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Die Hardware des Samsung Series 5-Chromebooks

14.06.2011 | 17:51 Uhr |

Das Samsung Series 5 ist ein 12,1 Zoll-Netbook mit einem schönen, abgerundeten Design. Tatsächlich kann man sagen, dass es sich hierbei um das erste echte Netbook handelt und es ist vermutlich das erste massenmarkttaugliche Laptop, das nur dafür entwickelt wurde, um Sie ins Internet zu bringen. Das Herzstück des Netbooks ist ein Intel Atom N570 Dual-Core Prozessor. Desweiteren sind 2 GB Arbeitsspeicher und 16 GB Flash-Festplattenspeicher integriert. Auf der linken Seite befindet sich ein kleiner Stromanschluss, ein Lüfter, ein Kopfhörer/Mikrofonanschluss sowie ein USB-Anschluss. Der VGA-Anschluss versteckt sich auch auf der linken Seite, jedoch hinter einer Plastikabdeckung. Auf der rechten Seite hingegen befinden sich weitere USB-Anschlüsse und ein SIM-Karten-Leser, der durch Plastik geschützt wird. Auf der Vorderseite befindet sich ein SD-Kartenleser. Wie bei jedem normalen Notebook beschränkt sich die Ausstattung auf das Notwendige. Am Notebook befindet sich kein LAN-Anschluss, kein Bluetooth, kein digitaler Video-Ausgang und die Tastatur hat auch keine Hintergrundbeleuchtung.

Chrome OS vs. Ubuntu - was ist besser?

Die Tastatur-Tasten sind groß und haben einen angenehmen Abstand zueinander, sodass Sie bequem darauf tippen können. Das anklickbare Touchpad ist relativ groß und Ihre Bewegungen werden sehr gut umgesetzt. Die HD-Webcam funktioniert ganz zufriedenstellend. Aber der Gebrauch der Webcam wird auf die Nutzung mit Web-Anwendungen beschränk. Das bedeutet, dass Sie kein Skype nutzen können. Der Bildschirm hat zwar einen glänzenden Rand, ist jedoch mattiert und weist dadurch weniger Reflexionen auf. Sie können den Bildschirm hell einstellen, aber weder die Farben noch der Kontrast sind beeindruckend. Desweiteren sieht der Weißabgleich etwas gewöhnungsbedürftig aus. Alles scheint einen leichten Blaustich zu haben. Dieser fiel uns am meisten auf, als wir graue Bereiche betrachtet haben. Die Schriftzüge werden von Chrome OS nicht so scharf dargestellt, wie wir es uns wünschen würden.

Google greift Notebooks mit Chromebooks an

Sie sind es gewohnt bestimmte Tastenkürzel zu verwenden? Pech gehabt, das Samsung Series 5 bietet keine Funktions-Tastenkürzel an. Und es gibt auch keine Entfernen-Taste. Dieses Problem können Sie jedoch umgehen, indem Sie gleichzeitig Alt- und die Backspace-Taste drücken, denn auch so entfernen Sie das vorangestellte Zeichen. Google hat auch die Feststelltaste zu Gunsten einer Such-Taste entfernt. Sie sind es gewohnt Gesten auf dem Touchpad zu verwenden? Hier wird nur eine einzige Geste unterstützt. Sie können zwar mit zwei Fingern scrollen, aber weder zoomen, noch wischen um etwas rückgängig zu machen.

Google wirbt damit ein Notebook entwickelt zu haben, das prinzipiell nicht viel mehr ist, als ein vergrößerter Chrome-Browser. Das Unternehmen sagt, dass es schnell hochfährt und das stimmt. In etwa 12 Sekunden können Sie es hochfahren lassen. Wenn das Notebook lediglich im Schlafmodus war, benötigt es sogar nur ein oder zwei Sekunden, bis es wieder einsatzbereit ist. Die Wahrscheinlichkeit einen Virus zu bekommen ist wirklich sehr gering, weil Sie zum einen keine ausführbaren Programme starten können und zum anderen das gesamte System verschlüsselt ist. Nach unseren Tests scheint die Batterie etwa acht Stunden auszuhalten, aber es ist schwierig einen Vergleichs-Test durchzuführen, wenn das System nur einen Internet-Browser laufen lassen kann.

Das Series 5 Chromebook leidet eindeutig unter der allgemeinen Trägheit, die wir von Atom-basierten Netbooks kennen. Und das gilt sogar, obwohl kein leistungshungriges Windows-Betriebssystem im Weg steht. Natürlich laufen kleine Web-Anwendungen, wie beispielsweise Evernote ganz gut, aber schon Angry Birds aus dem Chrome Web-Store ist im HD-Modus, der jedoch nicht wirklich hochauflösend ist, nicht mehr gut spielbar. Wir meinen, dass Samsung besser beraten wäre, auf zeinen stärkeren Prozessor zu setzen. Mit AMDs Fusion E-350 hätte das Notebook vermutlich eine um eine Stunde verkürzte Akkulaufzeit, aber das Abspielen von Videos würde einwandfrei funktionieren. Desweiteren wäre die CPU-Leistung besser und die grafiklastigen Web-Funktionen würden wesentlich besser funktionieren.

Die Hardware hat noch ein paar weitere Macken neben den Leistungsproblemen. Die Plastikabdeckungen auf der linken und rechten Seite sind nur locker angebracht, sodass diese vermutlich in wenigen Monaten abfallen werden. Die Soundqualität der Stereo-Lautsprecher ist wirklich nicht gut, auch wenn wir berücksichtigen, dass es sich hierbei um ein kleineres und günstigeres Notebook handelt. Fast jedes Mal, wenn wir ein neues Musikstück abspielen oder die Lautstärke anpassen, ist ein leises Knacken zu hören. Das ganze Notebook fühlt sich für die Größe zu schwer an und auch wenn sich 1,5kg nicht nach sehr viel anhört, sollte ein so dünnes und kompaktes Notebook nicht so viel wiegen.

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