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Call of Duty: Black Ops Cold War - Multiplayer im Preview

23.09.2020 | 15:02 Uhr |

Zeit für Action in Call of Duty Black Ops Cold War. Im Multiplayer gibt Treyarch richtig Gas mit Navy-Gefechten auf hoher See, Gunboats und taktischen Tauchmanövern. Aber auch in Afrika, dem schrillen Neon-Look Miamis und Usbekistan, wo Schneemobile sich ein Rennen im Stil von James Bond: No Time To Die liefern. Call of Duty Black Ops Cold War – die Multiplayer-Weltpremiere.

Die Schlacht tobt im Nordatlantik. Gleich mehrere Zerstörer hat die US-Marine auf der Karte Armada zusammengezogen, um im Multiplayer von Call of Duty: Black Ops Cold War ein U-Boot zu bergen, welches geheime Atom-Reaktor-Technologie an Bord hat. Das wollen allerdings auch die Russen, die ebenfalls ihre Flotte entsenden und die militärische Spezialeinheit Spetznaz. Der KGB, MI6 und die CIA kämpfen hier im 12-gegen-12 auf offenem Wasser um die Vorherrschaft, was die Map super spannend macht: Wir rutschen an Seilen von Schiff zu Schiff, zielen während der Fahrt mit der Desert Eagle und verpassen dem ersten russischen Soldaten einen Headshot, als wir ankommen. Plötzlich zerreißt MG-Feuer zwei, drei Kameraden, wir gehen in Deckung, spähen über die Reling – ein russisches Gunboat hat unsere Kollegen auf dem Gewissen. Schnell weiter, Ecken sichern, Rendezvous mit dem restlichen Squad. 

Wir kämpfen uns vor zu einem MG-Turm auf dem Schiff, dann ist Payback-Time: Mit unserem MG zerstören wir das feindliche Boot. Die Russen pushen unterdessen, in den engen Gängen unter Deck zählt, wer als erstes abdrückt und hier sind ein Haufen super talentierter CoD-Profis am Start: Dr. Disrespect, CouRage von 100 Thieves und ein paar andere Buddies aus der Szene wie Haptic und Scump, die gefühlt schon bei jedem Call of Duty vorne mit dabei waren. Haptics Gameplay haben wir eingebunden, er hat mit der MP5 ordentlich Kills geholt. Scump sitzt am liebsten im Helikopter, der sich via Scorestreak herbeirufen lässt und räumt mit der Minigun ab. Zeit für einen Sprung ins Wasser, eintauchen in die Wellen, tief tauchen, so erwischen uns die Kugeln nicht. 

Stark: Nicht nur sieht das Wasser wirklich exzellent aus, es ist auch durchsichtig genug, um zu sehen, wenn ein Jetski oder Gunboat hält. Dann einfach kurz aus dem kühlen Nass linsen, mit der guten, alten XM4 Commando durchladen, Headshot ziehen, wieder abtauchen. Alternativ können wir uns auch an einen Spieler auf einem Jetski anschleichen, ihn ins Wasser ziehen und dort schachmatt setzen. 

Schwer gepanzerte Navy-Patrouillen-Schiffe mit Miniguns bieten sich an zur Map-Control und um Flaggenpunkte schnell zu nehmen und zu verteidigen.
Vergrößern Schwer gepanzerte Navy-Patrouillen-Schiffe mit Miniguns bieten sich an zur Map-Control und um Flaggenpunkte schnell zu nehmen und zu verteidigen.
© Treyarch

Armada ist rein vom Map-Design her sicherlich die stärkste Karte, weil die zahlreichen Schiffe durch Gangways und Seilrutschen an allen Ecken und Enden verbunden sind. Es gibt also nicht ein oder zwei Nadelöhre, wo das Angreiferteam durch muss, sondern zig Möglichkeiten, in die Offensive zu gehen. Lässt sich hier gut snipen? Ja, allerdings gibt’s durch die Gunboats und Jetskis ausreichend Konter-Möglichkeiten. Ein Camper lebt nicht lange – hat er einmal seine Position verraten durch einen Schuss, lassen die Gunboats die Hölle entbrennen. Zudem gibt’s auf jedem der Schiffe MG-Nester, auch diese lassen sich gut nutzen, um einfach mal in Richtung feindliche Position zu bratzen. Wer eher den Nahkampf auf engstem Raum liebt, der geht unter Deck, wo dann purer Skill entscheidet. Das Gameplay fühlt sich gut und rund an: Black Ops 1 meets Modern Warfare. Es hat den Punch und die Geschwindigkeit von Black Ops 1, mit den smoothen Animationen eines Modern Warfare und auch eher die Karten-DNA der neueren CoDs, wo alles ein bisschen größer, ein bisschen epischer ist.

Call of Duty: Cold War Preview: Agenten-Thriller in den 80ern

Viel mehr Battlefield: Treyarch nutzt gekonnt die Probleme von DICE aus

Ähnlich wie der Ground-War-Modus von Modern Warfare lag der Fokus der Multiplayer-Weltpremiere erstaunlich stark auf Karten mit vielen Fahrzeugen, wie Panzern.
Vergrößern Ähnlich wie der Ground-War-Modus von Modern Warfare lag der Fokus der Multiplayer-Weltpremiere erstaunlich stark auf Karten mit vielen Fahrzeugen, wie Panzern.
© Treyarch

DICE hat in den letzten Jahren viel falsch gemacht, wenn wir über Battlefield reden. Die Welt wollte ein Remake von Battlefield 4, mit Apaches und Black Hawks, bekommen haben sie mal wieder Zweiten Weltkrieg mit Battlefield 5, das leider auch noch mit Tonnen an Bugs zu kämpfen hatte. Erst mit War in the Pacific kriegte man wirklich die Kurve, da war es dann allerdings zu spät. EA zog den Stöpsel, die Schweden sollen sich auf Battlefield 6 konzentrieren, welches endlich wieder in der Moderne spielen wird. Bis dahin ist viel Zeit, bislang wurden nur kleine Schnipsel gezeigt, BF6 dürfte noch gut ein Jahr entfernt sein, ergo hat Treyarch hier die Möglichkeit, die Battlefield-Community ins CoD-Lager zu ziehen und genau das machen sie. Es gibt zwar nach wie vor diese knackigen, schnellen Infanterie-Gefechte, für die die Serie berühmt ist – dieses Run-and-Gun-Gameplay, was ganz anders ist als das eher gemächliche Battlefield. 

Aber man fährt auf den meisten Karten sehr viel mehr Fahrzeuge auf, die das Gameplay stark verändern. Auf der Karte Armada gibt’s etwa nicht die nur die Arleigh-Burke-Destroyer-Klasse, der US Navy, sondern auch die Harpers-Ferry-Class. Das sind sogenannte Landing-Ships, die so gebaut sind, dass bewaffnete Kleinschiffe dort rausfahren und anlegen können. Mit den Gunboats lässt sich also nicht nur Sperrfeuer auf die Brücke und Reling legen, sondern auch feindliche Schiffe infiltrieren, was gerade in dem großen 12-gegen-12-Modus wichtig ist. In Usbekistan stehen zudem gleich eine ganze Reihe von Fahrzeugen zur Verfügung, sogar ein T90-Panzer lässt sich nach Hinterhalt auf einen russischen Raketen-Konvoi durch Spezialeinheiten des britischen Geheimdienstes MI6 bemannen. Da fühlt man sich gleich ein bisschen wie Pierce Brosnan alias James Bond in Der Morgen stirbt nie.

James-Bond-Gefühl und Miami mit beeindruckend dichter Atmosphäre 

Die 1980s-Atmosphäre kommt besonders schön in Miami zum Tragen, weil Treyarch wundervoll mit Neon-Beleuchtung spielt, die sich durch Raytracing beeindruckend in Pfützen spiegeln.
Vergrößern Die 1980s-Atmosphäre kommt besonders schön in Miami zum Tragen, weil Treyarch wundervoll mit Neon-Beleuchtung spielt, die sich durch Raytracing beeindruckend in Pfützen spiegeln.
© Treyarch

Wie in der legendären Kampagne von Black Ops 2, rasen wir mit Schneemobilen den Abhang hinunter und lassen währenddessen die Maschinenpistolen sprechen. Das fühlt sich bislang alles eine Spur chaotischer an, etwas mehr James Bond eben, als das voll auf schnelle Infanterie-Shootouts ausgerichtete Black Ops 2, welches eher die Oldschool-Formel eines CoD verkörperte.
Fans der alten Schule müssen sich aber keine Sorgen machen, es wurden bislang lediglich vier Karten enthüllt, es dürfte also genug Raum bleiben für klassisches Run-and-Gun-Gameplay, welches rein auf Skill und Reflexe ausgerichtet ist. Das Map-Design der vier Karten aus der Alpha wirkt aber klar inspiriert von Modern Warfares extrem erfolgreichem Warzone-Modus: Alle bislang gezeigten Karten sind ziemlich weitläufig und mitunter deutlich größer als gewohnt – das Three-Lane-System wird etwa auf der Karte Crossroads im eisig kalten Usbekistan aufgebrochen, weil es sehr viel mehr Wege gibt, um Flankenmanöver anzusetzen. Das gilt auch für die dritte Karte Satellite, auf der ein US-Satellit mitten in der Wüste Angolas abgestürzt ist. Vom Look & Feel erinnert das recht stark an Sinai Desert aus Battlefield 1: Der heiße Sand reflektiert förmlich das Sonnenlicht, die Farben sind sehr leuchtend und grell. 

Das Spielgefühl bewegt sich zwischen Black Ops 1 und Modern Warfare, allerdings sind die Wege zum Gegner signifikant länger.
Vergrößern Das Spielgefühl bewegt sich zwischen Black Ops 1 und Modern Warfare, allerdings sind die Wege zum Gegner signifikant länger.
© Treyarch

Es gibt allerdings CoD-typisch mehr Chokepoints als in Battlefield, etwa weil recht enge Höhlengänge zum eigentlichen Wrack führen, was sich gut absichern lässt. Dafür aber auch sehr viel mehr Wege, als man von CoD gewohnt wäre: Einer führt unten lang, einer darüber, zwei weitere zum Flankieren über die Außen, die jeweils wieder unten und oben Angriffspunkte erlauben. Miami arbeitet zwar mit dem Three-Lane-System, ist aber ebenfalls recht weitläufig: Es gibt diverse Hotels und ihre Lobbies, wir können in den zweiten Stock, von dort aus in den Poolbereich zielen und sogar die ganze Karte umgehen und dem Feind in den Rücken fallen über den Strand und Boote, die dort vor Anker liegen. Auch dieses 1980er-Flair, das Lichtspiel der Neon-Reklame, dieses Gefühl fast schon einen Noir-Thriller zu erleben ist grandios umgesetzt. Aufpassen muss Treyarch allerdings, dass die atmosphärische Ausgestaltung seiner Karten nicht zum Balance-Killer wird. Weil nämlich Miami so enorm stark beleuchtet ist, ist es sehr leicht als Sniper oder als Heli-Gunner enorm viele Kills zu holen. Hier spielt das neue Scorestreak-System stark rein…

Die Scorestreaks werden stark abgeändert 

Einige Scorestreaks, wie etwa Heli-Gunner, wo wir mit einer Gatling einfach von oben draufhalten, sind etwas übermächtig. Dafür aber auch sehr teuer mit 6000 Punkten.
Vergrößern Einige Scorestreaks, wie etwa Heli-Gunner, wo wir mit einer Gatling einfach von oben draufhalten, sind etwas übermächtig. Dafür aber auch sehr teuer mit 6000 Punkten.
© Treyarch

Spannend und sicherlich eine der größten Gameplay-Neuerungen: Scorestreaks sind sehr viel stärker auf Objectives ausgerichtet. Nur, wer die Missonsziele spielt, der wird die großen Streaks freischalten, weil dies jetzt deutlich länger dauert. Das wird in der CoD-Community aktuell kontrovers diskutiert, weil Scorestreaks nicht mehr aufhören, wenn wir sterben. Sondern lediglich einen Cooldown-Timer von 90 Sekunden haben, sprich jeder kommt in den Genuss dieser Spezialangriffe, nicht nur die Profis. 

Interessant: Es gibt spezielle “Cavalry-Barrel“-Aufsätze für alle Waffen, die zum Beispiel bei LMGs bis zu sechsfachen Schaden an Fahrzeugen anrichten, was das Erfüllen der Streaks erleichtert und natürlich gleichzeitig auch ein guter Konter gegen die Air-Streaks ist, etwa den Huey. Auch ist die mathematische Zusammensetzung etwas komplexer, weil Treyarch mit Multipliern arbeitet: Schalten wir drei Gegner aus, bekommen wir einen 2,5x-Multiplier-Bonus etwa. Damit möchte Treyarch erreichen, dass auch High-Streak-Spieler, die viele Abschüsse sammeln, sich um die Missionsziele kümmern, weil sie dafür sehr viel mehr Punkte erhalten, als jemand der einfach nur einen Punkt einnimmt, ohne vorher Kills gesetzt zu haben.

Folgende Scorestreaks sind in der Alpha von Call of Duty Black Ops Cold War enthalten: 

Was uns richtig gut gefällt: Alle Angriffe der Luftwaffe lassen sich mit einer Staffel F4 Kampfjets unterbinden, weil diese Patrouille feindliche Helis und Flugzeuge abschießt.
Vergrößern Was uns richtig gut gefällt: Alle Angriffe der Luftwaffe lassen sich mit einer Staffel F4 Kampfjets unterbinden, weil diese Patrouille feindliche Helis und Flugzeuge abschießt.
© Treyarch

RCXD  

Ein kleines Funk-Auto, welches C4 an Bord hat und Boom macht.

Kosten:

600 Punkte

Cooldown:

90 Sekunden

Spy Plane  

Spionageflugzeug, welches auf dem Radar Feindpositionen enthüllt

Kosten:

800 Punkte

Cooldown:

90 Sekunden

Artillery Strike  

Artillerie-Feuer auf drei vorher wählbare Positionen, was sehr mächtig ist. Da die Kosten dafür aber auch recht hoch sind, erwarten wir keinen Artillerie-Spam.

Kosten:

1900 Punkte

Cooldown:

90 Sekunden

Air Patrol  

Eine StaffelKampfjets, die allerdings nicht aktiv Bodenziele angreift, sondern als Konter für Luftschläge dient, ergo feindliche Jets, Bomber und Helikopter vom Himmel bläst. Die Air Patrol dürfte eines der wichtigsten Streaks werden, einfach weil man den enorm starken Black Hawk für sein Team kontern muss.

Kosten:

2400 Punkte

Cooldown:

90 Sekunden

War Machine  

Drückt uns einen enorm effizienten Granatenwerfer in die Hand, mit dem sich hervorragend Camper aus ihren Nestern bomben lassen.

Kosten:

3150 Punkte

Cooldown:

90 Sekunden

Attack Chopper  

Huey-Helikopter, der KI gesteuert seine Bahnen zieht und auf alles schießt, was feindlich ist. Recht effizient, lässt sich aber mit zwei Raketen aus dem Himmel blasen, ergo auch nicht übermächtig.

Kosten:

3750 Punkte

Cooldown:

90 Sekunden

Cooper Gunner

Huey-Helikopter, bei dem wir hinten am MG Platznehmen und hart reinholzen. Hier wird Treyarch sicherlich noch an der Balance schrauben, denn die Minigun wirkt aktuell noch deutlich zu stark. Damit lassen sich leicht 10 Kills in Folge ziehen. Dafür ist er aber auch schwer zu kriegen, 6000 Punkte ist viel. Spannend hier ist zudem, dass der Helikopter über Flares verfügt, ergo sogar Lock-On-Missiles abwehren kann. Er hat generell auch sehr viel mehr Lebenspunkte als der Attack Chopper.

Kosten:

6000 Punkte

Cooldown:

90 Sekunden

Napalm Strike

Luftangriff mit Napalm. Ein sogenannter Bombenteppich, der ein komplettes Areal in Flammen aufgehen lässt und nachhaltig Schaden macht.

Kosten:

9000 Punkte

Cooldown:

90 Sekunden

Black Ops Cold War hinterlässt einen starken Ersteindruck im Multiplayer, verschiebt seine Karten-DNA allerdings gefühlt stärker Richtung Battlefield als es Modern Warfare getan hat.
Vergrößern Black Ops Cold War hinterlässt einen starken Ersteindruck im Multiplayer, verschiebt seine Karten-DNA allerdings gefühlt stärker Richtung Battlefield als es Modern Warfare getan hat.
© Treyarch

Fazit

Call of Duty: Black Ops Cold War scheint sehr viel stärker in die Breite gehen zu wollen. Es wird sicherlich auch wieder kleinere Karten für klassisch knackiges Run-and-Gun geben, wofür CoD berühmt ist, aber alle bislang fokussierten Karten brechen das Three-Lane-System auf und fühlen sich sehr viel freier an. In Miami etwa lässt sich die ganze Karte umgehen über den Wasserweg und so dem Feind in den Rücken fallen. Auf Armada lassen sich Flaggenpunkte direkt mit MG-Booten holen und verteidigen, denn die gepanzerten Schiffe sind sehr stark – nicht nur in der Feuerrate ob ihrer Minigun, sondern es braucht auch mehrere direkte Treffer mit einer Sniper, um das Panzerglas der Brücke zu durchdringen. Das macht das Gameplay frisch und anders, auch weil Gangways Brücken zwischen drei unterschiedlichen Kriegsschiffen bilden, die zusammen die Karte bilden. Das dürfte Black Ops Cold War zu einem der spannendsten CoDs der letzten Jahre machen, aber nicht jedem gefallen, denn die DNA wird schon recht stark von rein Skill- und Reflex-basiertem Run-and-Gun auf Battlefield-artige Fahrzeugschlachten mit Booten, Jetskis, Panzern, Humvees und Motocross-Maschinen verschoben, die sich aber bisher großartig anfühlen.

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