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Desktop-Power im Notebook

30.06.2013 | 07:15 Uhr |

Der im Juli vorgestellte Mobility Radeon 9800 (Codename „M18“) findet sich derzeit exklusiv im Notebook Dell Inspiron 9100. Dort arbeitet der mit 350 Megahertz getaktete Chip zusammen mit 256 Megabyte DDR-SDRAM (effektiver Takt 600 Megahertz): Auch dies setzt Maßstäbe – bislang waren 128 Megabyte Grafikspeicher das höchste der Gefühle in tragbaren Rechnern.

Ebenfalls ein Novum: Beim ATI Mobility Radeon 9800 sind Grafikchip und –speicher über einen 256 Bit breiten Datenpfad verbunden – alle anderen mobilen Grafikchips bieten hier höchstens 128 Bit.

Der ATI Mobility Radeon 9800 basiert auf dem Desktop-Chip X800, der im Mai 2004 vorgestellt wurde. Aktuelle Desktop-Technik landet damit also drei bis vier Monate später bereits im Notebook. Mit acht Pixel-Pipelines besitzt der Mobility Radeon vier Pipelines weniger als der Desktop-Bruder X800 Pro und acht Pipelines weniger als der X800 XT. Bei den Vertex-Einheiten hat ATI ebenfalls gespart: Der mobile Chip hat vier, die Desktop-Ausgaben haben sechs.

Das sind - wie der im Vergleich zu den Grafikchips für Desktop-Karten deutlich geringere Takt -Kompromisse, die ATI eingehen muss. Denn der Mobility Radeon 9800 darf nicht die Temperaturgrenzen für ein Notebook sprengen. Am klobigen, über vier Kilogramm schweren Dell Inspiron 9100 sieht man, dass dies nur mit Mühe gelungen ist.

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