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Creative iRoar Go im Praxistest

04.01.2017 | 14:11 Uhr |

Bereits im Sommer 2016 brachte Creative das neueste Modell seiner Bluetooth-Speaker-Reihe „Roar“ heraus. Der iRoar Go soll dabei einen wummernden Begleiter für unterwegs darstellen. Mit kleinen Neuerungen hebt sich der kleine Bruder von seinen Vorgängern auch noch gekonnt ab. Wir haben den Lautsprecher im Test.

Das mit dem „Reddot-Award 2016“ gekrönte Design ist die ideale Mischung aus Eleganz und Zweckmäßigkeit. Die handlichen Maße und das völlig akzeptable Gewicht machen es Ihnen leicht, den Speaker so gut wie überall mithinzunehmen. Denn mit einer Breite von rund 19 Zentimetern und einer Dicke von 5,4 Zentimetern wiegt der Speaker nur 810 Gramm. Zugegeben, es handelt sich nicht um ein Fliegengewicht. Dennoch ist der iRoar Go einfach mit einer Hand zu greifen, was beim ein oder anderen Konkurrenten nicht so leicht möglich ist.

TEST-FAZIT: Creative iRoar Go

Bei dem iRoar Go von Creative handelt es sich nicht nur um einen schnöden Speaker. Neben dem kräftigen und ausgeglichenen Sound überzeugt uns der iRoar Go mit seiner überaus einfachen Bedienung und den umfangreichen Möglichkeiten Musik wiederzugeben: Egal ob drahtlos oder kabelgebunden – die Kopplung funktioniert bei uns immer einwandfrei. Die Umfunktionierung zur Freisprechanlage oder sogar zu einer Powerbank für das Smartphone machen den Speaker zu einem wahren Multitalent.

Außerdem eignet sich der Bluetooth-Speaker aufgrund seiner wasserfesten Eigenschaft ideal für den Outdoor-Bereich. Beim Transport sollten Sie jedoch größeren Druck auf die Passiv-Radiatoren vermeiden. Der Preis von rund 180 Euro der aktuell im Handel aufgerufen wird ist unserer Meinung schon recht happig, aber im Hinblick auf die Konkurrenz gerade noch vertretbar. Schließlich bietet der Speaker umfangreichen Funktionen und eine äußerst saubere sowie hochwertige Verarbeitung und leistet sich auch beim Klang keine größeren Patzer.

+ wasserabweisend

+ kompaktes Design

+ umfangreiche Funktionen und Anschlüsse

- relativ hochpreisig

- druckvoller Bass ausschließlich durch Roar-Funktion

Gerade im portablen Bereich ist ein stabiles Gehäuse sehr wichtig. Doch das hat Creative unserer Meinung nach recht gut umgesetzt hat: Eine Mischung aus Metall und Kunststoff sorgen für die nötige Robustheit. Dazu kommen noch Gummielemente, wie beispielsweise an den Standfüßen, um für die nötige Rutschsicherheit zu sorgen. Außerdem setzt der Speaker auf eine wasserabweisende Bauweise, die ihn auch im Outdoor-Bereich glänzen lässt. Gut durchdacht finden wir die Abdeckung der Steckplätze auf der Rückseite - ein doppelter Schutz gegen Schmutz oder Spritzwasser.

Dank eines wasserabweisendem Aufbaus ist der Lautsprecher auf für den Einsatz im Außenbereich geeignet.
Vergrößern Dank eines wasserabweisendem Aufbaus ist der Lautsprecher auf für den Einsatz im Außenbereich geeignet.
© Creative

Weniger Lob bekommen von uns die nahezu frei schwingenden Passiv-Radiatoren an den beiden Außenseiten des Geräts. Keine Frage, sie sind im Betrieb sehr schön anzusehen, jedoch reicht schon ein geringer Widerstand um die silbernen Platten nach innen zu drücken. Einmal unachtsam in den Rucksack gesteckt und es könnte zu einem Defekt kommen.

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Volle Power

Wie auch schon das Vorgängermodell Creative Sound Blaster Roar hat auch der iRoar Go einiges an Sound und Anschlüssen zu bieten. Denn unter der Haube verstecken sich, wie für die Roar-Serie üblich, insgesamt fünf Audiotreiber. So befinden sich der 2,5-Zoll-Neodym-Treiber, verantwortlich für den kraftvollen Bass, und die zwei 1,5-Zoll-Dual-Premium-Treiber für die Hochfrequenzen, auf der Oberseite des Speakers. Beim Vorgänger waren diese Treiber auf die Oberseite und Front verteilt. In der neuen Konstellation erhalten Sie in liegender oder stehender Position des Lautsprechers immer die volle Klangqualität. Die beiden passiven Radiatoren fördern die Bassleistung und befinden sich jeweils an der linken und rechte Seite Außenseite.

Die beiden Passiv-Radiatoren an den Außenseiten des iRoar Go sind freischwingend, reagieren somit aber auch empfindlich auf Druck von Außen.
Vergrößern Die beiden Passiv-Radiatoren an den Außenseiten des iRoar Go sind freischwingend, reagieren somit aber auch empfindlich auf Druck von Außen.
© Creative

Für ausreichend Strom abseits von Steckdosen sorgt ein 5200 mAh starker Akku, der die Laufzeit des iRoar Go auf zwölf Stunden bringen soll. Zudem finden wir es sehr praktisch, dass der Lautsprecher auch als Powerbank zum Aufladen des Smartphones dient. Hierzu ist ein USB-2.0-Anschluss verbaut.

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Creative iRoar Go: anschlussfreudiger Bluetooth-Speaker

Weitere Anschlüsse auf der Rückseite bieten jede Menge Kopplungsmöglichkeiten. So können Sie Ihr Smartphone nicht nur drahtlos über NFC koppeln und über Bluetooth verbinden. Sie können auch auf Aux-In, Micro-USB oder auch auf einen Micro-SD-Steckplatz zurückgreifen. Bei letzterem sollten Sie jedoch beachten, dass die Speicherkarte nicht größer als 32 GB ist. Ein eingebautes Mikro ermöglicht es Ihnen, den iRoar Go als Aufnahmegerät oder Freisprechanlage zu nutzen.

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Außerdem sind auch einige Bedienelemente auf der Rückseite platziert. Hierbei handelt es sich um Tasten, die Sie wahrscheinlich nicht ganz so häufig benötigen: Aufnahme, zufällige Wiedergabe, Play/Pause und die Roar-Taste. Letztere erhöht die gesamte Lautstärke und verhindert dank der TeraBass-Funktion den Verlust des Basses - ideal für größere Partys.

Creative verteilt die Bedientasten an die Ober- und Rückseite. Hier gut zu erkennen: Die Roar-Taste sorgt für satteren Bass und voluminöseren Klang.
Vergrößern Creative verteilt die Bedientasten an die Ober- und Rückseite. Hier gut zu erkennen: Die Roar-Taste sorgt für satteren Bass und voluminöseren Klang.
© Creative

Die etwas häufiger genutzten Tasten befinden sich auf der Oberseite: Neben der Power-Taste liegen direkt die Lautstärkeregler und daneben der Knopf zur Rufannahme sowie die Bluetooth-Kopplung. Mit der Taste „Source“ wählen Sie die Quelle aus, von der Sie Ihre Musik abspielen möchten. Die LEDs auf der rechten Seite zeigen Ihnen die aktuelle Auswahl an. 

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Die Klangqualität

Der Sound überzeugt uns recht schnell, vor allem der durchaus druckvolle Bass und die sauberen Mitten, dazu noch die sehr klaren Höhen. Ein großer Unterschied bei eingeschalteter Roar-Funktion konnten wir definitiv feststellen. Der Bass wird deutlich druckvoller, ohne zu übersteuern, und gefällt uns so um einiges besser. Die Höhen gehen dabei leider etwas unter wodurch der Klang im gesamten etwas dumpf erscheint. Dennoch empfehlen wir die Roar-Funktion für einen satteren Bass dauerhaft zu aktivieren. Im Großen und Ganzen kann der iRoar Go gut mit seinem Vorgänger mithalten.

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