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Der Hexenhammer

04.11.2003 | 14:11 Uhr | Hans-Christian Dirscherl

Die "Quellen" ermöglichen den Zugang zu drei umfangreichen historischen Dokumenten. Der erste dieser Quellentexte dürfte der bekannteste sein, nämlich der berühmt-berüchtigte "Hexenhammer". Darin sammelte der Verfasser - vermutlich ein Dominikaner-Mönch - aus älteren Quellen Argumente zusammen, um die Hexenverfolgung und -vernichtung moralisch wie rechtlich zu legitimieren. Dies blieb nicht ohne Widerspruch, wie die beiden anderen Texte beweisen, die sich vehement gegen den Wahnsinn der Hexenverfolgungen aussprechen.

Zu einer spannenden Lektüre verführt der Abschnitt "Dokumente". Hier warten auf den Benutzer zeitgenössische Texte, die über Sagen und Bräuche in Zusammenhang mit Hexen berichten. Unter den Autoren befinden sich unter anderem die Gebrüder Grimm und Wilhelm Busch. Abgerundet wird die Dokumentensammlung durch eine sehenswerte Zusammenstellung von Hexen-Darstellungen aus der Zeit der Verfolgungen und danach.

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