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Das Setup

25.06.2008 | 10:01 Uhr |

Für diesen Test wurde XenServer auf einem Rechner mit einer Dual-Core-CPU, 8 GB RAM, zwei Netzkarten und lokalen Festplatten eingerichtet. Xen verlangt den exklusiven Zugriff auf die Festplatten. Ein Mehrfach-Boot zusammen mit anderen Betriebssystemen oder Konfigurationen, wie es im Test hilfreich sein mag, ist nicht möglich. Das Setup ist direkt von der CD zu starten. Zu den Angaben beim Setup zählen jene zur verwendeten Tastatur, den zu installierenden Modulen, dem Umfang der zu installierenden Linux-Pakete, der Zeitzone, der Existenz eines NTP- und DHCP-Servers, den IP-Adressen sowie weiteren netzbezogenen Parametern. Das hier aufgebaute Testsystem sollte relativ eigenständig operieren und wurde deshalb mit einer statischen IP-Adresse ausgestattet. Ferner sollte der XenServer als DNS-Server fungieren. Dies ermöglicht dem Verwaltungsrechner XenCenter einen Verbindungsaufbau über den Namen des Servers.

Der gesamte Setup-Vorgang ist gut und logisch aufgebaut und bietet alle dazu notwendigen Hilfen an. Er ist, sofern der Rechner ansonsten vorbereitet ist, in weniger als eine halben Stunde abgeschlossen. Xen unterstützt auch die Migration von physischen Rechnersystemen in den virtuellen Kontext des XenServer. Dies ist eine weitere Installationsoption, die für diesen Test nicht verwendet wurde.

Das XenCenter ist ein Windows-Tool, das separat von der CD installiert werden muss. Im Testszenario wurde es auf einem eigenständigen Windows-XP-Rechner eingerichtet. Laut Handbuch setzt das Werkzeug ein Betriebssystem ab Windows 2000, das .NET-Framework 2.0 und 1 GB RAM voraus. Das Setup des XenCenters erfolgt ebenfalls einfach und schnell.

Xen unterstützt auch Multi-Core-Systeme (hier eine Performance-Analyse).
Vergrößern Xen unterstützt auch Multi-Core-Systeme (hier eine Performance-Analyse).
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Zu den ersten Schritten beim Aufbau einer virtuellen Infrastruktur gehört die Bereitstellung von Rechnerressourcen für die Server oder Hosts. Sie müssen separat installiert werden. Das XenCenter dient nur zu deren Verwaltung. Über den Namen des XenServers oder dessen IP-Adresse baut das XenCenter die Verbindung zum Server auf. Achten muss man allerdings darauf, dass beim Beenden des XenCenters der Server natürlich weiterläuft. Auch am Status der virtuellen Maschinen, die auf dem Server laufen, ändert der Start oder Stopp von XenCenter nichts.

Der Aufbau des XenCenters orientiert sich an den heute üblichen Standards. In einem zweigeteilten Fenster mit einer hierarchischen Objektstruktur bietet es alle wichtigen Elemente zur Verwaltung des Hosts und seiner eingebetteten virtuellen Maschinen. Das Center unterteilt die Verwaltungsinhalte in mehrere Rubriken. Ein Übersichtsbildschirm (Dashboard) liefert dabei die wichtigsten Inhalte und Statusmeldungen auf einen Blick. Hier kann sich der Administrator über die Leistungsmerkmale der CPUs, des Speichers, der Festplatten und des Netzes informieren. Weitere Rubriken beschäftigen sich mit der Konfiguration des Speichers und des Netzes.

Um direkt auf das Gast-Betriebssystem zuzugreifen, werden dessen Bildschirmausgaben in der XenCenter-Verwaltungskonsole eingeblendet. Wird dieser Zugriff aktiviert, so spiegelt der XenServer die Ausgabe des Gast-Betriebssystems in den Verwaltungsbildschirm des XenCenters. Dies gilt sowohl für XenServer oder Linux-Gäste mit zeichenbasierender Oberfläche als auch für das GUI von Windows-Gästen. Die Logs schließlich beinhalten die Logdateien.

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