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Die Qualität der Aufnahmen war gut

15.03.2007 | 11:00 Uhr |

Ist die richtige Eingabequelle gewählt (Line-in wird hier als „Line-Lautstärke“ bezeichnet) kann man sofort oder über eine Timer-Funktion aufnehmen. Die Timer-Aufnahme ist nicht so sinnfrei, wie sie hier auf den ersten Blick erscheinen mag. Man kann Aufnahmen etwa nach einer wählbaren Zeit enden lassen oder beim Erkennen eines Eingangssignals starten. Allerdings gestaltete sich die Einstellung des passenden Schwellwerts für das Eingangssignal im Test schwierig. Die Qualität der Aufnahmen via direkt angeschlossenem Plattenspieler war durchweg gut, über einen richtigen externen Verstärker aber hörbar besser. Trotzdem ist der digitale Phono-Vorverstärker mehr als eine reine Notlösung. Im Fenster „Bereinigen“ sind standardmäßig Klick- und Knisterfilter sowie Rauschminderung aktiviert – das genügt für normales bis gutes Ausgangsmaterial. Sehr nervig: Will man weitere Effekte wie Chorus, Echo oder Zeitdehnung nutzen, muss man diese erst umständlich hinzufügen. Völlig unverständlich ist, dass neben den Effekten sogar die Lautstärkeregelung und der Equalizer bei jedem Programmstart neu in die Oberfläche eingebunden werden müssen. Lediglich die Justierung der einzelnen Tools lässt sich in einem Profil speichern.

Mehr als vier gleichzeitig eingestellte Filter/Effekte trieben die CPU-Last bei einem Notebook mit Pentium M 725 auf 100 %. Die Echtzeit-Vorhörfunktion war nicht mehr nutzbar. Selbst ein PC mit 3-GHz-CPU kam schnell ins Schwitzen. 60 % bis 80 % CPU-Auslastung wurden oft erreicht. Das Erkennen einzelner Songs klappte bei Aufnahmen von Schallplatten mit den Standardeinstellungen nicht. Die richtigen Einstellungen zu finden erwies sich als fummelig. Schnittfunktionen – etwa zum Entfernen von Stille – bringt Audiolava nicht mit. Fehler: Geht man von „Bereinigung“ wieder zurück zu „Importieren“, steht der Regler zwar auf dem vorher eingestellten Wert, der Pegel ist aber dennoch deutlich niedriger und muss erneut justiert werden.

Bearbeitete Songs brennt Audiolava entweder direkt auf CD oder speichert sie in den Formaten Wave, Ogg-Vorbis, WMA, Sun-Audio oder MP3. Der mitgelieferte MP3-Encoder speichert allerdings nur mit mageren 56 kBit/s. Für die Anwendung der Filter und die Umwandlung ins Ausgabe-Format ließ sich die Software im Test viel Zeit.

Fazit: Audiolava eignet sich zum Digitalisieren einzelner alter Aufnahmen von Kassette oder Schallplatte. Für größere Aktionen ist die Bedienung zu umständlich. Ein schneller PC ist unverzichtbar.

Alternative: Music Cleaning Lab 2007 XXL ( www.magix.de) ist viel teurer, bringt aber einen Hardware-Phono-Vorverstärker mit.

BEWERTUNG

Leistung (50%): Note 3,0
Bedienung (35%): Note 4,5
Dokumentation (5%): Note 2,5
Installation/De-Installation (5%): Note 1,0
Systemanforderungen (5%): Note 4,0

GESAMTNOTE: 3,5

Anbieter:

Acon Digital

Weblink:

www.acondigital.com

Preis:

20 Euro

Betriebssysteme:

Windows 2000, XP, Vista

Plattenplatz:

ca. 9 MB

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