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Comodo Firewall 2.3.6.81

05.05.2009 | 09:45 Uhr | Arne Arnold

Die Comodo Firewall ist in der Bedienung etwas anspruchsvoll. Aber die guten Funktionen und eine gute Sicherheitsleistung empfehlen das Tool für fortgeschrittene Anwender.
Nach der Installation erwartet das Programm die Eingabe eines Aktivierungs-Codes. Den bekommt der Anwender kostenlos zugemailt, wenn er sich auf der Website registriert. Anschließend schlägt die Comodo Firewall zwei sinnvolle Aktionen vor: Sie will die Windows Firewall abschalten und die Datenausführungskontrolle von Windows aktivieren.
Die Firewall bietet eine Besonderheit: Will ein Programm online gehen, nennt sie nicht nur den Dateinamen des Tools, sondern zeigt auch die Datei an, die das Programm gestartet hat. Diese Zusatzangabe nennt die Firewall „Parent“. Startet man ein Online-Programm beispielsweise über das Startmenü, erscheint unter Parent EXPLORER.EXE.
Allerdings funktioniert das für einige Systemprogramme nicht immer– etwa bei SVCHOST.EXE. Doch gerade für diese Dateien wäre die Info interessant. Trotzdem werden fortgeschrittene Anwender die Funktion schätzen, Einsteiger sind damit aber schnell überfordert.

Was uns nicht gefällt: Erlaubt man einer Anwendungen online zu gehen, ohne dabei eine Regel zu erstellen, taucht diese Anwendung dann auch nicht im Regelwerk auf. Dort gibt es aber sehr wohl Regeln mit der Einstellung „Ask“ – also erneutes Nachfragen.

Server-Rechte : Die Regeln lassen sich über „Edit“ im Kontextmenü verändern. Für eingehende Verbindungen lässt sich ein Port oder auch ein Port-Bereich angeben. Verwirrend ist dabei allerdings die Bezeichnung „Destination Port“ – was auf eine Angabe für den Zielrechner schließen lässt. Gemeint ist aber der Port des eigenen PCs, wenn unter „Direction“ „In“ gewählt ist.

Gut: Einige Systemprogramme kennt die Firewall bereits und vergibt dafür automatisch die passenden Genehmigungen. Unter „Advanced, Miscellaneous“ lässt sich das ändern. Dann erhält man allerdings wieder viele Anfragen.

Heikel ist der „Network Monitor“. Dort lassen sich Regeln für einzelne Datenpakete erstellen. Einsteiger lösen damit schnell die Sicherheit einer Firewall in Luft auf. Dem wirkt die Comodo Firewall entgegen, indem sie Verbote in der Programmliste als wichtiger einstuft, als eine Erlaubnis im „Network Monitor“. Da aber zudem Verbote im Network Monitor stärker sind, als eine Erlaubnis bei den Programmen, kommen Einsteiger schnell durcheinander. Sie können den Network Monitor aber auch deaktivieren. Dadurch sinkt die Sicherheitsleistung ein wenig.

Das Protokoll ist übersichtlich gestaltet. Allerdings lässt es sich nur nach Programmnamen sortieren.
Die Bedienung des Tools gefällt uns gut. Die meisten Anwender sollten nach einer gewissen Einarbeitungszeit mit dem (englischsprachigen) Programm zurechtkommen. Nur das Regelwerk des „Network Monitor“ ist kompliziert.

Fazit: Die Comodo Firewall ist für fortgeschrittene Anwender und Profis ein interessantes Tool mit vielen Einstellmöglichkeiten.

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