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Die Technik im Geforce 8M

14.06.2007 | 16:20 Uhr |

Der Geforce 8400M G, der Geforce 8400M GS und der Geforce 8400M GT sollen im Einsteigerbereich die Grafikchips Geforce Go 7300 und Geforce Go 7400 ablösen. Sie werden in Santa-Rosa-Notebooks auftauchen, die rund 1000 bis 1200 Euro kosten.

Die erfolgreiche Mittelklasse von Nvidia, der Geforce Go 7600 und der Geforce Go 7700, findet ihre Nachfolger im Geforce 8600M GS und Geforce 8600M GT.

Einen mobilen DX10-Nachfolger der High-End-Chips aus der Serie Geforce 7900 hat Nvidia bisher noch nicht vorgestellt. Allerdings dürfte die Leistung des Geforce 8600M GT und des Geforce 8600M GS durchaus in High-End-Höhen Vorstoßen - zumal sie im Gegensatz zu den 8400er-Chips SLI unterstützen.

Update: Überraschend hat Nvidia den Start des Geforce 8700M GT vorgezogen. Er war eigentlich für den 26. Juni geplant. Der Geforce 8700M GT ist der derzeit leistungsstärkste Grafikchip von Nvidia für DirectX10. Allerdings ist er eher eine Ultra-Version des Geforce 8600M GT, da er ebenfalls über 32 Shader verfügt, dafür aber höher getaktet ist.

Der Geforce 8700M GT arbeitet mit einer Taktrate von 625 MHz (Geforce 8600M GT: 475 MHz), die Shader laufen mit 1250 MHz (8600M GT: 950 MHz) und der Speicher mit 800 MHz (8600M GT: 700 MHz). Cybersystem und Nexoc haben bereits Notebooks mit dem Geforce 8700M GT angekündigt.

In der Geforce-8M-Familie findet sich im wesentlichen die Technik von Nvidias Grafikchips für Desktop-PCs . Ebenso wie ihre PC-Brüder verfügen die Notebook-Chips über mehrere Unified Shader - je nach Leistungsklasse acht bis 32. Nvidia nennt sie „Stream Processors“. Sie arbeiten bei der Geforce-8M-Serie mit einer doppelt so hohen Taktrate wie der Grafikchip.

Laut Nvidia soll übrigens bei der 8M-Serie der maximale Stromverbrauch im Vergleich zur Vorgänger-Generation trotz der höheren Leistung nicht steigen. Dies entspricht auch den Wünschen der Notebook-Hersteller, die nicht für jede neue Grafikchip-Familie angepasste Gehäuse und Kühllösungen entwickeln wollen.

Den Stromverbrauch und die damit verbundene Abwärme soll Powermizer 7.0 im Zaum halten: Diese Stromspartechnik passt zum Beispiel den Chiptakt an die Auslastung der GPU an oder schaltet Teile der Grafiklogik ab, die gerade nicht benötigt werden (Clock Gating).

In den Vista-Treibern für die Notebook-Grafikchips von Nvidia findet man übrigens kein gesondertes Konfigurationsmenü fürs Stromsparen mehr wie noch unter Windows XP. Wie sich der Grafikchip im Akkubetrieb verhalten soll, regelt man nun über die Windows-Energieschemata - ähnlich wie bei den Mobil-CPUs von AMD und Intel.

In den meisten Notebooks werden die neuen Geforce-Grafikchips auf Steckplatinen im MXM-Format auftauchen. Ähnlich wie bei PCI-Express- oder AGP-Karten für den Desktop-PC garantiert dieses standardisierte Bauweise, dass sich die Grafikkarte schnell einsetzen oder wechseln lässt. Bisher können allerdings nur Notebook-Anbieter diesen Vorteil nutzen. Zwar verspricht Nvidia schon seit Jahren auch dem Anwender diese Upgrade-Möglichkeit–praktisch gibt es sie aber nicht: Nur sehr wenige Notebook-Anbieter bieten den Grafikkarten-Upgrade per MXM für den Endkunden an.

Alle Informationen zu den neuen mobilen Geforce-Chips finden Sie in der folgenden Tabelle:

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