnitt in Full-HD aus den 10 Spielen: Assassin's Creed Odyssey, Borderlands 3, Civilization VI Gathering Storm, F1 2019, Far Cry 5, Forza Horizon 4, Metro Exodus, Red Dead Redemption 2, Shadow of the Tomb Raider und The Division 2

Aus dem Diagramm ist gut ersichtlich, dass die Konkurrenten aus dem Hause AMD und aus dem Hause Nvidia immer nahezu gleich aufliegen. So findet sich die GTX 1650 SUPER zwischen der RX 580 8 GB und der RX 5500 XT mit 4 GB Videospeicher wieder, die RX 590 duelliert sich mit der GTX 1660 und an der Spitze liefern sich RX 5600 XT und RTX 2060 ein enges Rennen. Einzig und allein die GTX 1660 SUPER hat keinen direkten Gegenspieler und auch die RX 570 8 GB kann sich ein kleines Stück von den beiden GTX 1650 Modellen absetzen. Leistungsmäßig nehmen sich die Kontrahenten also nicht viel, aber wie sieht es mit dem Preis aus?

Günstigen Gaming-PC zusammenstellen: Die beste Hardware in jedem Preisbereich


Euro-pro-FPS-Verhältnis

Um herauszufinden, welche Grafikkarte aus Preis-Leistungs-Sicht am besten ist, haben wir das sogenannte Euro-pro-FPS-Verhältnis gebildet. In der folgenden Grafik können Sie sehen, wie viel Euro Sie durchschnittlich für ein Bild pro Sekunde bezahlen müssen. Hierfür teilen wir den aktuellen Straßenpreis der jeweiligen GPU (Stand 05. August 2020) durch den FPS-Durchschnitt aus den zehn getesteten Spielen (siehe Grafik oben). Das Diagramm ist jedoch mit Vorsicht zu betrachten, da es nur einen indirekten Aufschluss über die Spielleistung einer Grafikkarte gibt. Auch hier sind sind die drei Grafikkarten RX 580, RX 590 und GTX 1650 GDDR6 hell eingefärbt, da die Messungen von einem anderen Testsystem stammen.

Unserem eigentlichen Preis-Leistungs-Sieger, der GTX 1650 SUPER von Nvidia, können wir auf Grund des zu knapp bemessenen Videospeichers keine Kaufempfehlung aussprechen.
Vergrößern Unserem eigentlichen Preis-Leistungs-Sieger, der GTX 1650 SUPER von Nvidia, können wir auf Grund des zu knapp bemessenen Videospeichers keine Kaufempfehlung aussprechen.

Am besten schneidet die GTX 1650 SUPER von Nvidia in unserem Preis-Leistungs-Vergleich ab, allerdings halten wir den Videospeicher mit 4 GB als zu knapp bemessen, weshalb wir keine Kaufempfehlung aussprechen können (später mehr dazu). Wenn Sie ein preiswertes Einsteigermodell kaufen wollen, sollten Sie zur - mittlerweile schon in die Jahre gekommenen - Polaris-Generation greifen. Die RX 580 und RX 570 mit 8 GB VRAM liefern im Verhältnis zu ihren Anschaffungskosten die meisten Bilder pro Sekunde ab. Die RX 590 ist auf Grund des leichten Preisanstiegs dagegen nicht mehr empfehlenswert, vor allem weil im gleichen der Zug der Preis für die GTX 1660 und die GTX 1660 SUPER deutlich gefallen ist. AMDs beide RX 5500 XT Modelle sowie die beiden GTX 1650 Varianten von Nvidia sind wiederum aktuell zu teuer. Die Konkurrenzmodelle RX 5600 XT und RTX 2060 nehmen sich weder bei der Leistung noch beim Preis wirklich viel.

Die beste QHD-Grafikkarte von 300 bis 500 Euro  


Wie energieeffizient arbeiten die Grafikkarten?

Mögen die Polaris-Grafikkarten zwar aus Preis-Leistungs-Sicht interessant sein, so gibt es einen Wermutstropfen bei der Leistungsaufnahme. Denn die mittlerweile schon über drei Jahre alte Generation zieht nahezu doppelt so viel Watt aus der Steckdose wie die direkte Konkurrenz von Nvidia. So benötigt die RX 590 beim Spielen im Schnitt satte 195 Watt wohingegen sich die ähnlich schnelle GTX 1660 mit 110 Watt begnügt. Noch einen Tick energieeffizienter als Nvidias Turing-GPUs arbeiten AMDs Navi-Grafikkarten RX 5500 XT und RX 5600 XT. Durch den Preisfall in den letzten Wochen dürften diese bald die Polaris-Grafikkarten endgültig ablösen.

Nvidias Turing-Grafikkarten und AMDs Navi-GPUs liegen bei der Leistungsaufnahme auf einem ähnlichen Niveau. Die älteren Polaris-Chips sind dagegen weit abgeschlagen. Sämtliche Angaben sind ein Vebrauchsdurchschnitt über einen Testzeitraum von zehn Minuten in dem Spiel Shadow of the Tomb Raider. Die Messungen erfolgen dabei mit dem kostenlosen Programm HWiNFO64.
Vergrößern Nvidias Turing-Grafikkarten und AMDs Navi-GPUs liegen bei der Leistungsaufnahme auf einem ähnlichen Niveau. Die älteren Polaris-Chips sind dagegen weit abgeschlagen. Sämtliche Angaben sind ein Vebrauchsdurchschnitt über einen Testzeitraum von zehn Minuten in dem Spiel Shadow of the Tomb Raider. Die Messungen erfolgen dabei mit dem kostenlosen Programm HWiNFO64.


Reichen 4 GB Videospeicher für Full-HD aus?

In erster Linie hängt der benötigte Videospeicher einer Grafikkarte natürlich von der Auflösung des Monitors ab, aber auch in Full-HD gibt es Unterschiede. So sind vor allem folgende Features in Spielen sehr speicherhungrig: die Texturqualität, die LOD-Distanz (Level of Detail) und bestimmte Kantenglättungstechniken wie TXAA oder MSAA. Sofern genügend VRAM vorhanden sind, können Sie diese Einstellungen im Spiel beliebig nach oben stellen, ohne Bilder pro Sekunde zu verlieren. Gerade am Beispiel der RX 5500 XT mit 4 GB respektive mit 8 GB Videospeicher lässt sich sehr gut erkennen, wie sich Grafikkarten verhalten, wenn der VRAM zu knapp bemessen ist. So rechnet die "größere" Variante bei uns im Test nur auf Grund des doppelt so großen Speichers rund zehn Prozent schneller. Aus diesem Grund sprechen wir auch keine Kaufempfehlung für eine Grafikkarte mit nur 4 GB aus. In folgender Tabelle haben wir die Speicherauslastung und den FPS-Durchschnitt in den zehn getesteten Spielen in Full-HD-Auflösung bei maximalen Settings für Sie aufgelistet.

Hinweis: Nicht nur geringere FPS-Zahlen, sondern vor allem auch höhere Frametimes sind die Folgen mangelnden Videospeichers.

RX 5500 XT 4 GB

FPS

RX 5500 XT 8 GB

FPS

Assassin's Creed Odyssey

4035 MB

33,2

6178 MB

45,8

Borderlands 3

4048 MB

40,2

5563 MB

40,3

Civilization VI Gathering Storm

4051 MB

55,0

6145 MB

56,1

F1 2019

4044 MB

85,3

5522 MB

89,5

Far Cry 5

4049 MB

77,7

6251 MB

84,1

Forza Horizon 4

4046 MB

73,7

4777 MB

92,0

Metro Exodus

3507 MB

36,6

4001 MB

37,3

Red Dead Redemption 2

3935 MB

43,7

5379 MB

39,4

Shadow of the Tomb Raider

3951 MB

51,3

7230 MB

67,0

The Division 2

3649 MB

56,3

5810 MB

59,3

Die beste UHD-Grafikkarte ab 500 Euro  


So finden Sie die perfekte Grafikkarte

Bei der Auswahl einer Grafikkarte müssen Sie viele Faktoren beachten wie die Auflösung des Monitors, die Bildwiederholfrequenz des Monitors und welche Spiele Sie mit welchem Detailgrad spielen wollen. Je höher die Bildschirmauflösung ausfällt, desto mehr Leistung benötigt die Grafikkarte, um ein Spiel flüssig darstellen zu können. Pauschal lässt sich sagen, dass sich die FPS beim Upgrade eines Monitors von FHD auf UHD im Schnitt halbieren. Beim Wechsel von FHD auf QHD sind es dagegen in etwa 25 Prozent weniger Leistung.

ASUS hat auf der CES einen Monitor mit 360 Hz für E-Sportler vorgestellt. Die angestrebte Bildwiederholrate spielt bei der Auswahl der Grafikkarte eine wichtige Rolle.
Vergrößern ASUS hat auf der CES einen Monitor mit 360 Hz für E-Sportler vorgestellt. Die angestrebte Bildwiederholrate spielt bei der Auswahl der Grafikkarte eine wichtige Rolle.
© ASUS

Ein flüssiges Spielerlebnis hängt vom Auge des Betrachters ab. Früher galten 30 Bilder pro Sekunde als die magische Grenze zwischen flüssig spielbar beziehungsweise unspielbar. Heutzutage empfehlen wir Ihnen, darauf zu achten, eine Bildwiederholrate von 60 möglichst nicht zu unterschreiten. Gerade in kompetitiven Spielen können Sie von einer höheren Bildwiederholrate wie 120, 144 oder sogar 240 FPS profitieren. Ein Monitor mit entsprechend hoher Hertz-Zahl ist dafür natürlich Grundvoraussetzung. Dementsprechend fallen auch unsere Kaufempfehlungen aus: bei Singleplayer-Titeln achten wir auf eine erreichte FPS-Zahl von mindestens 60, bei kompetitiven Spielen liegt die Messlatte bei 120-144 Bildern pro Sekunde.

Dabei testen wir alle Spiele unseres Test-Parcours mit den höchsten Einstellungen. Wenn Sie mehr Wert auf eine hohe Bildwiederholrate als auf eine ansprechende Grafik legen, können Sie natürlich auch mit niedrigeren Einstellungen spielen. Gerade der Schritt von den „High“ auf die „Ultra“-Settings kostet in den meisten Spielen einiges an Rechenleistung bei nur minimalen optischen Unterschieden.  Im Folgenden diskutieren wir ausführlich, welcher Grafikchip eine Kaufempfehlung von uns bekommt und von welchen GPUs Sie aktuell lieber die Finger lassen sollten.

Welche Full-HD-Grafikkarte in welchem Preisbereich?

Auch wenn es aktuell eine große Bandbreite an Einsteiger-Grafikkarten gibt, fällt es uns doch schwer, eine konkrete Kaufempfehlung auszusprechen. Das liegt daran, dass viele günstige GPUs nur einen 4 GB großen Videospeicher bieten, was unserer Meinung nach zu wenig ist (siehe Tabelle oben). Die beiden Polaris-Grafikkarten RX 570 und RX 580 sind zwar beide mit 8 GB VRAM erhältlich und auch preislich recht attraktiv, aber der Stromverbrauch ist enorm hoch.

Die Grafik veranschaulicht die Spieleleistung der Grafikkarten in der Auflösung 1920 x 1080. Als Referenzwert dient die GTX 1660 SUPER von Nvidia, da sie unsere Empfehlung für das Full-HD-Gaming darstellt. Die Messungen der GPUs mit hellem Balken erfolgten dabei mit einem anderen Testsystem.
Vergrößern Die Grafik veranschaulicht die Spieleleistung der Grafikkarten in der Auflösung 1920 x 1080. Als Referenzwert dient die GTX 1660 SUPER von Nvidia, da sie unsere Empfehlung für das Full-HD-Gaming darstellt. Die Messungen der GPUs mit hellem Balken erfolgten dabei mit einem anderen Testsystem.

Die günstigste Grafikkarte in unserem Vergleich ist die GTX 1650 ab 125 Euro, knapp gefolgt von ihrer Neuauflage mit schnellerem GDDR6-Videospeicher für 130 Euro. Eine Kaufempfehlung können wir für diese beiden GPUs jedoch nicht aussprechen, da der VRAM aus unserer Sicht zu knapp bemessen ist und die Konkurrenz zum ähnlichen Preis deutlich mehr Leistung bietet. So ist die RX 570 mit 8 GB (ab 136 Euro) nämlich nur sechs Euro teurer, dabei aber knapp 12 Prozent schneller. Großer Nachteil ist hier der mehr als doppelt so hohe Stromverbrauch beim Zocken. Aus preislicher Sicht sehr attraktiv ist das SUPER Modell der GTX 1650 (ab 145 Euro). Im Preis-Leistungs-Vergleich trägt die GTX 1650 SUPER den Sieg davon, auf Grund des nur 4 GB großen Videospeichers können wir jedoch trotzdem keine Empfehlung aussprechen. Wenn Sie  eine zukunftssichere Grafikkarte suchen und auch aktuelle Spiele mit ansehnlicher Grafik spielen wollen, sollten Sie sowieso am besten etwas mehr Geld in die Hand nehmen.


Kauf-Tipp: Full-HD-Grafikkarte bis 150 Euro

Mit der XFX Radeon RX 570 RS XXX Edition  können Sie auch aktuelle Blockbuster wie Red Dead Redemption 2 mit etwa 70 FPS spielen, sofern Sie sich mit niedrigen bis mittleren Einstellungen zufriedengeben. Im neuen Call of Duty Modern Warfare erreicht die Grafikkarte sogar auf Ultra-Einstellungen 65 FPS. Bei kompetitiven Spielen wie Fortnite und PUBG übertrifft die GPU knapp die 100 FPS Marke bei hohen Einstellungen. Wenn Sie eine zukunftssichere Grafikkarte suchen, sollten Sie jedoch lieber etwas mehr Geld in die Hand nehmen.
Ausstattungs-Tipp:  Sapphire PULSE Radeon RX 570 8GB

Im Preisbereich von 150 bis 200 Euro tummeln sich sehr viele Grafikkarten: die RX 580 8 GB (ab 154 Euro), die RX 5500 XT 4 GB (ab 169 Euro), die RX 590 (ab 179 Euro), die GTX 1660 (ab 179 Euro) und die RX 5500 XT 8 GB (ab 188 Euro). Die RX 5500 XT 4 GB ist im Durchschnitt gute zehn schneller als die RX 570 8 GB und damit etwas langsamer als die günstigere GTX 1650 SUPER. Bemängeln müssen wir auch hier den nur 4 GB großen Speicher, auf Grund des zu hohen Preises können wir aber sowieso keine Kaufempfehlung aussprechen.

Ähnlich schnell wie diese beiden Modelle ist noch die RX 580, die wegen des 8 GB großen Speichers, die deutlich bessere Wahl darstellt und unsere Preis-Leistungs-Empfehlung bekommt. Eine noch bessere Wahl ist die GTX 1660 von Nvidia, welche zwar aktuell 25 Euro mehr kostet, dafür aber auch gute 12 Prozent mehr Leistung liefert bei einem 75 Watt niedrigeren Stromverbrauch. Durch den starken Preisfall der GTX 1660 können wir dieser erstmals eine Kaufempfehlung aussprechen. Von der gleich teuren RX 590 sollten Sie mittlerweile lieber die Finger lassen. Die GPU ist gleich teuer, minimal langsamer und die Leistungsaufnahme liegt nahezu doppelt so hoch. Selbiges gilt für die RX 5500 XT mit 8 GB Videospeicher, die Grafikkarte ist nicht nur langsamer, sondern auch teurer als die GTX 1660.


Kauf-Tipp: Full-HD-Grafikkarte bis 200 Euro

Die Palit GeForce GTX 1660 StormX OC eignet sich für mittlere bis hohe Einstellungen, wenn Sie aktuelle AAA-Titel spielen wollen. Beispiel: In Assassin’s Creed Odyssey und Metro Exodus schafft die GPU bei mittleren Settings 65 FPS. Wenn Sie kompetitiv spielen wollen, können Sie mit 120 FPS (PUBG) bis 140 FPS (Fortnite) bei mittleren Einstellungen rechnen. In Battlefield V kratzt die GTX 1660 bei maximalen Einstellungen an der 100 FPS Grenze.
Ausstattungs-Tipp: Zotac GeForce GTX 1660 Twin Fan

Eine deutlich zukunftssichere Grafikkarte erhalten Sie, wenn Sie noch etwas mehr Geld in die Hand nehmen und zur GTX 1660 SUPER (ab 198 Euro) greifen. Durch den Preisfall in den letzten Wochen ist die GTX 1660 SUPER zur interessantesten GPU für unter 300 Euro geworden. Diese Grafikkarte liefert nämlich genügend Leistung, um in kompetitiven Titeln wie PUBG, Fortnite, Overwatch, LoL oder Dota die Hürde der 144 Bilder pro Sekunde zu nehmen. In aktuellen AAA-Titeln kommen Sie bei hohen bis maximalen Voreinstellungen auf über 60 FPS. Quasi genauso schnell rechnet die GTX 1660 Ti (ab 253 Euro), deren Preisaufschlag dementsprechend in keiner Weise gerechtfertigt ist. Von AMD gibt es in diesem Preissegment aktuell keine Alternative.


Kauf-Tipp: Full-HD-Grafikkarte bis 250 Euro

Die Gainward GeForce GTX 1660 SUPER Ghost ist gerade für kompetitive Spieler mit einem 144 Hz Monitor interessant, da sie diese Bildwiederholrate bei hohen Einstellungen mit 150 FPS in PUBG und 140 FPS in Fortnite liefern kann. AAA-Spiele können Sie mindestens in hohen Einstellungen genießen, bei den meisten Spielen sind sogar Ultra-Settings möglich, so zum Beispiel in Far Cry 5 mit 92 FPS oder in Shadow of the Tomb Raider mit 80 FPS. Hier ist also noch etwas Luft für kommende Spieletitel.
Ausstattungs-Tipp: KFA2 GeForce GTX 1660 SUPER OC

Über der GTX 1660 SUPER rangieren noch die RX 5600 XT (ab 269 Euro) und die RTX 2060 (ab 274 Euro) im Preisbereich bis 300 Euro. In Spielen liefern sich die beiden Kontrahenten ein enges Kopf-an-Kopf-Rennen, aus dem die RTX 2060 als knapper Sieger hervorgeht. Die Nvidia Grafikkarte bietet zudem hardwareseitigen Raytracing-Support, dafür arbeitet AMDs GPU beim Zocken energieeffizienter. Ob Sie letztendlich jetzt schon auf die neue Technik setzen wollen oder lieber warten, bis sie vollends ausgereift ist, bleibt letztendlich Ihnen überlassen. Auf Grund von Raytracing müssen Sie aber auf jeden Fall mit niedrigeren Spieleinstellungen rechnen und auch die 6 GB Videospeicher können schnell zu knapp bemessen sein. Rein aus Preis-Leistungs-Sicht nehmen sich die beiden Modelle gar nichts, weshalb wir für beide eine Kaufempfehlung aussprechen können.

Kauf-Tipp: Full-HD-Grafikkarte bis 300 Euro

Die  Sapphire Radeon RX 5600 XT Pulse  bezeichnet AMD selbst als die ultimative Grafikkarte für Full-HD-Gaming und das zeigt sich auch in unserem Test. Nur in den seltensten Fällen müssen Sie auf die höchsten Spieleinstellungen verzichten. In unseren Tests schafft die GPU selbst in den sehr anspruchsvollen Spielen wie Assassins Creed Odyssey (54 FPS), Borderlands 3 (60 FPS) und Metro Exodus (55 FPS) bei höchsten Einstellungen nahezu die 60 FPS zu halte. 

Alternative:
Die KFA2 GeForce RTX 2060 OC , das Konkurrenzmodell von Nvidia, kann das Kopf-an-Kopf rennen knapp für sich entscheiden. Das Preis-Leistungs-Verhältnis der beiden Konkurrenten fällt identisch aus, für die RTX 2060 spricht jedoch der hardwareseitige Support von Raytracing.


Preisentwicklung der Grafikkarten

Um die Preisentwicklung aller aktuellen GPUs übersichtlich darzustellen, haben wir für Sie alle wichtigen Informationen in der folgenden Tabelle zusammengefasst:

Stand 05.08

Vergleich zum 08.07

Vergleich zum 14.02

Nvidia GeForce GTX 1660 Ti

253 €

-12 €

-19 €

Nvidia GeForce RTX 2060

274 €

-16 €

-25 €

AMD Radeon RX 5600 XT

269 €

6 €

-28 €

AMD Radeon RX 5500 XT 4GB

169 €

0 €

-11 €

AMD Radeon RX 5500 XT 8GB

184 €

-4 €

-33 €

Nvidia GeForce GTX 1650

125 €

-13 €

-4 €

Nvidia GeForce GTX 1650 GDDR6

130 €

-7 €

AMD Radeon RX 590 8 GB

179 €

-5 €

5 €

Nvidia GeForce GTX 1660

179 €

-16 €

-20 €

Nvidia GeForce GTX 1660 SUPER

198 €

-15 €

-27 €

AMD Radeon RX 570

136 €

-8 €

-3 €

AMD Radeon RX 580 8GB

154 €

-5 €

-9 €

Nvidia GeForce GTX 1650 SUPER

145 €

-16 €

-14 €


Unsere gemessenen FPS-Werte

Folgend können Sie alle FPS-Werte finden, die wir in den zehn Spielen Assassin's Creed Odyssey, Borderlands 3, Civilization VI Gathering Storm, F1 2019, Far Cry 5, Forza Horizon 4, Metro Exodus, Red Dead Redemption 2, Shadow of the Tomb Raider und The Division 2 in Full-HD-Auflösung bei höchsten Spieldetails ermittelt haben. Die angegebenen Zahlen stellen dabei den Mittelwert aus drei Testdurchläufen dar, um Messfehler auszuschließen und Messtoleranzen auszugleichen.

Grafikkarte

Assassin's Creed Odyssey

Borderlands 3

Civilization VI Gathering Storm

F1 2019

Far Cry 5

Forza Horizon 4

Metro Exodus

Red Dead Redemption 2

Shadow of the Tomb Raider

The Division 2

GeForce GTX 1650

28,6

29,5

34,6

57,6

53,8

67

24,9

34,8

47,2

38,2

GeForce GTX 1650 SUPER

39,5

41,5

49,4

77,2

78,2

87,5

35,1

41

62,9

52,3

GeForce GTX 1660

48,2

46,8

55,2

88,8

83,7

102,2

38,9

41

72,8

63,9

GeForce GTX 1660 SUPER

53,9

51,6

63,5

100,5

95,2

114,5

43,5

45,8

83,4

69,8

GeForce GTX 1660 Ti

53,2

52,5

63,3

100,7

95,8

113,8

44,4

42,8

83

69,9

GeForce RTX 2060

60,4

63

79,3

117,2

110,5

125,8

53,9

56,3

96,8

85,6

Radeon RX 570 8GB

37,5

34,7

44,5

73,7

63,8

76,2

33,4

32

56,4

48,1

Radeon RX 5500 XT 4GB

33,2

40,2

55

85,3

77,7

73,7

36,6

43,7

51,3

56,3

Radeon RX 5500 XT 8GB

45,8

40,3

56,1

89,5

84,1

92

37,3

39,4

67

59,3

Radeon RX 5600 XT

53,7

59,2

81

125,4

112

128,7

55,1

47,1

89,6

82,9

Synthetische Benchmarks

Neben den Spieletests führen wir noch synthetische Benchmarks durch, um die Rechenleistung einer Grafikkarte zu ermitteln. Auch hier sind die angegeben Scores der Durchschnitt aus drei Testdurchläufen.

Grafikkarte

3D Mark Time Spy Extreme

3D Mark Time Spy Extreme Graphics

3D Mark Fire Strike Ultra

3D Mark Fire Strike Ultra Graphics

Unigine Superposition 4K Open GL

GeForce GTX 1650

1704

1519

1856

1712

2439

GeForce GTX 1650 SUPER

2254

2042

2356

2162

3482

GeForce GTX 1660

2679

2457

2970

2776

3938

GeForce GTX 1660 SUPER

3039

2817

3392

3160

4503

GeForce GTX 1660 Ti

3033

2811

3419

3185

4550

GeForce RTX 2060

3704

3503

4496

4267

5532

Radeon RX 570 8GB

1999

1798

3104

3053

2638

Radeon RX 5500 XT 4GB

2340

2125

3531

3498

2830

Radeon RX 5500 XT 8GB

2329

2115

3517

3484

2938

Radeon RX 5600 XT

3505

3294

5386

5468

4462

So testet PC-WELT Grafikkarten

Wir testen alle Grafikkarten unter gleichen Bedingungen, um faire, transparente und vergleichbare Ergebnisse zu erzielen. Welche Hardware und Software wir für unsere Tests benutzen, und wie die Gesamtwertung am Ende zustande kommt, erfahren Sie in folgendem Artikel: Wie PC-WELT Grafikkarten testet

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