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Cyberghost VPN im Test

11.02.2022 | 12:55 Uhr | Frank Ziemann

Mit Cyberghost VPN bekommen Sie einen VPN-Dienst, der Schutz Ihrer Privatsphäre vor Überwachung und eine gewisse Anonymität bietet. Wir haben Cyberghost VPN - Version 8 - neu getestet, um Ihnen einen aktuellen Eindruck zu verschaffen.

Stand: Februar 2022. Ein VPN-Dienst soll seine Nutzer vor staatlicher Überwachung schützen, die Privatsphäre wahren und den Zugriff auf in bestimmten Regionen gesperrte Websites ermöglichen. Cyberghost ist ein VPN-Anbieter mit Sitz in Rumänien. Die Firma gehört wie ZenGuard ( ZenMate ) zum israelischen Sicherheitsunternehmen Kape Technologies, das auf der Isle of Man registriert ist. Die Cyberghost VPN-Software wird zum großen Teil in Deutschland entwickelt. Cyberghost bietet verschiedene Tarife an, die von monatlicher Abrechnung über ein Jahresabo bis zum Dreijahrespaket reichen.

Cyberghost VPN ab 1,99 Euro pro Monat

Fazit des Tests: Mit Cyberghost VPN erhalten Sie eine VPN-Lösung mit einer großen Server-Auswahl für jeden Zweck und zu einem attraktiven Preis. Ein deutschsprachiger Support rund um die Uhr hilft bei eventuellen Problemen.

Die VPN-Software ist in deutscher Sprache und ihre Benutzung gibt keine Rätsel auf. Sie ist für Windows (ab Vista SP2, 32 und 64 Bit), macOS, Linux, iOS und Android erhältlich. Für Linux gibt es eine native, textbasierte Konsolenanwendung. Ferner sind Apps für Amazon Fire Stick, Apple TV und Android TV, Smart-TVs von Samsung und LG sowie Erweiterungen für Firefox und Chrome im Angebot. Hilfeseiten in deutscher Sprache erläutern die Einrichtung und Nutzung mit allen Geräten, auch Linux-Rechner, Router oder Spielekonsolen.

Wie meisten VPN-Anbieter gibt Cyberghost an, es speichere keine Protokolle der Nutzung seiner Dienste (No-Logs-Policy). Allerdings findet Exodus Privacy in der Android-App noch immer drei Tracker – vor zwei Jahren waren es aber noch sieben. Verblieben sind zwei Google-Tracker sowie AppsFlyer. Eine Drosselung der Bandbreite oder eine Begrenzung des Datenvolumens gibt es nicht.

Angebot: Cyberghost VPN für 1,99 Euro pro Monat

Diese Einstellungen können Sie in der Windows-Anwendung vornehmen


Für die Verbindung zum VPN-Knoten unterstützt Cyberghost die Protokolle OpenVPN, IKEv2, L2TP und das noch recht neue WireGuard. Für OpenVPN können Sie von UDP auf TCP wechseln, was die Stabilität der Verbindung verbessern, aber die Geschwindigkeit mindern kann. Im Normalfall müssen Sie sich darum jedoch nicht kümmern und können der Automatik die Wahl des Protokolls überlassen.

Cyberghost VPN, Windows: Einstellungen (1)
Vergrößern Cyberghost VPN, Windows: Einstellungen (1)

Sie wählen im Programmfenster aus etwa 7600 in mehr als 90 Ländern weltweit verteilten Servern den gewünschten virtuellen Standort aus und klicken auf den Button zum Verbinden. Nach dem Aufbau der Verbindung werden alle Ihre Internet-Aktivitäten, mit dem AES-Verfahren (256 Bit) verschlüsselt, über diesen Server geleitet. Sie können bei Bedarf einstellen, welche Programme die VPN-Verbindung nicht nutzen sollen („Split Tunneling“). Sie können jederzeit zu einem anderen Server in einem anderen Land wechseln. Diese und weitere Optionen finden Sie unter „Smart Rules“.

Cyberghost VPN, Windows: Einstellungen (2)
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Cyberghost VPN bietet auch spezielle Server für bestimmte Dienste an, so etwa für Video-Streaming optimierte Server. Darunter finden Sie zum Beispiel Server für BBC iPlayer, ITV oder Channel 4 in Großbritannien sowie Netflix, Disney+, Hulu und andere in den USA. Die Nutzung solcher teils kostenpflichtigen Dienste setzt voraus, dass Sie ein Zugangskonto dafür haben. Bei Auslandsreisen können Sie sich mit einem deutschen Server verbinden, der Zugriff auf die Mediatheken deutscher TV-Sender ermöglicht. Auch für Torrents optimierte Server in derzeit über 50 Ländern sind bei Cyberghost im Angebot. Fürs Gaming gedachte Server gibt es in Frankfurt am Main, London, New York und Paris. Besonders sicherheitsbedürftige Nutzer können auf die "NoSpy-Server" setzen. Diese stehen in einem besonders gesicherten Rechenzentrum in Rumänien, wo auch etliche spezielle Torrent-Server untergebracht sind.

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Video-Streaming-Anbieter wie Netflix versuchen teils recht rigoros, den Zugriff über VPN-Server zu unterbinden. Sie arbeiten auch mit IP-Sperren, blockieren also gezielt die Server der VPN-Dienste. Daher sind VPN-Anbieter wie Cyberghost bemüht, ständig neue IP-Adressen hinzuzufügen. Wenn Sie den gewünschten Streaming-Dienst über den gewählten VPN-Server nicht nutzen können, wechseln Sie zu einem anderen Server, wenn nötig mehrmals. Führt auch das nicht zum Ziel, können Sie beim Support des VPN-Anbieters rund um die Uhr Hilfe erhalten. Der ist stets bemüht, seine Versprechen einzulösen.

In unserem Test hat es mit Netflix US und dem dafür vorgesehenen VPN-Server keine Probleme gegeben. Inhalte von Netflix US, die es bei Netflix DE nicht gibt, konnten flüssig in HD abgespielt werden.

Cyberghost VPN, Windows: Server-Auswahl
Vergrößern Cyberghost VPN, Windows: Server-Auswahl

Die Cyberghost-Software für Windows bietet zudem verschiedene Schutzfunktionen an, die Sie bei Bedarf einschalten können. Sie können einen Werbeblocker zuschalten, der auch potenziell schädliche Websites oder Tracking-Maßnahmen blockiert. Ein abschaltbarer automatischer "KillSwitch" trennt die VPN-Verbindung, sobald Probleme erkannt werden. Dies verhindert, dass Sie plötzlich und überraschend ungeschützt im Netz surfen. So genannte DNS-Leaks verhindert Cyberghost durch die Nutzung eigener DNS-Server während der VPN-Verbindung.

Cyberghost VPN auf mobilen Geräten mit Android


Für Android-Geräte stehen die gleichen VPN-Server zur Auswahl, unterteilt in Länder, Streaming-Server und eigene Favoriten – lediglich die Kategorie Torrent-Server fehlt. Sie können unabhängig voneinander gleichzeitig unterschiedliche Standorte für verschiedene Geräte wählen. In der Cyberghost VPN-App für Android gibt es weniger Einstellungsoptionen als unter Windows. Der KillSwitch ist automatisch an und wie andere Sicherheitseinstellungen nicht abschaltbar. Für die WLAN-Nutzung können Sie das Verhalten der VPN-App festlegen. So kann sie etwa bei offenen WLANs oder einem bislang unbekannten WiFi-Hotspot automatisch eine VPN-Verbindung aufbauen, dies beim heimische WLAN jedoch unterlassen.

Cyberghost VPN, Android-App: Einstellungen
Vergrößern Cyberghost VPN, Android-App: Einstellungen

Der sogenannte „App Split Tunnel“ ermöglicht es Ihnen, ausgewählten Apps zu erlauben, den VPN-Tunnel zu umgehen und direkt mit den Internet zu kommunizieren. Das kann zum Beispiel hilfreich sein, wenn die Mail-App (vermeintlich) aus dem Ausland auf GMail zugreift und Google deshalb Warnungen generiert. Wie im Windows-Client können Sie Schutzfunktionen gegen Tracking, Online-Werbung und gefährliche Website aktivieren.

Cyberghost VPN, Android App: Server-Auswahl
Vergrößern Cyberghost VPN, Android App: Server-Auswahl

Wie bewährt sich Cyberghost VPN in der Praxis?


Nach der Auswahl eines Standorts baut der Cyberghost VPN-Client die Verbindung auf, was inzwischen in aller Regel recht flott geht. Bei Auswahl eines Streaming-Servers in Österreich können Sie in der ORF TVthek Beiträge schauen, die eigentlich nur aus Österreich abrufbar sind. Das hat im Test problemlos funktioniert, ebenso beim BBC iPlayer mit einem passenden britischen Server.

VPN von Cyberghost ab 1,99 Euro pro Monat

Mit Netflix US und dem dafür vorgesehenen VPN-Server hat es auch keine Probleme gegeben. Inhalte, die es bei Netflix DE nicht gibt, können flüssig in HD abgespielt werden. Der File-Hoster ZippyShare, der Benutzer aus Deutschland und einigen anderen EU-Ländern aussperrt, ist über einen VPN-Standort in einem anderen europäischen Land erreichbar, etwa die Schweiz.

▶Die besten VPN-Dienste 2022


Die Geschwindigkeitseinbußen durch VPN im Vergleich zu einer ungeschützten Verbindung sind erträglich. Sie liegen meist im einstelligen Prozentbereich oder etwas darüber. Vor allem an Wochenenden und abends kann der Verbindungsaufbau gelegentlich etwas dauern. Dann sind die meisten Nutzer im Netz unterwegs und verursachen eine hohe Last. Versuchen Sie es mit einem anderen Server, um mehr Durchsatz zu erhalten. Etwas übertrieben muten die reißerisch formulierten Warnmeldungen an, die auftauchen können, wenn keine VPN-Verbindung besteht.

Das kostet Cyberghost VPN

Wenn Sie Cyberghost VPN nutzen wollen, können Sie unter mehreren Tarifen wählen. Das Monatsabo kostet 11,99 Euro, für das Jahresabo werden 42 Euro (3,50 Euro pro Monat) fällig. Die größte Ersparnis bietet derzeit ein Abo über drei Jahre, das nur 1,99 Euro pro Monat kostet (77,61 Euro insgesamt) und drei zusätzliche Gratismonate enthält. Sie können mit einem Abo bis zu sieben Geräte schützen. Wer eine dedizierte IP-Adresse möchte, kann diese für 5 Euro pro Monat erhalten.

Aktuelles Angebot: Cyberghost VPN ab 1,99 Euro/Monat

Für alle Tarife gilt eine 45-tägige Geld-zurück-Garantie. Die Zahlungsmöglichkeiten reichen von Paypal über Kreditkarte und SEPA-Lastschrift bis Bitcoin. Sie können Cyberghost VPN für 24 Stunden kostenlos testen. Dafür genügt eine Registrierung mit Ihrer Mail-Adresse. Allerdings stehen beim Gratistest einige Premium-Funktionen wie dedizierte Streaming-Server nicht zur Verfügung.

Fazit: Mit Cyberghost VPN erhalten Sie eine VPN-Lösung mit einer großen Server-Auswahl für jeden Zweck und zu einem attraktiven Preis. Ein deutschsprachiger Support rund um die Uhr hilft bei eventuellen Problemen.

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