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Praxis-Test: Die besten Business-Notebooks im Vergleich

11.05.2020 | 11:20 Uhr |

Notebook ist nicht gleich Notebook: Wer seinen Laptop im Beruf nutzt, sollte auf andere Kriterien achten als ein Privatanwender. Der PC-WELT-Ratgeber erklärt, was ein gutes Business-Notebook ausmacht.

Klein war gestern: Der Mai bringt bei den Business-Notebooks das Comeback der großen Bildschirme. Zum Beispiel kehrt LG nach rund zehn Jahren mit neuen Laptops auf den deutschen Markt zurück. Das Highlight der neuen Modellserie ist das LG gram 17Z90N mit 17-Zoll-Display - es wiegt trotz des großen Bildschirms nur 1350 Gramm. Ähnlich wie bei den ultramobilen Notebooks, wo die Hersteller schon länger 14-Zoll-Displays in 13-Zoll-Gehäuse einbauen, geht dank platz- und stromsparender Hardware jetzt auch bei den Riesen-Laptops große Bildschirmfläche und geringes Gewicht zusammen.

Einen großen Bildschirm brauchen Business-Anwender nicht nur für große Excel-Tabellen. Natürlich benötigt auch die neue Zielgruppe der digitalen Kreatoren ein großes Display für den Video- und Fotoeinsatz. Dem trägt Dell Gerüchten (und einem eigenen Leak auf der französischen Firmen-Webseite) zufolge demnächst mit dem XPS 17 Rechnung - dem ersten großen XPS-Modell seit knapp zehn Jahren. Es wird wohl von Intels neuen Comet-Lake-H-Prozessoren angetrieben, nach Wunsch ergänzt von Nvidia Geforce RTX 2060.

Starke Arbeits-Notebooks

Wenn Ihr Arbeitsalltag aber nicht von Videoschnitt und Fotobearbeitung, sondern von Texten, Tabellen und Präsentationen geprägt ist, empfiehlt sich ein Notebook mit guter Tastatur, leistungsstarker CPU und schneller SSD.

Das aktuelle Modell der X1-Serie von Lenovo.
Vergrößern Das aktuelle Modell der X1-Serie von Lenovo.
© Lenovo

Mit dieser Kombination überzeugen schon seit einiger Zeit die Modelle aus Lenovos X1-Serie. Auch das neue Thinkpad X1 Carbon G7 macht da keine Ausnahme wie der Test zeigt: Es bleibt die Referenz bei ultramobilen Produktiv-Notebooks. Aufpassen sollten Sie jedoch bei der Konfiguration - das helle und farbstarke UHD-Display liefert zwar beeidruckende Testergebnisse, zieht aber auch sehr kärftig am Akku.

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Auch das Thinkpad X1 Carbon 2018 ist nach wie vor empfehlenswert, da kaum leistungsschwächer und schwerer als die Neuausgabe.

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Das Zenbook ist trotz seines 14-Zoll-Displays schmal und leicht.
Vergrößern Das Zenbook ist trotz seines 14-Zoll-Displays schmal und leicht.
© Asus

Eine günstige Alternative ist das schicke Asus Zenbook 14 UX433F : Es ist mit 1236 Gramm außergewöhnlich leicht, bietet eine sehr ordentliche Akkulaufzeit von zehn und 12 Stunden und hat ein Touchpad, in das sich ein Ziffernfeld einblenden lässt.

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Wie das Asus-Notebook zeichnet sich das Dell XPS 13 (9380) durch einen sehr schmalen Displayrahmen aus, der den Bildschirm dank eines besseren Screen-to-Body-Ratio größer erscheinen lässt. Der eingebaute Core i5 kann trotz des flachen Gehäuses seine Leistung voll ausfahren weil das Kühlsystem effektiv arbeitet. Außerdem trägt eine schnellen Samsung NVMe-SSD zum hohen Praxis-Tempo bei. Das Dell-Notebook gibt es auch mit einem 4K-Touchscreen - die hohe Auflösung reduziert allerdings die Akkulaufzeit im Vergleich zu einem Full-HD-Bildschirm.

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Ebenfalls mit Touchscreen kommt das Huwaei Matebook X Pro : Der bietet eine überragende Bildqualität, eine hohe Auflösung von 3000 x 2000 Pixel sowie ein Seitenverhältnis von 3:2.

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Optische Highlights bei Business-Notebooks

Schickes Leichtgewicht: Microsoft Surface Laptop 3
Vergrößern Schickes Leichtgewicht: Microsoft Surface Laptop 3
© Microsoft

Mit einem Core-Prozessor der 10.Generation und Wifi-6 ist das Microsoft Surface Laptop 3 13.5 auf dem aktuellen Stand der Technik - und eignet sich für Anwender, die bei einem Business-Laptop besonders Design und Materialqualität schätzen. Das Clamshell-Notebook mit Touchscreen sitzt in einem eleganten, flache Metallgehäuse, ist absolut solide verarbeitet und lässt sich problemlos mit einer Hand öffnen. Microsoft bietet den Surface Laptop 3 in den Farben Sandstein, Schwarz und Platine an. Außerdem gibt es Modelle in Kobalt-Blau und Platin mit dem bekannten Alcantara-Stoffbezug.

Auch der Vorgänger Microsoft Surface Laptop 2 ist weiterhin empfehlenswert, wenn Sie die Leistung der neuen CPU-Generation nicht unebdingt benötigen - denn beim Design steht er dem aktuellen Modell nicht nach. Es bietet zwar nur wenige Anschlüsse, aber die brauchen Sie unterwegs kaum - und für den mobilen Einsatz ist es aufgrund seiner langen Akkulaufzeit ideal.

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Leistungsstarke Allrounder
 
Beim Lenovo Thinkpad X1 Extreme und dem Surface Book 2 15 von Microsoft finden Sie hohe Rechen- und Grafikleistung. Trotzdem müssen Sie dafür nicht zu große Kompromisse bei Gewicht und Akkulaufzeit machen. Der Lenovo-Laptop mit einem 15,6 Zoll großen UHD-Display bringt eine 6-Kern-CPU sowie die Nvidia-GPU Geforce GTX 1050Ti im mobilfreundlichen Max-Q-Design mit. Der Nachfolger aus der zweiten Generation, das Lenovo X1 Extreme 2019 , dreht mit einer Geforce GTX 1650 nochmal an der Leistungsschraube.

Das X1 Extreme bleibt dabei mit 19 Millimetern Bauhöhe und rund 1,8 Kilogramm Gewicht schmal und flach und liefert dank des großen 77-Wattstunden-Akkus rund zehn Stunden Akkulaufzeit. Das Surface Book 2 ist ein Detachable mit einem auffälligen Verbindungsmechanismus zwischen Display und Gehäuse, weshalb es mit 23,6 Millimetern hinten etwas dicker ist. Das Gewicht liegt aber trotzdem unter zwei Kilogramm. Dank zweier Akkus - mit 64 Wattstunden im Gehäuse und 23 Wattstunden im Bildschirm - fällt die Akkulaufzeit mit knapp 15 Stunden im Office-Betrieb exzellent aus.

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Teures Kraftpaket: Das Surface Book 2 eignet sich vor allem für grafikintensive Anwendungen
Vergrößern Teures Kraftpaket: Das Surface Book 2 eignet sich vor allem für grafikintensive Anwendungen
© Microsoft

Das Surface Book 2 mit 15-Zoll-Bildschirm vereint eine 4-Kern-CPUs aus der achten Core-Generation von Intel und eine Nvidia GTX 1060. Die kraftvollen Grafikkarten sind in diesen Business-Laptops aber nicht zum Spielen gedacht, sondern erhöhen die Rechenleistung bei Bild- und Videobearbeitung sowie Raytracing. Rund 300 Gramm leichter ist das Microsoft Surface Book 2 13.5 : Wegen des leichteren und flacheren Gehäuses bietet es mit einer Geforce GTX 1050 auch eine etwas geringere Grafikleistung.

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Flexible Convertibles und Detachables
 

Im Convertible Spectre x360 steckt ein OLED-Bildschirm.
Vergrößern Im Convertible Spectre x360 steckt ein OLED-Bildschirm.
© HP

Ein hervorragendes Beispiel für ein Project-Athena-Notebook ist das Convertbile HP Spectre x360-13 : Das 13-Zoll-Gerät setzt nicht nur auf einen leistungsstarken Core i7-1065G7 mit der stark verbesseren Iris-Plus-Grafik, sondern überzeugt vor allem in der Ausstattungsvariante mit OLED-Bildschirm: Wie bei einem Top-Smartphone verbindet er enormen Kontrast mit hoher Helligkeit und optimaler Farbraumabdeckung für sRGB, Adobe-RGB und DCI-P3. Damit eignet sich das Spectre x360 sowohl für den Text- wie Multimedia-Einsatz. Auch bei den Anschlüssen sind Sie flexibel: Das HP-Notebook bietet Thunderbolt 3 per Typ-C und USB 3.0 per Typ-Aplus eine Mini-Docking-Station, unter anderem mit HDMI-Buchse.

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Rund 1 Kilogramm leichtes Convertible: HP Elitebook Dragonfly
Vergrößern Rund 1 Kilogramm leichtes Convertible: HP Elitebook Dragonfly
© HP

Soll das Convertible überwiegend unterwegs zum Einsatz kommen, empfiehlt sich das HP Elitebook Dragonfly : In der Ausstattungsvariante mit kleinem Akku wiegt es unter 1 Kilogramm, aber auch das praxistauglichere Modell mit 56-Wattstunden-Akku und rund 12 Stunden Laufzeit ist mit 1138 Gramm sehr leicht.

HP Elitebook Dragonfly bei Amazon

Das Dell Latitude 7400 2in1 bietet einen besseren Kompromiss aus geringem Gewicht für den mobilen Einsatz und ausreichend großem 14-Zoll-Bildschirm für die produktive Arbeit. Durch seinen Nährerungssensor läuft die Windows-Anmeldung besonders schnell ab, weil das Notebook erkennt, wenn Sie vor ihm sitzen und sofort die Gesichtserkennung per Windows Hello startet.

Dell Latitude 7400 2in1 bei Amazon

In der Ansteck-Tastatur des Portégé X30T befinden sich zahlreiche Anschlüsse.
Vergrößern In der Ansteck-Tastatur des Portégé X30T befinden sich zahlreiche Anschlüsse.
© Toshiba

Gegenüber den Convertibles ist die Kategorie der Detachables, bei dem sich Gehäuse und Display trennen lassen, um den Bildschirm als Tablet zu nutzen, zuletzt ins Hintertreffen geraten. Trotzdem lohnt ein Blick auf das Toshiba Portégé X30T-E-109 : Es beweist, dass Sie auch bei einem Detachable nicht auf eine umfassende Ausstattung verzichten müssen: Die zahlreichen Anschlüsse verteilen sich am Tablet-Teil und der Ansteck-Tastatur, selbst LAN-Port, HDMI und VGA finden sich. Eine weitere Besonderheit: Das Toshiba-Detachable hat einen Touchscreen mit entspiegelter Oberfläche.

Toshiba Portégé X30T-E-109 bei Amazon

Testsieger: HP Spectre x360-13
 
Das Spectre x360-13 ist das derzeit beste Convertible - denn es ist rechenstark sowie leicht und schmal, ohne zu starke Kompromisse beim Schnittstellenagebot machen zu müssen. Dazu kommt der herausragende OLED-Bildschirm, der es für den Office- und Multimedia-Einsatz gleichermaßen qualifiziert. Die OLED-Technik verringert aber unter Umständen die Akkulaufzeit.

HP Spectre x360-13: Zum ausführlichen Test


Empfehlung der Redaktion: Lenovo Thinkpad X1 Carbon

Das Lenovo-Clamshell lässt keine Wünsche an ein klassisches Klapp-Notebook offen: Es bietet hohe Rechenleistung, starke Akkulaufzeit, Top-Display und unzählige Ergonomie-Pluspunkte vom leisen Lüfter über die hervorragende Tastatur bis zur stabilen Verarbeitung.

Lenovo Thinkpad X1 Carbon: Zum ausführlichen Test


Preistipp: Huawei Matebook X Pro
 
Das Huawei Matebook X Pro bietet Top-Leistung zu einem verhältnismäßig moderaten Preis. Vor allem der herausragende Bildschirm und die gute Akkulaufzeit machen es zu einer empfehlenswerten Alternative zu High-End-Notebooks wie dem Surface Book 2 oder dem Lenovo Thinkpad X1 Carbon.

Huawei Matebook X Pro: Zum ausführlichen Test


Design-Empfehlung: Microsoft Surface Laptop 3 13.5

Das Microsoft Surface Laptop 3 ist eines der elegantesten Notebooks für unterwegs - ob im Metall-Design oder mit Alcantara-Überzug. Die Optik mit dem geringen Gewicht und der sehr flachen Bauweise geht aber auf Kosten der Schnittstellen-Ausstattung: Zwar ist jetzt Typ-C an Bord - um eine Docking-Station kommen Produktivarbeiter aber nicht herum. Vor allem bei der Rechenleistung müssen Sie aber keine Kompromisse machen, auch Akkulaufzeit und Bildschirmqualität überzeugen.

Microsoft Surface Laptop 3 13.5: Zum ausführlichen Test

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